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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein relativ sauberes Silvester
Zwischenüberschrift:
Feinstaubbelastung in Osnabrück steigt an Neujahr nur gering
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Auch in diesem Jahr ist die Belastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub in der Silvesternacht vielerorts massiv angestiegen. In Osnabrück blieb die Konzentration vergleichsweise gering. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe.

Osnabrück 853 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurden um 1 Uhr in Berlin-Friedrichshain gemessen die bundesweit höchste Konzentration in der diesjährigen Neujahrsnacht, wie aus Zahlen des Umweltbundesamts hervorgeht.

EU begrenzt Mittelwerte

In Osnabrück hingegen blieben die Stundenwerte in der Silvesternacht vergleichsweise niedrig, wie das Protokoll der Messstation am Schlosswall zeigt. Die höchste Belastung wurde mit je 34 Mikrogramm von 9 bis 11 Uhr am Neujahrstag erreicht, wie aus Zahlen des Lufthygienischen Überwachungssystems Niedersachsen hervorgeht.

Die EU gibt klare Grenzwerte vor: 35-mal pro Jahr darf die Feinstaubbelastung mehr als 50 Mikrogramm binnen 24 Stunden betragen. 40 Mikrogramm dürfen es am Ende des Jahres im Mittel sein. In keiner niedersächsischen Stadt wurde die Marke von 50 Mikrogramm am Neujahrstag überschritten. Die höchste Belastung gab es am Nachmittag des 1. Januar mit 43 Mikrogramm in Hannover.

Ein Grund für die geringe Belastung in Osnabrück sei das Wetter gewesen, sagt eine Sprecherin des Gewerbeaufsichtsamts in Hildesheim, das alle Daten sammelt, auf Anfrage unserer Redaktion. In der Nacht sei es windig gewesen, dadurch habe sich der Feinstaub verteilt. Zudem gab es in der Nacht teilweise Nieselregen.

Weniger Müll

Eine weitere Erklärung: Womöglich wurde in Osnabrück diesmal schlichtweg weniger geböllert. Diesen Eindruck hat zumindest Dirk Thöle, Einsatzleiter der Straßenreinigung beim Osnabrücker Servicebetrieb (OSB). Seine Mitarbeiter berichteten, sie hätten in diesem Jahr weniger Böller und Raketen kehren müssen und weniger Zeit dafür benötigt, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion.

In der Silvesternacht 2016/ 2017 waren die Feinstaubwerte in Osnabrück deutlich angestiegen. Sie kletterten bis zum Nachmittag auf 67 Mikrogramm. Im vergangenen Jahr waren die Werte sogar extrem niedrig und erreichten von 1 bis 2 Uhr gerade einmal 15 Mikrogramm. Auch damals hatten starker Wind und Regen die Belastung niedrig gehalten.

Dem Umweltbundesamt zufolge werden in der Silvesternacht etwa 4500 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das entspreche in etwa 15, 5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Menge.

Bildtexte:
Sieht schön aus, sorgt aber grundsätzlich für jede Menge Feinstaub: Silvesterfeuerwerk.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jörg Sanders


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