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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gipfel unseriöser Umweltpolitik
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Dr. Steffen Grüner Das Problem nur verlagert″ (Ausgabe vom 15. Oktober) sowie zum Artikel Grünes Licht für neue Ampeln″ (Ausgabe vom 1. November) erhielten wir eine Zuschrift von Klaus Kuhnke vom Solarenergieverein Osnabrück.

Zeitgleich zum Leserbrief von Steffen Grüner über Stickoxid-Grenzwerte erschien in der , NOZ′ die Meldung über das neue umweltsensitive Verkehrsmanagement-System (UVM). Die Kritik am NOx-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, die der Leserbrief-Autor aus dem , Ärzteblatt′ zitiert, greift offensichtlich zu kurz. Denn man muss kein Mediziner sein, um zu wissen, dass das Leiden und Sterben von Rauchern und anderen Patienten einem komplexen physiologischen Wirkungsgefüge gehorcht und auf keinen Fall einfach linear bis zum Tode zu extrapolieren ist. Von ärztlicher Seite hätte ich mir da schon seriösere Argumente gewünscht. Gleichwohl: Bestehende Grenzwerte bei passender Gelegenheit wissenschaftlich zu überprüfen sollte ehrenvolle Pflicht sein für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Aber Grenzwerte einfach hochzusetzen par ordre de Mutti weil sie politisch gerade nicht passen, ist der Gipfel unseriöser Umweltpolitik.

Es braucht also Maßnahmen gegen die zu hohe NO2 - Konzentration in unserer Innenstadt. Da kommt die neue Ampelsteuerung, die der Rat für Osnabrück beschlossen hat, gerade recht: das umweltsensitive Verkehrsmanagementsystem UVM.

Mit keinem Wort jedoch erwähnt der Artikel zum UVM eine mindestens ebenso wichtige Aufgabe des Verkehrmanagements: endlich den Bussen eindeutig Vorrang zu geben vor dem Individualverkehr. Das macht die Busse schneller und attraktiver. Und erst wenn die Autofahrer sehen, wie zügig Busfahren geht, statt im Stau zu stehen, werden sie bereit sein umzusteigen. Vom Auto in den Bus, vom Auto aufs Fahrrad oder Pedelec. Und weniger Autos in der Innenstadt: Das löst das NO2 - Problem, das mindert die Ruß- und Lärmbelastung und wäre eine wirksame Energiesparmaßnahme, die der Stadt Osnabrück mit ihren selbst gesetzten Klimazielen gut anstünde.

Doch wie man hört, ist dies gerade nicht Teil der Beschaffungskriterien für das neue Verkehrsmanagementsystem. Das wäre allerdings eine vertane Chance. Dann bleibt uns wohl wieder nichts anderes übrig, als selber die Verkehrswende von unten zu praktizieren. Pedelecfahren ist übrigens nicht nur gesund und geht schnell, es macht auch Spaß. Liebe Autofahrer, probiert es doch mal.″

Klaus Kuhnke

Osnabrück
Autor:
Klaus Kuhnke


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