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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schule schwänzen für das Weltklima
 
„Bewusst etwas Illegales tun″
Zwischenüberschrift:
Wie Greta aus Schweden: Osnabrücker Schüler schwänzen für mehr Klimaschutz
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Rund zwei Dutzend Schüler und Studenten haben gestern vor dem Rathaus für mehr Klimaschutz demonstriert. Nach dem Vorbild der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg schwänzten die Schüler in der Gruppe dafür den Unterricht und gehen damit ganz bewusst auf Konfrontationskurs.

Schüler und Studenten aus Osnabrück und dem Osnabrücker Land haben gestern Vormittag vor dem Rathaus für einen besseren Klimaschutz und für einen Kohleausstieg gestreikt. Ihr Vorbild ist die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg. Nicht alle Lehrer waren von der Aktion ihrer Schüler begeistert.
Osnabrück Es ist kalt an diesem Freitagvormittag. Mit Decken, dicker Kleidung und Tanzen zu Musik versuchen die Schüler und Studenten, sich warm zu halten. Rund 25 Schüler von der Gesamtschule Schinkel, dem Gymnasium In der Wüste″, der Freien Waldorfschule in Evinghausen oder der IGS Eversburg haben sich an der Treppe, die zum Rathaus führt, versammelt. Sie halten Pappschilder hoch: Schulstreik fürs Klima″ oder: Wir bleiben hier, bis gehandelt wird″. Alles wirkt etwas improvisiert und das ist es auch.

Unsere Entscheidung, heute zusammenzukommen, ist eigentlich erst am Donnerstag gefallen″, sagt Johanna Renard. Keine Organisation stehe hinter dem Streik, keine Erwachsenen, die hier die Planung übernommen haben die Initiative kam von den Schülern selbst. Über soziale Netzwerke wie Snapchat und Instagram haben sie sich kurzgeschlossen. Wir machen hier bewusst etwas, das illegal ist″, sagt die 16-jährige Schülerin von der Waldorfschule. Und: Nicht alle ihre Lehrer hätten Verständnis für die Aktion gezeigt.

Viele von uns waren schon auf Demonstrationen, aber wir haben das Gefühl, dass wir ein bisschen provokant sein müssen, weil sonst nichts passiert. Und warum sollen wir für eine Zukunft lernen, in der wir nichts mehr mit unserem Wissen anfangen können?″, sagt Johanna Renard. Dass ihr Schwänzen Konsequenzen haben könnte, nehmen die Schüler dabei bewusst in Kauf.

Die Osnabrücker Schulen haben zumindest bis gestern Mittag noch nicht entschieden, ob und wie sie auf die Verstöße gegen die Schulpflicht reagieren werden. Schwänzen …″ – Udo Cronshagen überlegt einen Augenblick. Letztlich sind die Schüler ja für ihre Rechte eingetreten″, sagt der Schulleiter der Gesamtschule Schinkel. Man müsse sich die Sache erst einmal im Einzelnen anschauen.

Mit ihrem Streik haben sich die Osnabrücker Schüler einer bundesweiten Protestbewegung angeschlossen. Deren Vorbild ist die schwedische Aktivistin Greta Thunberg, die seit Monaten immer freitags mit einem Schulstreik″ für wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel kämpft. Während im polnischen Kattowitz die UN-Klimakonferenz in die heiße Phase geht, hat die junge Schwedin dazu aufgerufen, sich an dem Streik zu beteiligen. Auch die Osnabrücker wollen nun dem Hashtag FridaysForFuture″ folgen und künftig an jedem Freitag demonstrieren, statt in die Schule zu gehen.

Bildtext:
Schüler und Studenten aus Osnabrück sind gestern in Streik getreten sie fordern einen besseren Umweltschutz, da sie vom Klimawandel ihre eigene Zukunft (englisch: Future) bedroht sehen.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Cornelia Achenbach


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