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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler streiken weiter für mehr Klimaschutz
Zwischenüberschrift:
Kultusministerium: Kein Grund für eine Beurlaubung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Kaltes Pflaster statt warme Schulbank: Rund 150 Schüler sind am Freitag in Osnabrück erneut in den Streik getreten und haben sich vor dem Rathaus versammelt. Um 13.15 Uhr zogen die Demonstranten durch die Innenstadt.

Um 10.30 Uhr trafen sich Schüler und Studenten vor dem Rathaus, um unter dem Motto „# FridaysForFuture″ („ Freitage für die Zukunft″) für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Vorbild des Protests ist die 16-jährige Greta Thunberg aus Schweden, die seit dem Sommer jeden Freitag in den Streik tritt und für mehr Klimaschutz kämpft. Ihrem Vorbild folgen weltweit immer mehr Schüler. Bundesweit waren es gestern nach Angaben der Initiative rund 25 000 Schüler in mehr als 50 Städten. Die Osnabrücker Schüler gehen seit Dezember freitags auf die Straße.

Um 13.15 zogen die Schüler durch die Innenstadt. Am Theater machte Jakob zur Heide, Student und einer der Organisatoren, in einer Rede deutlich, welche Folgen der Klimawandel bis 2050 für die Erde haben werde. Bis dann werde sich der Niederschlag um ein Viertel reduzieren. Auch ein Sprecher des Jugendbündnisses kam zu Wort sowie ein Vertreter der Lehrergewerkschaft GEW.

Einige Schüler, so berichtete Jakob zur Heide unserer Redaktion, hätten sich beurlauben lassen. Es sei ihm noch kein Schüler bekannt, der wegen der Teilnahme an einem der Streiks Konsequenzen zu tragen gehabt hätte. Viele Lehrer stünden hinter den Protesten, wenngleich sie sie während der Unterrichtszeit nicht unterstützen könnten.

Rückhalt bekommen die Aktivisten von den Grünen. Die Klimakrise ist die drängende Frage unserer Zeit. Und CDU und SPD vergeben jetzt auf allen Ebenen die Chance, ambitioniert zu handeln. Die jungen Menschen um die Klimastreiks haben das erkannt und versuchen, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen. Dafür haben sie unsere volle Solidarität″, wird Loreto Bieritz, Sprecherin der Grünen, in einer Mitteilung zitiert.

Auch die Linken solidarisieren sich mit den Osnabrücker Schülern. Die Lehrer, Eltern und Schulen fordern wir auf, etwaiges Fehlen der Schüler zu entschuldigen und nicht rigoros zu ahnden. Es geht hier um ein überaus wichtiges Ziel und die politische Meinungsäußerung einer Generation für ihre Zukunft″, so die Linken-Ratsfrau Heidi Reichinnek

Das Kultusministerium wies darauf hin, dass ein solcher Protest im Grundsatz nach dem Ende des Schulunterrichts stattfinden müsse. Wir begrüßen das Engagement der Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz sehr″, sagte eine Sprecherin. Doch lägen die Voraussetzungen für eine Beurlaubung vom Unterricht nicht vor.

Bildtext:
Etwa 150 Schüler sind am Freitagmorgen erneut in den Streik getreten und haben sich vor dem Rathaus versammelt.
Foto:
Mathis Gluch
Autor:
Jörg Sanders, Mathis Gluch


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