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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Politikern von gestern die Rote Karte zeigen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Osnabrücks Frischluftlieferant ist in Gefahr″ (Ausgabe vom 4. Dezember).

Man muss kein Pessimist sein, um festzustellen, dass die Staatengemeinschaft nicht in der Lage sein wird, den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen. Die Folgen werden besonders unsere Kinder und Enkelkinder in irgendeiner, bisher kaum wirklich absehbaren Form treffen. Auch wir in Osnabrück sind also gut beraten, wenn wir uns möglichst umgehend mit Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung beschäftigen und diese auch so schnell wie möglich umsetzen. Ein Weißbuch′ dazu stellt das städtische Klimagutachten Teil B aus dem Jahr 2017 dar. Hier hat die GEO-NET Umweltconsulting GmbH aus Hannover in einer sorgfältigen Arbeit 27 Maßnahmenempfehlungen davon 14 sogenannte Schlüsselmaßnahmen aufgelistet, die geeignet sind, das Wohnen und Leben in Osnabrück auch dann noch erträglich zu machen, wenn die Wetterextrema in den kommenden Jahren zunehmen.

Wem helfen da 5000 neue Wohnungen in der Stadt, wenn man dort vor Hitze nicht schlafen, wegen fehlender Frischluftzufuhr kaum noch atmen und Bäume nur noch virtuell auf dem Plasma-TV sehen kann? Für jeden Lösungsansatz ist entscheidend, dass nicht Klein-Fritzchens Totschlagargumente die Diskussion dominieren, sondern alle Facetten ausgeleuchtet werden.

Dazu bedarf es dringend eines Innehaltens, während dessen nicht durch noch mehr Beton Versickerungsflächen und Frischluftschneisen vernichtet werden, sondern ein Stadtentwicklungsplan erarbeitet wird, der: 1. Grünflächen und Biotope in der Stadt Osnabrück aufzeigt und unter wirksamen Schutz stellt, 2. dem Erhalt und Ausbau der , Grünen Finger′ zur Belüftung des Innenstadtbereiches absoluten Vorrang vor dem Konzept , verdichtete Bebauung′ einräumt, 3. bestehende Wasser-Auffangbereiche unter Schutz stellt und zusätzliche Pufferflächen ausweist, die Folgen von Starkregenfällen sowie Trockenperioden begrenzen können, 4. gestützt durch eine Satzung, die Bäume in der Stadt Osnabrück sowohl auf kommunalen wie auch privaten Grundstücksflächen wirksam schützt, 5. für die einzelnen Stadtteile auch die entsprechende Infrastruktur (zum Beispiel mit Geschäften für den täglichen Bedarf) vorsieht.

Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern leider bereits später. Betroffen macht dabei, dass die CDU-Spitze offenbar nicht nur das oben angesprochene Klimagutachten völlig ignoriert, sondern auch nach dem Motto , Augen zu und mit Karacho gegen die Wand! verfährt. Es bleibt nur zu hoffen, dass auch in der CDU einige Ratsmitglieder diesen Politikern von gestern endlich die Rote Karte zeigen.″

Klaus-H. Bick

Osnabrück
Autor:
Klaus-H. Bick


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