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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Böser kleiner Bruder der Erwärmung″
Zwischenüberschrift:
Ausstellung über Ozeanversauerung gastiert im Museum am Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Wanderausstellung Ozeanversauerung Das andere Kohlendioxid-Problem″ gastiert vom 9. Januar an im Museum am Schölerberg.

Osnabrück In der Ausstellung mit Aufnahmen der Naturfotografen Solvin Zankl und Nick Cobbing zeigt der Verbund Bioacid, der sich dem Phänomen der Ozeanversauerung widmet, wie seine Mitglieder den Wandel der Ozeane und die Folgen für Ökosysteme, Gesellschaft und Wirtschaft untersuchen. Zankl und Cobbing veranschaulichen die Forschungsarbeiten in Aufnahmen von Kleinstorganismen unterm Foto-Mikroskop bis hin zu unwirklichen Forschungsstationen in der eisigen Kälte Spitzbergens.

Vom 9. Januar bis 28. April ist die Ausstellung nach Angaben der Stadt Osnabrück im Museum am Schölerberg zu sehen. Zur Eröffnung am Dienstag, 8. Januar, um 19.30 Uhr berichtet Lennart Bach vom Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel in einem Vortrag von der Entstehung, Konsequenzen und möglichen Lösungen der Ozeanversauerung. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

Zum Hintergrund erläutert die Stadt in einer Pressemitteilung, dass weltweit immer mehr CO2 in die Atmosphäre gelange. Die Folge: Das Erdklima erwärmt sich. Als böser kleiner Bruder der Erwärmung″ gilt demnach die Ozeanversauerung. Der Ozean nimmt etwa 30 Prozent des Kohlendioxids auf, das Menschen jedes Jahr freisetzen. Dieser unbezahlbare Service mildert die globale Erwärmung. Aber das Treibhausgas verursacht im Wasser eine folgenreiche chemische Reaktion: Das Meer wird saurer.

Der britische Fotograf Nick Cobbing begleitete 2010 ein Freiland-Experiment zur Ozeanversauerung in Spitzbergen. In sogenannten Kosmos-Mesokosmen, schwimmenden Riesen-Reagenzgläsern″, simulierten Forscher einen Versauerungs-Grad, der in den kommenden Jahrzehnten eintreten könnte.

Solvin Zankl, international renommierter Naturfotograf aus Kiel, eröffnet in seinen Beiträgen zur Ausstellung einen Einblick in die Welt des Planktons. Mit seinem Foto-Mikroskop setzt er Plankton-Organismen in Szene, die mit bloßem Auge kaum auszumachen sind. Außerdem besuchte er auf Expeditionen mit Deutschlands einzigem bemannten Forschungstauchboot Jago″ Kaltwasserkorallen vor der norwegischen Küste und fing das prallbunte Leben tropischer Korallenriffe ein.

QR-Codes führen Besucher der Ausstellung per Smartphone zu Bildbeschreibungen und einfach verständlichen Hintergrundinformationen in einer internetbasierten Web-App. Der Eintritt zu der Ausstellung ist im Ticket für das Museum am Schölerberg enthalten. Weitere Infos zum Thema Ozeanversauerung online unter ozeanversauerung.de.

Bildtexte:
LEBENDIGER WIRBEL: Der renommierte Naturfotograf Solvin Zankl fotografierte dieses Korallenriff in Raja Ampat (Indonesien). Tropische Korallenriffe verlieren durch Ozeanversauerung zwei Drittel ihres Zooplanktons Kleinstorganismen, die eine wichtige Nahrungsquelle für Fische und Korallen darstellen.
Um die Auswirkungen der Ozeanversauerung zu untersuchen, setzten Forscher sogenannte Kosmos-Mesokosmen, Riesen-Reagenzgläser″, im Raunefjord in Norwegen ein.
Fotos:
Stadt Osnabrück/ Solvin Zankl
Autor:
Sebastian Philipp


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