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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Seltenes Vogeljungtier im Zoo geschlüpft
Zwischenüberschrift:
Zuchterfolg bei Balistaren / Tiere gelten als vom Aussterben bedroht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der jüngste Nachwuchs im Zoo Osnabrück unternimmt seine ersten Flugversuche: Am Neujahrstag schlüpfte ein seltener Balistar. Die in der Natur kaum noch vorkommenden Vögel gelten als vom Aussterben bedroht″.

Nach knapp einem Monat unternahm der kleine Balistar seine ersten Flugversuche. Am Anfang waren die noch etwas tollpatschig, aber er lernt jetzt sehr schnell dazu″, wird Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück, in einer Pressemitteilung zitiert.

In den rund vier Wochen habe das Küken sich rasant entwickelt: Die Vögel schlüpfen nackt und bleiben anfangs im Nest, wo sie nicht zu sehen sind. Mittlerweile ist er fast so groß wie seine Eltern und hat schon die meisten seiner Federn″, so Wulftange. Alleine leben könne er aber noch nicht. Nach Angaben des Zoos kümmern sich die Eltern momentan noch um ihr Junges und füttern es zum Beispiel mit Insekten wie Mehlwürmern und Heuschrecken.

Besucher können den jungen Balistar mit etwas Glück in einer Voliere gegenüber dem Tetra-Aquarium″ entdecken. Aufgrund der Witterung verbringt die junge Familie aber auch viel Zeit im warmen Innenbereich, den Besucher nicht einsehen können. Ob es sich bei dem Jungvogel um Männchen oder Weibchen handelt, können die Zoomitarbeiter noch nicht sagen. Optisch gibt es zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied. Die genaue Bestimmung erfolgt daher später über eine Federprobe.

Zucht ist ein Erfolg

Die Nachzucht ist für den Zoo Osnabrück nach eigenen Angaben ein Erfolg: Balistare gelten als vom Aussterben bedroht′. In der Wildbahn leben nur noch wenige Dutzend Exemplare, weil sie unter anderem vom Menschen gefangen werden″, erklärt Wulftange. Ursprünglich stammen die Tiere von der indonesischen Insel Bali und leben dort in einem kleinen Gebiet im Norden der Insel.

Der Zoo Osnabrück beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der seltenen Vögel. Deshalb wird das Jungtier den Zoo auch in einigen Monaten verlassen und hoffentlich in einem anderen Zoo seine eigene Familie gründen.″ Das Zuchtbuch, in dem alle in teilnehmenden europäischen Zoos lebenden Balistare vermerkt sind, wird im Kölner Zoo geführt. Der dortige Zuchtbuchkoordinator betreut nach wissenschaftlichen Kriterien die Nachzucht in den europäischen Zoos und arbeitet eng mit Schutzprojekten auf Bali zusammen. Die primären Ziele sind hierbei, den natürlichen Lebensraum der Balistare zu sichern und die dort lebende Population zu stabilisieren. Wenn die Bedingungen vor Ort stimmen und beispielsweise ausreichend geschützte Areale geschaffen werden konnten, sollen langfristig auch Balistare aus europäischen Zoos dort angesiedelt werden.

Den natürlichen Lebensraum der Balistare zu sichern ist gar nicht so einfach. Denn in ihrer asiatischen Heimat sind sie sehr beliebt und werden als Wildfang zu hohen Preisen auf dem Schwarzmarkt gehandelt″, erklärt Wulftange.

Bildtext:
IMMER HUNGRIG: Der junge Balistar im Zoo Osnabrück wird noch von seinen Eltern gefüttert und versorgt. Seine Artgenossen auf der Insel Bali wachsen leider nicht so behütet auf und gelten als vom Aussterben bedroht″.
Foto:
Zoo Osnabrück/ Svenja Vortmann
Autor:
Sebastian Philipp


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