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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler demonstrieren erneut für mehr Klimaschutz
Zwischenüberschrift:
„Fridays for Future″ geht auch in Osnabrück weiter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Proteste gehen in die nächste Runde. Erneut haben sich mehr als 100 Schüler am Freitag in Osnabrück versammelt, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren.

Vor dem Theater kamen die ersten Teilnehmer schon um 10 Uhr zusammen. Mit Workshops begannen die Demonstranten den Aktionstag. Sie diskutierten und informierten sich über umweltfreundliche Ernährung oder gestalteten Schilder für den Streik. Wir wollen zeigen, dass die Schüler und Schülerinnen nicht nur rumstehen″, sagte Mitorganisator Jan vom Gymnasium In der Wüste″. Astrid Müller von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) äußerte die Solidarität der Gewerkschaften.

In den letzten Wochen ist die Bewegung deutschlandweit gewachsen. Mit ihr auch die kritischen Stimmen. Demonstrant Jan zeigte sich enttäuscht darüber. Oft wird auf den Schülern rumgehackt, ihnen Inaktivität vorgeworfen.″ Doch jetzt, wo sie sich engagierten, passe es einigen Leuten auch wieder nicht. Sie seien sich der rechtlichen Probleme bewusst, wollten aber trotzdem weiter für ihre Überzeugung einstehen.

Es gibt aber auch Grenzen. So waren an diesem Freitag viele der Demonstranten aus den vergangenen Wochen nicht mehr dabei. Sie hätten ihre schulischen Fehlzeiten ausgereizt, erklärte Musikstudent Matthias Klaes, ebenfalls Mitorganisator.

Auch Lehrer Tobias Romberg von der Ursulaschule kennt das Dilemma. Er war mit seiner Klimabotschafter-AG vor Ort. Die Schüler sollten besser nach der Schulzeit demonstrieren, damit nicht der Verdacht aufkomme, sie wollten doch bloß die Schule schwänzen. Dann könne man auch besser sehen, wer tatsächlich wegen des Klimaschutzes kommt und nicht bloß wegen des Ereignisses, sagte Romberg.

Es ist aber auf jeden Fall eine ernst zu nehmende Bewegung″, betonte der Pädagoge.

Bildtext:
Mehr als 100 Schüler gingen erneut für ein Umdenken in der Klimapolitik auf die Straße.
Foto:
Swaantje Hehmann


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