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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zoo lockt mit neuer Afrika-Welt und Kino
 
Trara das ganze Jahr
Zwischenüberschrift:
Neue Tierwelten, neue Veranstaltungen: Wie der Zoo Osnabrück in Europas Top-Liga mitmischen will
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Mit Umbauten und neuen Veranstaltungen will der Zoo an ein hartes, aber erfolgreiches″ Jahr 2018 anknüpfen. Im Sommer soll ein Teil der neuen Afrika-Tierwelt fertig werden. Erstmals ist auch ein Open-Air-Kino geplant.

Der Zoo Osnabrück hat 2018 im fünften Jahr nacheinander die Eine-Million-Besucher-Grenze geknackt. Damit spielt er ab sofort in der Liga der europäischen Großzoos. Umfangreiche Umbauten der Afrika-Tierwelt und jede Menge Veranstaltungen darunter einige neue sollen helfen, das hohe Niveau zu halten.

Osnabrück Ausgerechnet der Hitzesommer hätte dem Zoo Osnabrück um ein Haar die Bilanz verhagelt. Aber dank eines bärenstarken Schlussspurts wurden die wesentlichen Geschäftsziele für 2018 am Schölerberg doch noch erreicht. Als da wären: Einnahmen, die wenn auch knapp höher sind als die Ausgaben. Besucherzahlen erneut jenseits der Millionengrenze. Und steigende Werte bei der Kundenzufriedenheit.

Hinter uns liegt das erfolgreichste vierte Quartal unserer Geschichte″, sagte Geschäftsführer Andreas Busemann bei der Vorstellung der Kennzahlen am Freitag im Zoo. Zurückzuführen sei das auf ein ausgefeiltes Veranstaltungsprogramm im Herbst und Winter. Von der Lichterausstellung Zoo Lights″, die den Rahmen bot für publikumswirksame Wochenend-Events wie Mittelalter-Markt und Halloween-Festival, bis hin zum sogenannten Winterzauber″ mit Kunsteisbahn, Kletterwald und Reifenrutsche: Unser Angebot bringt die Menschen dazu, in einer untypischen Jahreszeit den Zoo zu besuchen″, stellte Busemann fest. Erstmals seien Eintrittserlöse von mehr als 6, 1 Millionen Euro erzielt worden was drei Viertel des Budgets ausmacht.

Allerdings würden trotz vieler Sparmaßnahmen auch die Ausgaben des Zoos weiter steigen, erklärte der Geschäftsführer. Ohne Abschreibungen beliefen sie sich 2018 auf knapp über acht Millionen Euro. Das meiste davon ging fürs Personal drauf.

Weil aber zugleich dringend notwendige Gehege-Umbauten anstehen, ist es laut Busemann nicht möglich, den Zoo aus eigener Kraft zukunftssicher aufzustellen″. Das gelinge nur, wenn die Stadt Osnabrück auf Dauer einen zusätzlichen Zuschuss von mindestens einer halben Million Euro jährlich gewähre. Mit Rat und Verwaltung würden bereits Verhandlungen geführt. Eine Entscheidung soll in den kommenden Monaten fallen.

Immerhin wähnt der Zoo sich auf dem richtigen Weg, was seine Entwicklung angeht. Die jährlichen Besucherzahlen haben sich im siebenstelligen Bereich eingependelt. Darüber hinaus zeigen Ergebnisse einer repräsentativen Kundenbefragung, die das Osnabrücker Unternehmen Muuuh! Consulting im Auftrag des Zoos durchführt, dass unter den Gästen hohe Bereitschaft zur Weiterempfehlung besteht. Demnach ist im Vergleich zum Vorjahr der Net Promoter Score (NPS) genannte Wert sogar noch gestiegen: von 63, 5 auf 74, 3. Beides sind sehr gute Werte″, erklärte Busemann. 2017 hätten jedoch Baustellen am Menschenaffenhaus und im Bereich der Nordamerika-Tierwelt den NPS geschmälert. Seit der Eröffnung von Orang-Utan-Dschungeltempel″ und Manitoba″ gehe es bei der Kundenzufriedenheit wieder bergauf.

Letzte Schwachstellen bei der Tierpräsentation″ sollen schnellstmöglich beseitigt werden, kündigte Busemann an. Aktuell wird bereits die Nashornanlage umgebaut als erster Teil der neuen Afrika-Tierwelt Mapungubwe″. Bis zum Sommer soll das Gehege der grauen Riesen vergrößert und mit einem jener Besucher-Höhenpfade ausgestattet sein, wie sie für den hügeligen Osnabrücker Waldzoo immer typischer werden.

Anschließend beginnt der Umbau der Löwenanlage. Der 2016 gegründete Fundraising-Verein Löwen für Löwen″ hat dafür bereits 350 000 Euro gesammelt ein Vielfaches der ursprünglich angepeilten Summe. Neues Spendenziel sind jetzt 500 000 Euro. Die Gesamtkosten von Mapungubwe″ belaufen sich laut Zoo auf ungefähr vier Millionen Euro. Ein Viertel davon sind Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Den Rest stemmt der Zoo über kommunal verbürgte Kredite.

Neben symbolträchtigen Spatenstichen sieht der Jahreskalender 2019 im Zoo weitere Höhepunkte vor, die Besucher in Scharen anlocken und für einen warmen Geldregen sorgen sollen. Am 8. Juni ist ein Golfturnier zugunsten der Löwen auf Gut Arenshorst (Bohmte) geplant. Am 12. Juni steht Rudelsingen″ am Affentempel auf dem Programm. Vom 1. bis 31. August wird erstmals ein Open-Air-Kino im Zoo aufgebaut .

Die Löwenmahlzeit″ findet am 13. September statt, die Zoo-Gala am 23. November. Vom 14. September bis 10. November sind am Schölerberg wieder die Zoo Lights″ zu sehen diesmal selbst produziert.

Bildtexte:
AFFENSTARK: Im Zoo Osnabrück wird auch 2019 viel gebaut und veranstaltet, um die Tierhaltung zu verbessern und möglichst hohe Besuchereinnahmen zu erzielen.
Blicken zurück auf ein hartes, aber erfolgreiches″ Jahr 2018 für den Zoo Osnabrück: (von links) Geschäftsführer Andreas Busemann, Präsident Reinhard Sliwka und Prokuristin Lisa Josef.
Fotos:
Gert Westdörp, Jörn Martens

Zoo im Umbau
2009 Unterirdischer Zoo: 1, 2 Millionen Euro

2010 Eröffnung der Afrika- Tierwelt Takamanda: 11 Mio. Euro

2011 Eröffnung der nordischen Tierwelt Kajanaland: 3, 5 Mio. Euro

2012 Umbau des Affentempels in der asiatischen Tierwelt Angkor Wat: 550 000 Euro

2014 Eröffnung des Tiger-Tempelgartens in Angkor Wat: 1, 3 Mio. Euro; Umbau des Südamerika-Areals: Förderung durch die Karmann-Stiftung: 55 000 Euro

2015 Erweiterung der Klammeraffen-Anlage: Förderung durch die Zoogesellschaft: 11 000 Euro

2017 Orang-Utan-Dschungeltempel: 1, 5 Mio. Euro; Eröffnung der Fledermausgrotte im Unterirdischen Zoo mit Förderung der VR-Stiftung: 10 000 Euro

2018 Eröffnung der umgebauten Mönchsgeier-Voliere: Förderung der Haarmann-Stiftung 50 000 Euro, Förderverein 20 000 Euro; Eröffnung der nordamerikanischen Tierwelt Manitoba: 3, 5 Mio. Euro

In Arbeit: Umbau und Vergrößerung der Löwen- und Nashornanlage mit Höhenpfaden (Projekt Mapungubwe, bis 2020): 4 Mio. Euro

In Planung: Umbau Elefantenpark in den nächsten fünf Jahren, Schätzkosten 6 Millionen Euro
Autor:
Sebastian Stricker


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