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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Besser eine neue Halle bauen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel „, Wir bauen keine Lagerhalle′ Warum kostet die Theatersanierung 80 Millionen Euro? Eine erste Bestandsaufnahme″ (Ausgabe vom 4. Dezember).

Wieder mal steht das Osnabrücker Theater in der Diskussion. Wieder mal geht es ums Geld. Es ist ein schöner und wichtiger Teil des Lebens in unserer Stadt, dieses Theater mit seinen engagierten Theatermachern zu haben. Das lassen wir uns was kosten. Das Theater verkauft in jedem Jahr Eintrittskarten für stattliche 2, 5 Millionen Euro und braucht zusätzlich noch mal zehn Millionen Euro als regelmäßigen jährlichen Zuschuss. So weit, so gut. Doch ganz ohne Frage müsste man die Osnabrücker Kulturszene als ärmlich bezeichnen, wenn es da nicht noch die Angebote der Lagerhalle, des Rosenhofs, der Kleinen Freiheit, des Cinema-Arthouse und all der anderen gäbe. Das Theater ist nur ein Puzzlestein in diesem bunten Bild. Was unserer Stadt vollständig fehlt, ist eine Halle, in der in angemessenem Rahmen größere Kultur- und Sportveranstaltungen stattfinden können. Nachbarstädte wie Oldenburg, Bielefeld oder Lingen zeigen da den Weg. Was hat das jetzt mit dem Theater zu tun? Ganz einfach, die Stadt Osnabrück kann unser Geld nur einmal ausgeben. Als die Stadt Lingen 2013 vermeldete, für 20 Millionen Euro die Emslandhalle gebaut zu haben, beglückte uns unser Bürgermeister mit der frohen Nachricht, dass die Renovierung unserer viel zu kleinen Stadthalle für 30 Millionen Euro abgeschlossen sei. Seitdem geben sich in der Emslandhalle hochkarätige Künstler die Klinke in die Hand, nicht jedoch bei uns. Jetzt geht es wieder um Investitionen. Bürgermeister und Verwaltung sind sich einig darin, dass es keine Alternative dazu gibt, 80 Millionen Euro in unser altes Theater zu stecken. Hier muss der Stadtrat auf die Bremse treten. Auch ohne diese Baumaßnahme wird das Theater seinen Spielbetrieb in gewohnter Qualität aufrechterhalten können. Auch ohne weitere Zuschüsse wird es zum Beispiel gelingen, angemessene Sozial- und Probenräume für die Künstler zu schaffen. Allein die Planungskosten für den Umbau sollen 20 Millionen Euro betragen. Die Stadt würde ein echtes Signal setzen, wenn sie für dieses Geld zum Beispiel am Standort der Halle Gartlage eine neue große Halle wie die Emslandarena oder die EWE-Arena errichten würde. Vielleicht würde die Halle, wegen gestiegner Baukosten, heute sogar 30 Millionen kosten. Doch die wären kalkulierbar, weil es eben ein Neubau wäre. Auch bei dieser Halle könnte man sicher über Zuschüsse, Sponsoring und so weiter nachdenken. Bloß irgendjemand sollte halt mit dem Nachdenken anfangen.″

Volker König

Osnabrück

Bildtext:
80 Millionen Euro soll die Sanierung des Theaters in Osnabrück kosten. Wäre es da nicht sinnvoller, eine neue Veranstaltungshalle zu bauen?
Foto:
Swaantje Hehmann
Autor:
Volker König


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