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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Osnabrücker Bäder melden Rekordergebnis
 
Bäderkassen klingeln auch bei Rekordbesuch nicht lauter
 
Alles unter Dach und Fach
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke zählen 2018 1,35 Millionen Gäste an ihren Freizeitstandorten
 
Rekordbesucherzahlen beflügeln Stadtwerke / Außenbereich des Nettebades soll überdacht werden
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Bei der Vorstellung der Bäderzahlen für das Jahr 2018 strahlten Bäderchef Wolfgang Hermle und seine Mitarbeiter wie die Sonne im letzten Sommer. Mit 1, 31 Millionen Besuchern konnten sie ein Rekordergebnis vermelden. Damit haben die Osnabrücker Bäder den Stand aus den 70er-Jahren erreicht. Bis in die Mitte der 90er-Jahre waren die Besucherzahlen dann dramatisch zurückgegangen. Den Erfolg führt Stadtwerkevorstand Christoph Hüls auf das 1995 verabschiedete Bäderkonzept zurück. Mit den Rekordzahlen hat allerdings das Nettebad seine Grenzen erreicht. Mit Blick auf die nicht sonnigen Tage muss Abhilfe geschaffen werden. Eine Überdachung eines Außenbeckens soll vor allem Vereinen und Kursen zugutekommen.

Osnabrück Die Sommerhitze 2018 wärmt noch nach. Zumindest bei der Vorstellung der Bäderzahlen des vergangenen Jahres. Mit insgesamt 1, 31 Millionen Gästen zählten die Stadtwerke im Nettebad, Moskaubad und Schinkelbad so viele Besucher wie zuletzt vor gut 40 Jahren, mithin lange vor Erfindung und Umsetzung des Bäderkonzeptes 2000 plus″ durch den Rat im Jahr 1995. Seinerzeit waren die Besucherzahlen nicht zuletzt aufgrund des veränderten Freizeitverhaltens gewaltig in die Knie gegangen, der Betrieb der seinerzeit noch sieben Bäder wurde zunehmend unrentabel und zur finanziellen Belastung für den städtischen Haushalt.

Mutige Entscheidung

Die damalige Entscheidung nennt der heutige Stadtwerkevorstand Christoph Hüls mutig″. Die Zahlen zeigen, dass unsere strategische Ausrichtung der Bäderstandorte um die uns heute viele andere kommunale Badbetreiber beneiden voll und ganz aufgeht″, so Hüls.

Dass im Nettebad im abgelaufenen Jahr mit 758 000 Gästen eine neue Rekordmarke gesetzt wurde, führen Bäderchef Wolfgang Hermle und Nettebadleiter Tilo Schölzel auf die sich optimal ergänzenden Sport- und Freizeitangebote am Standort″ zurück. Die Elektrokartbahn Nettedrom hat demnach das Ergebnis noch einmal um etwa 45 000 Besucher in die Höhe getrieben.

Während das Moskaubad vom Supersommer 2018 profitierte (305 000 Besucher, 65 000 mehr als noch im Vorjahr), musste das Schinkelbad während der heißen Tage leichte Verluste hinnehmen, die sich aber laut Bäderbetriebsleiterin Gerhild Neumann bei knapp 251 000 Gästen nicht nennenswert auf das Gesamtergebnis auswirkten. Auch hier gelte, dass ein ständig überarbeitetes und erneuertes Angebot sich nachhaltig auf die Besucherzahlen auswirke.

Etwas Wasser in den sonnenverwöhnten Wein goss Wolfgang Hermle: Obwohl wir in 2018 Spitzenwerte bei den Besucherzahlen verzeichnen konnten, ist dies nicht gleichbedeutend mit klingelnden Kassen.″ Mehr Besucher bedeuten demnach zugleich mehr Personal- und Energiekosten, weil zum Beispiel mehr Wasser von 14 Grad Anliefer- auf Wohlfühltemperatur aufgeheizt werden muss. Die sehr hohen Besucherzahlen haben dazu beigetragen, dass wir unser zwar negatives Jahresergebnis aber zumindest konstant halten konnten″, so Hermle weiter. Der städtische Zuschuss pro Besucher liegt bei uns in Osnabrück weiterhin weit unter dem Bundesdurchschnitt und das soll auch so bleiben.″ Laut Hermle klebt an jeder Eintrittskarte in die Osnabrücker Bäder ein Zuschuss von etwa drei Euro. Der bundesweite Zuschuss liegt bei etwa zehn Euro.

Das Nettebad hat seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Vor allem in den nicht so sonnigen Monaten wird es im Innenbereich eng. Die Lösung der Platzprobleme liegt auf der Hand und soll, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrates, noch in diesem Herbst in Angriff genommen werden.

Osnabrück Mit 758 000 Besuchern zählte das Nettebad im vergangenen Jahr knapp 300 000 Gäste mehr, als ursprünglich im Zuge des Bäderkonzeptes geplant waren. Das ist zum einen eine erfreuliche Entwicklung, zum anderen wird es eng und enger um und in den Wasserflächen. Die Verantwortlichen bei den Stadtwerken rund um Bäderchef Wolfgang Hermle haben nun eine Lösung für das Problem ersonnen, die am Donnerstag erstmalig im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert werden soll.

Aufsichtsrat entscheidet

Angedacht ist die Überdachung des Sportbeckens im Außenbereich. Der Ausschuss soll die planungsrechtlichen Grundlagen für das Vorhaben schaffen. Die endgültige Entscheidung trifft dann der Aufsichtsrat der Stadtwerke in seiner Sitzung am 22. und 23. Februar.

Die Wasserfläche ist im Schwimmbadbau immer der teuerste Teil der Arbeiten″, sagt Hermle. So können wir eine ganzjährige Nutzung der vorhandenen Wasserfläche ermöglichen. Das wird vor allem den Vereinen und Kursangeboten zugutekommen.″ Zu den genauen Kosten wollte sich Hermle im derzeit noch laufenden Planungsverfahren und vor der Aufsichtsratssitzung nicht äußern.

Die Überlegungen sehen vor, die neue Längsfront der Halle über dem bestehenden Sportbecken im Sommer großflächig öffnen zu können, um hier den Freibadcharakter so weit wie möglich zu erhalten. Die Bedachung wird sich nicht nur über das große Becken, sondern auch über das Kinderbecken erstrecken.

Baubeginn soll laut Hermle möglichst noch im September dieses Jahres sein. Mit der Fertigstellung rechnet er dann für Mai oder Juni 2020 immer vorausgesetzt, dass das Wetter während der Bauphase mitspielt.

Bildtexte:
Das Außenbecken im Nettebad soll ein Dach bekommen.
Die neue Halle (hier eine erste Skizze) soll das bestehende Außenbecken und das kleine Kinderbecken überdachen. Damit im Sommer das Freibadgefühl nicht verloren geht, wird die Längsseite komplett zu öffnen sein.
Foto:
André Havergo
Grafik:
Stadtwerke Osnabrück
Autor:
Dietmar Kröger


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