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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
Probleme bei Chipkarten-Einführung
Zwischenüberschrift:
Viele Bordrechner können das elektronische Abo-Ticket nicht auslesen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sie soll der Zettelwirtschaft ein Ende machen und außerdem das Schwarzfahren verhindern. Doch die zu Jahresbeginn in Osnabrück eingeführte Abo-Chipkarte für den Bus macht Probleme: Viele Bordrechner können das elektronische Ticket nicht auslesen. Die Stadtwerke reagieren.

Osnabrück 14 000 Inhaber von Dauerkarten für das Osnabrücker Stadtbusnetz sind zum 1. Januar 2019 vom Verkehrsbetrieb mit elektronischen Chipkarten ausgestattet worden. Die schwarz-goldenen Plastikausweise ersetzen gleichwertige Fahrscheine aus Papier. Damit erübrigt sich die bislang praktizierte vierteljährliche Ticketausgabe per Post. Gleichzeitig wird der Missbrauch von Abonnements erschwert: Denn während herkömmliche, von Kunden als verloren gemeldete Busfahrkarten leicht in falsche Hände geraten können, wird die persönliche Chipkarte bei Verlust einfach gesperrt und durch eine neue ersetzt.

Beim Auslesen der elektronischen Abos in den Bussen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) tauchten jetzt allerdings unerwartete Schwierigkeiten auf. In vielen Fällen seit Monatsbeginn konnte die Chipkarte nicht wie geplant vom Busfahrer am Bordrechner kontrolliert werden. Dadurch sei es zu Staus und Wartezeiten beim Einstieg″ gekommen, berichten Fahrgäste in sozialen Medien. In der Facebook-Gruppe Was ist los in Osnabrück? ist deshalb bereits vom Flop des Jahres″ die Rede.

Software-Update

Unsere Redaktion fragte bei den Stadtwerken nach und erhielt dort die Auskunft: Ein Softwareproblem ist Ursache für den Stotterstart der Abo-Chipkarte.

Wegen eines Abstimmungsfehlers war das Update für die Bordrechner nicht an alle VOS-Partner gegangen″, erklärt Sprecher Marco Hörmeyer. Das sei Ende vergangener Woche umgehend nachgeholt worden. Aktuell werde das Software-Update aufgespielt und getestet. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Tagen alles läuft.″

Im Stadtgebiet gebe es dann eine fast 100-prozentige Abdeckung″, so Hörmeyer weiter. Lediglich die Busse der RVM (Regionalverkehr Münsterland GmbH), die ebenfalls in Osnabrück fahren, seien aus technischen Gründen vorläufig von dem Chipkarten-System ausgenommen.

Die Stadtwerke weisen in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass gültige Chipkarten nicht zwingend an das Lesegerät gehalten werden müssen″ insbesondere bei großem Andrang an der Haltestelle. Darüber seien alle Abonnenten mit Auslieferung der Karten informiert worden. Hörmeyer: Beim Einstieg in den Bus soll es sowohl für die Kunden als auch die Fahrer keine grundsätzlichen Veränderungen gegenüber der vorherigen Situation geben.″

Die Chipkarte dient dem Osnabrücker Verkehrsbetrieb als Brückentechnologie. Im Laufe des Jahres sollen Stadtwerke-Abos auch als Handyticket verfügbar sein. Kunden haben dann die Wahl zwischen beiden Methoden. Darüber hinaus soll noch 2019 die optionale Bestpreis-Abrechnung kommen. Dann heißt es für die Fahrgäste: Beliebig oft Bus fahren, aber nur einmal im Monat dafür bezahlen und zwar nie mehr als nötig, nämlich pro Sieben-Tage-Intervall maximal den Preis für ein Wochenticket.

Bildtext:
Für manche Fahrgäste der Flop des Jahres″: Die zum 1. Januar 2019 in Osnabrück eingeführte Abo-Chipkarte für den Bus macht unerwartete Schwierigkeiten. Viele Bordrechner können das elektronische Ticket nicht auslesen.
Foto:
Stadtwerke Osnabrück
Autor:
Sebastian Stricker


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