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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gasumstellung geht in die Endphase
 
Jetzt kommen Rolf und seine Kollegen
Zwischenüberschrift:
Gasumstellung geht in die Endphase / 55 000 Geräte betroffen
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Die Umstellung von Low- auf High-Gas geht in Osnabrück in die letzte Phase. Bis Ende des Jahres müssen die SWO Netz und ihre externen Partner 55 000 Geräte der neuen Gassorte anpassen. 75 Techniker sind dafür im Einsatz.

Weil die Reserven des bisher in Osnabrück genutzten Low-Gases knapp werden, muss demnächst das sogenannte High-Gas durch die Leitungen fließen. Das ist nicht für jedes Endgerät verträglich. Deshalb muss jetzt umgebaut werden. Die Osnabrücker bekommen also Besuch von Rolf und seinen Kollegen von der SWO Netz. Und zu gewinnen gibt es auch etwas.

Osnabrück Erst mal gibt es ein dickes Lob von Projektleiter Christian Lütkemöller: Wir müssen unsere Kunden loben. Das hat bislang sehr gut geklappt.″ Was da geklappt hat, ist die Erfassung der immerhin 55 000 Gasgeräte, die an das Netz der SWO angeschlossen sind. Die Erhebungsphase ist nun abgeschlossen. Jetzt wird es ernst. Denn während der zeitliche Spielraum für die Erhebung durchaus auch schon mal großzügigere Terminverschiebungen zuließ, steht die Phase der Umstellung unter straffen zeitlichen Vorgaben. Bis Ende 2019 müssen alle 55 000 Gasgeräte angepasst sein, denn dann fließt das H-Gas durch die Rohre. Die SWO Netz hängt an Vorgaben, die sie nicht beeinflussen kann. Zwei große Schalttermine Anfang April und Anfang Oktober stehen fest.

Die SWO Netz ist auf die Mitarbeit ihrer Kunden angewiesen. Das machte neben SWO-Netz-Geschäftsführer Heinz-Werner Hölscher auch Stadtwerkevorstand Christoph Hüls deutlich. Sie bitten die Kunde, den Fachmonteuren möglichst zum ersten vorgeschlagenen Termin Zugang zu den Gasgeräten zu gewähren. Und weil es den Stadtwerken offensichtlich ernst ist mit dieser Bitte, verlosen sie unter allen sogenannten Erstöffnern Preise vom Pedelec über Tablets bis hin zu Freizeitgutscheinen im Wert von 500 Euro.

Jeder Osnabrücker, der den ersten vorgeschlagenen Termin möglich machen kann, nimmt automatisch an diesem Gewinnspiel teil. So hoffen wir, die Ersterreichbarkeit zu steigern″, sagt Hölscher. Begleitet wird die Anpassungsphase mit einer breit angelegten Infokampagne. Der Kampagnenslogan lautet Rolf kommt vorbei′ Rolf steht dabei stellvertretend für alle Fachmonteure, die die Anpassung vornehmen″, so Lisa Hoff. Wobei der gute Rolf allerdings noch 74 Kollegen hat, die während der Anpassungsphase in die Haushalte kommen.

Anfang 2017 hatte die SWO Netz die erste Phase eingeläutet: die Geräteerhebung. Eigens dafür zertifizierte Monteure hatten alle Osnabrücker mit Gasgeräten aufgesucht und deren Geräte erfasst. 18 Monate dauerte die Phase eins – „ schneller als gedacht″, sagt Lüttkemöller, der das Großprojekt Erdgasumstellung Netz leitet. Dadurch wissen wir, wie und wann wir die jeweiligen Geräte für das H-Gas umrüsten müssen″, so Lüttkemöller weiter. Bei rund 5000 verschiedenen Gerätetypen ist das sehr unterschiedlich.″ Phase zwei die Geräteanpassung konnte ebenfalls schon früher anlaufen, und es wurden bereits etwa 5000 der insgesamt 55 000 Gasgeräte umgerüstet, die laut Klassifizierung schon weit vor der eigentlichen Gasumstellung angepasst werden können. Jetzt beginnt die Hochphase der Geräteanpassung denn jetzt sind die Geräte dran, die kurz vor oder kurz nach der physikalischen Gasumstellung umgerüstet werden müssen. Und das ist der bei Weitem größte Teil.″

Wie bereits zur Erhebungsphase warnt die Stadtwerke-Netz-Tochter vor Trickbetrügern. Unsere Monteure können sich jederzeit ausweisen. Zudem steht auf dem Terminanschreiben wieder ein individueller Zahlencode, den der Monteur auf Nachfrage nennen kann″, erläutert Projektleiter Lüttkemöller. Ohne vorherige Terminankündigung werde kein Monteur an der Tür klingeln. Wer sich trotzdem nicht sicher sei, könne die Hi, Gas!″- Hotline 05 41/ 20 02-22 30 anrufen. Für Fragen steht zudem das Hi, Gas!″- Büro im Servicezentrum am Nikolaiort zur Verfügung. Fragen via E-Mail können unter gasumstellung@ swo-netz.de gestellt werden. Ausführliche Infos zur Erdgasumstellung finden sich auch im Hi, Gas!″- Infoportal www.swo-netz.de/ gasumstellung.

Bildtext:
Diese Gastherme wurde bereits Ende November von L- auf H-Gas umgerüstet. Ein Aufkleber weist auf den vorgenommenen Umbau hin.
Foto:
Michael Gründel

Kommentar
Mithilfe ist angesagt

Die Gasumstellung ist eines der größten Infrastrukturprojekte in der Geschichte der Stadtwerke Osnabrück. Bislang ist die Umstellung reibungslos über die Bühne gegangen.

Jetzt aber kommt es zum Schwur. Denn der zeitliche Rahmen ist eng gesteckt. Umstellung ist Umstellung. Ein wie auch immer geartetes Zwischenstadium gibt es nicht. Die SWO Netz tut, was in ihrer Macht steht, um das Projekt weiterhin störungsfrei abzuarbeiten. Sie steht als Ansprechpartner jederzeit bei Terminfragen zur Verfügung. Allerdings ist sie bei allem guten Willen auf die Hilfsbereitschaft ihrer Kunden angewiesen.

Die sollten die SWO Netz unterstützen, denn die macht diese Arbeit nicht, um sie zu ärgern, sondern schlicht, weil ein fossiler Brennstoff zur Neige geht. Also, liebe SWO-Netz-Kunden: Einmal Zeit nehmen für den kurzen Besuch von Rolf und Kollegen, und schon bleibt die Wohnung warm.

Umstellung Lauf H-Gas
Die Erdgasumstellung ist notwendig, da die L-Gas-Vorkommen in den Niederlanden zur Neige gehen. Ab 2030 soll der Export von L-Gas nach Deutschland komplett eingestellt werden. Deshalb muss der gesamte Nordwesten Deutschlands von L-Gas (steht für low″ und hat einen niedrigeren Energiegehalt) auf das zukunftssichere H-Gas (steht für high″ = energiereicher) umgestellt werden. Auch Osnabrück legt den Hebel um in 2019 heißt es dann Hi, Gas″. Von der Umstellung betroffen sind auch Osnabrücks Umlandgemeinden, die aber die Umstellung mit ihren jeweiligen Netzbetreibern regeln. Bereits umgestellt hat zum Beispiel die Gemeinde Hilter im Südkreis.
Autor:
Dietmar Kröger


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