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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt stößt auf taube Ohren
 
Stadt will mehr Flüchtlinge aufnehmen – und darf nicht
Zwischenüberschrift:
Osnabrück erklärt sich erneut zum „sicheren Hafen″
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Die Stadt Osnabrück will ein sicherer Hafen″ für Flüchtlinge sein, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind. Dafür sei man bereit, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Eine entsprechende Erklärung an die Bundesregierung blieb unbeantwortet.

Osnabrück Die Stadt Osnabrück will erneut an die Bundesregierung schreiben und ihre Bereitschaft erklären, zusätzlich zur gesetzlich festgelegten Aufnahmequote Geflüchtete aufzunehmen, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind.

Anlass für diese erneute Willenserklärung ist ein Appell des Bündnisses Seebrücke, eines Zusammenschlusses diverser Osnabrücker Hilfsorganisationen, die seit dem Sommer auf die Situation der Flüchtlinge im Mittelmeer aufmerksam machen. Damals irrten mehrere Rettungsschiffe umher, da unter anderem Italien und Malta die Einfahrt verweigerten.

Zurzeit kreuzt wieder ein Rettungsschiff der deutschen Organisation Sea-Watch″ vor der Küste Maltas, ohne in einen Hafen einfahren zu dürfen. Die Sea-Watch 3″ hatte kurz vor Weihnachten 32 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. 17 weitere hat ein Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye″ gerettet, das nun ebenfalls auf dem Mittelmeer umherirrt. Die Niederlande haben sich schon bereit erklärt, einen Teil der Flüchtlinge von der Sea-Watch 3″ aufzunehmen allerdings nur, wenn andere EU-Staaten es ihnen gleichtun. Das Bundesinnenministerium hat sich ähnlich geäußert, in einen Hafen einfahren durften die beiden Schiffe bis Donnerstagabend trotzdem noch nicht.

Ratsauftrag

Das Bündnis Seebrücke will daher Taten sehen. Im August hatte die Stadt Osnabrück sich nach dem Vorbild anderer Großstädte per Ratsbeschluss solidarisch mit der Initiative Seebrücke erklärt gegen die Stimmen von CDU/ BOB und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU).

Griesert schrieb auch das war Auftrag des Rates Anfang September einen Brief an die Bundesregierung und erklärte darin die Bereitschaft der Stadt Osnabrück, als sicherer Hafen für Geflüchtete zu dienen″, wie die Stadt mitteilte. Eine Reaktion blieb jedoch aus.

Wir sind froh, dass wenigstens die Stadt sich bewegt″, sagte Michael Bünte vom Bündnis Seebrücke nach einem Telefonat mit Stadtvorstand und OB-Vertreter Wolfgang Beckermann, der ihm am Donnerstag zusicherte, erneut an die Bundesregierung zu schreiben. Kurz darauf machten Bünte und elf seiner Seebrücke-Mitstreiter vor dem historischen Rathaus noch einmal auf die Situation der Geflüchteten aufmerksam. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind 2018 mindestens 2242 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen (Stand: 19. Dezember).

Am Mittwoch, 9. Januar, führt die Gruppe Theater in der List″ aus Hannover um 19 Uhr in der Lagerhalle das Stück Das Boot ist voll″ auf. Der Eintritt zur Vorstellung um 19 Uhr ist frei, Spenden sind erwünscht.

Bildtext:
Das Bündnis Seebrücke macht seit Sommer 2018 immer wieder auf die Situation von Flüchtlingen im Mittelmeer aufmerksam so auch am Donnerstag vor dem Rathaus.
Foto:
Dorn
Autor:
Sandra Dorn


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