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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das Leben in der Tiefsee
Zwischenüberschrift:
Multivisionsschau mit dem Naturfotografen Solvin Zankl im Museum am Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Von fliegenden Pinguinen und Plankton-Persönlichkeiten: Solvin Zankl, der als Fotograf unter anderem für die Zeitschrift Geo″ tätig ist, zeigt am Donnerstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Museum am Schölerberg eine Multivisions-Show unter dem Titel Ab ins Meer. Von der Küste bis in die Tiefsee″.

Osnabrück Wie lebt es sich über Wochen mit Pinguinen als einzigen Nachbarn? Welche Wunder verbergen sich in einer Wasserprobe aus Hunderten Meter Tiefe? Wie ergeht es frisch geschlüpften Schildkröten auf ihren Schritten ins Leben? Bilder des Kieler Naturfotografen Solvin Zankl vermitteln Lebensräume, die Menschen sonst kaum zu Gesicht bekommen. Zankl bereist alle Erdteile, um die Schönheit der Natur und auch deren Gefährdung zu dokumentieren. In dem Vortrag im Museum am Schölerberg berichtet er von seinen Entdeckungen auf den Falklandinseln, in Costa Rica sowie von Schiffsexpeditionen in der Sargasso-See. Er zeigt seinem Publikum Bilder aus der Tiefsee und lässt auch hinter die Kulissen seiner Arbeit blicken.

Auf Saunders Island im Nordwesten der Falklandinseln verbrachte Solvin Zankl sechs Wochen fernab der Zivilisation, um den dort lebenden Felsenpinguinen nah zu sein: Der Biologe richtete sich im Zelt nahe der Kolonie ein, um den Tagesrhythmus und Verhaltensweisen der Vögel kennenzulernen und die Tiere schließlich auch im Flug zu fotografieren. In Ostional an der Pazifik-Küste Costa Ricas erlebte Solvin Zankl die Ankunft der Oliv-Bastardschildkröten zur Eiablage. Er war auch zur Stelle, als die nächste Generation schlüpfte und sich, von Geiern bedroht, auf den Weg ins Meer machte.

Außer seinen Arbeiten an Land ist Solvin Zankl häufig Gast auf Forschungsschiffen. An Bord fotografierte er in einem speziellen Aquarium lebende Tiere, die mithilfe von Netzen und Wasserschöpfern geborgen worden waren. Dabei entstanden Porträts von teils bizarren, teils drolligen Tieren, die mit bloßem Auge nicht zu entdecken wären. Zankl berichtet: Es fasziniert mich, etwas zu fotografieren, was andere noch nicht fotografiert haben. Das Plankton ist voller unglaublicher Farben und Formen. Manchmal bin ich selbst überrascht, wenn ich ein winziges Gehäuse ins Becken lege und warte, wer daraus zum Vorschein kommt. Oft muss ich schmunzeln, oft staune ich, weil es so vieles gibt, das wir Menschen so gar nicht zu sehen bekommen.″

Solvin Zankl ist studierter Biologe und seit 1998 hauptberuflich als Naturfotograf tätig. Seine Arbeiten sind international mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie″, dem Fritz-Pölking-Award″ und mehrfach beim Wildlife Photographer of the Year″. Zankl fotografiert für große Magazine wie Geo″, Stern″ oder BBC Wildlife″.

Als Eintritt gilt der reguläre Museumseintritt: Erwachsene zahlen 5 Euro, Ermäßigungsberechtigte und Erwachsene mit Kindern 3 Euro, Kinder haben freien Eintritt. Reservierungen unter Telefon 0541 3237000. Weitere Infos auf museum-am-schoelerberg.de.

Bildtext:
Mit seinen leuchtenden Sprenkeln täuscht der Viperfisch anderen Tiefsee-Bewohnern eine Ansammlung leckerer Kleinstlebewesen vor. Wer auf den Trick hereinfällt, ist verloren denn dann schnappt der Viperfisch zu.
Foto:
Solvin Zankl
Autor:
pm


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