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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bei jedem Vorhaben zuerst nach den Auswirkungen auf das Klima fragen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel „, Konsequentes Handeln erforderlich′ Beirat ruft die Kommunalpolitik zu deutlich stärkeren Klimaschutz-Bemühungen auf″ (Ausgabe vom 30. Januar).

Den Statements und Forderungen von Professor Große Ophoff, Vorsitzendem des Osnabrücker Klimabeirats, kann man nur zustimmen. Osnabrück muss sich ordentlich ins Zeug legen, um das selbst gesetzte Klimaschutz-Ziel zu erreichen: 95 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß für die Stadt bis 2050.

Ein Punkt muss dabei besonders hervorgehoben werden [...]: , Der Klimaschutz sollte bei allen relevanten Entscheidungen [...] berücksichtigt werden, so wie heute bei jeder Entscheidung auch nach den Kosten gefragt wird.′ Tatsächlich muss ja heute bei jeder Ratsvorlage, jedem Beschluss unten angegeben werden, welche Kosten auf die Stadt zukommen heute und in Zukunft. Und in der Tat wird ja bei jeder öffentlichen Geldausgabe wie selbstverständlich gefragt, ob sie den Kriterien der sparsamen, wirtschaftlichen und angemessenen Mittelvergabe genügt. Gut so. Genauso selbstverständlich könnte, ja muss bei jeder Ratsentscheidung gefragt werden: Wie wirkt sie sich auf den Klimaschutz aus? Mit welchen Mehr-Emissionen ist zu rechnen? Ist der Beschluss mit dem Klimaschutz-Ziel vereinbar? Beschlussvorlagen ohne diese Auskunft würden dann gleich wieder an die Verwaltung zurückverwiesen.

Dabei ist klar: Klimaneutrales Verhalten ist für die Stadt fast nicht möglich. Jede Aktivität verbraucht Energie, verursacht folglich Emissionen. Aber eine Reihe von Fehlentscheidungen wäre leicht zu vermeiden gewesen, zum Beispiel der Verzicht auf den Passivhaus- oder Nullenergie-Standard für die Neubauten im Landwehrviertel, der Wiedereinstieg in die Kohlekraft (!) durch die Stadtwerke vor einem Jahr oder auch die millionenschwere Stütze für den Flughafen FMO. Flexibel, innovationsfreudig und zukunftsorientiert stellt sich die Stadt ja gern selbst dar. Lasst uns sehen, wie lange es noch dauert, bis unter jeder Ratsvorlage steht: Zu erwartende klimarelevante Mehremissionen, mit dem Klimaschutz-Ziel vereinbar: Nein Ja.″

Klaus Kuhnke

Solarenergieverein

Osnabrück
Autor:
Klaus Kuhnke


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