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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Initiative startet „Aktion Denkzettel″
Zwischenüberschrift:
Kampf um Erdkabel statt Höchstspannungsleitung in der Region geht weiter
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Der Kampf des Bürgerinitiativen-Zusammenschlusses Keine 380-kV-Leitung am Teuto″ zugunsten der Verlegung eines Erdkabels in der Region geht unvermittelt weiter. In diesen Tagen starten die Aktivisten entlang der geplanten Höchstspannungsleitung die Aktion Denkzettel″, mit der die Politik an ihr Versprechen erinnert werden soll, sich für mehr Erdverkabelung einzusetzen.

Mit einer Roten Karte sollen die politisch Verantwortlichen in Berlin erinnert werden, dass sie sich noch intensiver für eine Erdverkabelung in unserer Region einsetzen müssen und sollen″, betonte Initiativensprecher Frank Vornholt in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Vor diesem Hintergrund habe die Initiative 5000 rote Denkzettel für die nächste Wahl″ drucken lassen, die ab sofort in mehreren Geschäften in den Orten entlang der geplanten neuen Stromtrasse ausliegen. In Bissendorf ist die Aktion schon vielversprechend gestartet. Jetzt ziehen auch Wellingholzhausen, Borgloh, Lüstringen und Borgholzhausen nach″, kündigte Vornholt an.

Die Initiativen rufen alle Bürger auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Mitmachen ist einfach: Die an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier adressierten Roten Karten″ müssen, mit Absender versehen, in dafür bereitstehende Kästen geworfen werden. Wir werden dazu die jeweiligen Bundestagsabgeordneten, wie zum Beispiel André Berghegger (CDU), Rainer Spiering (SPD), Filiz Polat (Grüne) oder auch Matthias Seestern-Pauly (FDP) einladen und ihnen die großen Beutel mit den ausgefüllten Karten übergeben″, kündigte Vornholt an. Die regionalen Abgeordneten werden dann gebeten, die Karten gesammelt an Altmaier zu übergeben.

Das Interesse an der Aktion ist bereits im Vorfeld groß: Die bislang gedruckten 5000 Karten reichen nicht aus. Wir haben nochmals die gleiche Menge nachdrucken lassen″, beschreibt Vornholt die Situation: Wir hoffen natürlich, dass wir jede Menge zurückbekommen werden.″

Hintergrund der Aktion Denkzettel″ ist die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ausgehandelte Vereinbarung, wonach sich die Groko für mehr Akzeptanz beim Netzausbau einsetzen und zu dessen Beschleunigung beitragen wolle, indem mehr Erdverkabelung ermöglicht werden soll.

Mittlerweile ist seit der letzten Bundestagswahl mehr als ein Jahr vergangen, eine Umsetzung der Vereinbarung im Koalitionsvertrag zur Erdverkabelung sei bislang aber nicht erkennbar: Im Gegenteil: Auf dem Netzgipfel wurden zwischen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und den Vertretern der Länder verschiedene Maßnahmen für eine deutliche Beschleunigung des Netzausbaus vereinbart. Mit keinem Wort wurde hierbei auf einen stärkeren Einsatz der Erdverkabelung eingegangen″, äußern sich Frank Vornholt und Christian Bräke.

Die Bürgerinitiative Keine 380-kV-Leitung am Teuto″ hat sich daher entschlossen, mit der Aktion Denkzettel″ den Bundeswirtschaftsminister an die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zu erinnern.

Bildtext:
Die Aktion Denkzettel″ ist gestartet.
Foto:
Bürgerinitiative
Autor:
Simone Grawe


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