User Online: 1 | Timeout: 21:36Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Friedhofspflege gehört zu den Aufgaben der Stadt
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Wenn alle mit anpacken Friedhof Atter wird zum Modell für Osnabrück″ (Ausgabe vom 17. Januar).

Verwahrlosen die Friedhöfe in Osnabrück? Diese Frage stellte man sich 2017 zu Recht am Runden Tisch in Atter. Zuerst einmal, dass Engagement der Initiatoren und der circa 15 bis 18 ehrenamtlichen Helfer verdient Respekt und Dankbarkeit!

Für die Pflege der Osnabrücker Friedhöfe ist aber grundsätzlich der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) zuständig, und dabei muss es auch bleiben. Die Stadt kann die Verantwortung nicht einfach durch , Nichtstun′ [...] an ihre Bürger weitergeben. Die Finanzierung der Friedhofspflege soll durch die bei der Bestattung und den Erwerb/ Pachten der für die Gräber anfallenden Gebühren erfolgen.

Die Gebühren sind in Osnabrück mit 3700 Euro für ein Erdwahlgrab und 2400 Euro für ein Urnenwahlgrab nicht gerade niedrig, und insbesondere deshalb muss auch die Pflege des Friedhofes rein finanziell gut möglich sein. Im Durchschnitt würde ein Erdwahlgrab circa 2500 Euro kosten. Zum Vergleich, in Hannover und Meppen zahlt man für ein Erdwahlgrab circa 2000 Euro. Bei circa 250 bis 300 Stunden, die von den Ehrenamtlichen im Jahr 2018 geleistet wurden, könnte man bei circa 20 bis 25 Stunden im Monat auch für einen neuen Arbeitsplatz und somit für Beschäftigung sorgen und eine Teilzeitstelle einrichten/ anbieten, dafür würden sich meiner Ansicht nach auch eine große Anzahl Bewerber interessieren.

In dem Bericht wird seitens des OSB darauf verwiesen, dass die Gebühreneinnahmen wegen der kontinuierlich sinkenden Zahl der Erdbestattungen niedriger ausfallen würden. Dass die Zahl der Erdbestattungen sinkt und im gleichen Moment die Zahl der Urnengräber steigt, liegt meiner Meinung nach unter anderem daran, dass die Kosten, die im Zusammenhang mit einer Beerdigung stehen, immer weiter steigen. Die Bürger können sich die Beerdigungen einfach nicht mehr , leisten′ und versuchen, die Kosten daher so niedrig wie möglich zu halten. Hinzu kommt, dass die Krankenkassen seit 2004 kein Sterbegeld mehr zahlen, und somit müssen die Angehörigen die Kosten, die im Zusammenhang mit einer Beerdigung stehen, komplett selbst zahlen.

Durch eine Sterbegeldversicherung kann man zwar einen Zuschuss erhalten, aber für die Versicherung fallen auch Beiträge an und da kommt über die Jahre/ Jahrzehnte dann auch so einiges zusammen.″

Frank Haucap

Osnabrück
Autor:
Frank Haucap


Anfang der Liste Ende der Liste