User Online: 1 | Timeout: 08:23Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kinderbeirat rügt Preise im Nettebad
 
Gezielte Ausgrenzung von Armen?
Zwischenüberschrift:
Herbe Kritik an der Nettebad-Preisgestaltung im Beirat für Kinderinteressen
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der neue Osnabrücker Beirat für Kinderinteressen hat in seiner konstituierenden Sitzung ein erstes Signal gesetzt. Einige Mitglieder des Gremiums äußerten den Verdacht, dass finanzschwache Familien im Nettebad als Gäste unerwünscht sind und deshalb über die Preisgestaltung gezielt ferngehalten werden. Die Praxis im Nettebad, die Zeit für den Familieneintritt auf exakt 90 Minuten zu begrenzen und jede weitere Minute mit Aufpreis zu belegen, mache die Kosten unübersichtlich. Der Beirat hatte sich die Familientarife in den wichtigen Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen der Stadt genauer angesehen und Verbesserungsbedarf erkannt.

Herbe Kritik an den Eintrittspreisen im Nettebad wurde jetzt in der ersten Sitzung des Osnabrücker Beirats für Kinderinteressen laut. Einige Mitglieder des Gremiums äußerten gar den Verdacht, dass finanzschwache Familien als Gäste unerwünscht sind und deshalb über die Preisgestaltung gezielt ferngehalten werden.

Osnabrück Zunächst aber standen Vorstandsneuwahlen an. Einstimmig gewählt wurden der Sozialpädagoge Markus Fischer-Kiepe vom Stadtteiltreff Haste als neuer Vorsitzender und Sabine Stahmeyer, Sozialarbeiterin bei der Awo, als seine Stellvertreterin. Markus Fischer-Kiepe kam direkt zum Einsatz und übernahm die Sitzungsleitung von Nils Bollhorn, der als Fachdienstleiter Jugend gemeinsam mit Karin Wank, ebenfalls Fachdienst Jugend, die Geschäftsleitung des Beirats ausübt.

Beim nächsten Tagesordnungspunkt, der Bestandsaufnahme über Familientarife bei Sport- und Kulturangeboten in Osnabrück, begrüßten die Beiratsmitglieder die vielfältigen Möglichkeiten der finanziellen Erleichterungen für Familien, wie die Jahreskarte für die Museen, mit denen Familien für 77 Euro beliebig oft Eintritt in alle städtischen Sammlungen erhalten wobei der Eintritt für Kinder und Jugendliche oft ohnehin frei ist, wie etwa im Museum am Schölerberg.

Auch die Nutzung der Stadtbibliothek am Markt und des Bücherbusses ist für unter 18-Jährige kostenfrei. Die Eintrittspreise des Zoos sah der Beirat differenzierter: Die Familienjahreskarte für 122 Euro sei zwar bei häufigem Zoobesuch sehr lohnend, allerdings erst mal ein Batzen Geld″, wie es Markus Fischer-Kiepe formulierte. Als für Familien unfassbar teuer″ empfindet er einen Einzelbesuch ohne Jahreskarte. Nina Frankenberg vom Stadtjugendring machte auf die jüngsten Preissteigerungen aufmerksam: Die Jahreskarte habe vor fünf Jahren noch 89 Euro gekostet.

Breiten Raum nahm in der Diskussion die Tarifstruktur bei den städtischen Bädern ein. Die Praxis im Nettebad, die Zeit für den Familieneintritt auf 90 Minuten zu begrenzen und jede weitere Minute mit Aufpreis zu belegen, mache die Kosten unübersichtlich. Durch diese Preisgestaltung könne ein Bade-Ausflug statt 16, 10 Euro leicht 32, 30 Euro kosten, was dem Maximalpreis in dem Bad entspreche.

Sabine Stahmeyer sieht das Nettebad zwar als ein Highlight, aber viele können nicht dahin. Die Preise sind kaum zu stemmen.″ Melanie Grimm vom Stadtjugendring empfindet das durchaus als gewollt: Die Preisgestaltung hat Struktur. Man hat das Publikum, das man haben will.″ Finanziell Schwache könnten sich den Eintritt nicht leisten und würden darüber ausgegrenzt diesen Eindruck hat auch Max Assmann (CDU).)

Bildtext:
Das Schwimmbecken im Nettebad wer hier in der Freizeit seine Bahnen ziehen möchte, muss vergleichsweise tief in die Tasche greifen.
Neuer Vorstand im Beirat für Kinderinteressen der Stadt Osnabrück: Markus Fischer-Kiepe und seine Stellvertreterin Sabine Stahmeyer (vorne). Hinter ihnen die Geschäftsführer Karin Wank (Fachdienst Jugend) und Nils Bollhorn (Leiter Fachdienst Jugend).
Foto:
Michael Gründel, Anke Herbers-Gehrs
Autor:
Anke Herbers-Gehrs


Anfang der Liste Ende der Liste