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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schnäppchenjagd zu später Stunde
Zwischenüberschrift:
Großer Andrang auf dem Nachtflohmarkt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Einkaufsbummel zwischen Mondund Kerzenschein: Der Nachtflohmarkt lockte am Wochenende wieder Tausende Besucher in die Innenstadt. Ähnlich wie man sich in Urlaubsorten seinen Liegestuhl mit Strandlaken reserviert, machten es Hobby-Händler am frühen Samstagmittag mit ihren Wunsch-Ständen: Bereits zwischen elf und zwölf Uhr bauten die Ersten ihre Stände auf und warteten, bis das Feilschen und Handeln endlich beginnen konnte.

Auch wenn die Stadt es erst ab 21 Uhr gewährte, wechselten viele Waren schon am späten Samstagnachmittag ihren Besitzer. Die Stände rund um die Katharinenkirche waren besonders früh dabei. In der Großen Straße und im Bereich der Kamp-Promenade hielt man sich eher an die vorgegebenen Zeiten. Wohl auch gezwungenermaßen schließlich wollten sich die Einzelhändler nicht in ihrem Samstagsgeschäft behindern lassen.
Wer pünktlich dabei sein wollte, musste Wartezeit in Kauf nehmen. Das war Susanne Rinn und ihrer Familie klar. Seit vier Jahren kommen sie immer so früh zum Flohmarkt, dass ihnen der Stand neben dem Tiefenrausch″ gesichert ist. Wir waren schon gegen zwölf Uhr hier″, erzählte die junge Mutter acht Stunden später und nun war das bunte Flohmarkt-Treiben endlich voll im Gang.
Das Warten lohne sich auf jeden Fall: Es gibt nette Standnachbarn, und das Be- und Entladen klappt hervorragend! Die ganze Nacht wollte sich die junge Familie dieses Jahr aber nicht um die Ohren schlagen. Töchterchen Charlotte (3), das erstmals dabei war, sei nur ein Grund für diese Entscheidung. Es lohnt sich auchnicht wirklich″, sagte Susanne Rinn. In den vergangenen Jahren hatten sie gemerkt, dass das größte Geschäft gleich am Samstagabend und in der frühen Nacht laufe.

Viel Gebasteltes

Genau das bestätigt auch ein Besuch am Sonntagvormittag: Nicht mal die Hälfte der Stände waren im Vergleich zur Mitternachtsstunde noch vor Ort. Während sich die meisten Hobby-Händler auf den üblichen Verkauf von Haushaltswaren, Kinderkleidung, Spielsachen, Büchern und Schallplatten konzentrierten, nutzten einige Leute auch das Angebot, selbst gemachtes Kunsthandwerk zu verkaufen.
Das hat in letzter Zeit auf vielen Flohmärkten zugenommen″, berichtete Sandra Windoffer. Die Osnabrückerin lebt inzwischen in Leipzig und hatte am Wochenende ein Heimspiel. Seit einem Jahr näht die 32-Jährige Accessoires, überwiegend für Kinder. Wickeldecken, kleine Täschchen oder Dinkeltiere für die Mikrowelle hatte sie am Samstag mit dabei.
Inga Kuchner verkaufte Acryl-Bilder. Ich habe sie extra für die Flohmärkte gemalt″, erzählte die 26-Jährige. Im Moskaubad hatte sie ihre bunten Werke ebenfalls schon im Angebot.
Joachim Stockstrom bot Kunsthandwerk aus Afrika. Typische Wandbehänge, Herero-Puppen und Schmuckartikel, die Straßenkinder und Frauen in Namibia angefertigt haben, hatte der Osnabrücker von dort mitgebracht. Die Kinder und Frauen werden von der von seiner Frau gegründeten Hilfsorganisation Victory Women′ s Movement″ unterstützt. Der Erlös der Flohmarkt-Artikel kommt ihnen wieder zugute.

Bildtexte:
Ihren Stammplatz am„Tiefenrausch″ sicherten sich Susanne Rinn, Sebastian Ortner und Töchterchen Charlotte am Samstag für den Flohmarkt. Mit den Standnachbarn ist man dort mittlerweile bekannt..
Puppen, Wandbehänge und Schmuck aus Namibia bot Joachim Stockstrom zum Verkauf an.
Fotos:
Hermann Pentermann
Autor:
Stefanie Hiekmann


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