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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Moorbrand bei Meppen ist gelöscht
Zwischenüberschrift:
Bundeswehr wiederholt Fehler
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 91) bei Meppen ist gelöscht. Das hat die Bundeswehr gestern bekannt gegeben. Beim Vergleich mit dem Brand im selben Gebiet im Juli 2010 fallen große Ähnlichkeiten auf.

Meppen Schon 2010 hatte die Feuerwehr der WTD zwei Wochen lang vergeblich versucht, die bei Waffentests am 7. Juli im Moorgebiet Tinner und Staverner Dose entstandenen Brände zu löschen. Am 9. Juli 2010 erklärte die WTD-Leitung, die Feuer seien unter Kontrolle. Diese Behauptung wurde am 12. Juli 2010 wiederholt. Das Problem ist, dass die Glutnester oberirdisch oft gar nicht sichtbar sind″, sagte am 22. Juli 2010 der stellvertretende Dienststellenleiter Heinz Klein nach einer Anfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung, denn das Moor brannte immer noch.

Schließlich wurde wie dann auch in diesem Jahr das Technische Hilfswerk (THW) gerufen, um die Löschwasserversorgung in dem schwer zugänglichen Gelände zu verbessern. Hinzu kamen, ebenfalls wie 2018, Soldaten des Pionierbataillons 164 aus Husum, die mit großem Aufwand die Glutnester bis Ende Juli 2010 löschen konnten.

Viel verändert hat sich seitdem nicht. Um die Folgen von Moorbränden zu vermindern, wurde in der Tinner und Staverner Dose der Wasserabfluss vermindert, was im extrem trockenen Sommer 2018 nur wenig nutzte. Bei der Pressekonferenz gestern in Meppen wies Barbara Schmidt, Leitende Regierungsdirektorin im Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, darauf hin, das sich wegen des seit 2010 erhöhten Wasserstands im Moor der Brand nicht tiefer als 40 Zentimeter in die Torfschichten einfressen konnte.

Ausfall von Löschraupen

Das Problem mit den Löschraupen, die in der Frühphase des Brandes 2018 ausfielen, ist nicht neu. Bei einem Flächenbrand im Moor im Oktober 2007 fiel ebenfalls so ein Fahrzeug aus. Aber anders als 2010 und 2018 rief die Dienststellenleitung sofort die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden zu Hilfe, die den auf sechs Quadratkilometer ausgedehnten Brand noch am selben Tag löschten. Dazu konnten sich die Verantwortlichen 2010 und 2018 erst nach zwei Wochen entschließen.

Wir haben nicht schnell genug die Hilfen der Feuerwehren angefordert″, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Meppen am 22. September. Dort hat sie eine lückenlose Aufklärung″ der Vorkommnisse angekündigt. Eine Taskforce der Bundeswehr arbeitet seitdem daran, während gleichzeitig die Staatsanwaltschaft Osnabrück die juristische Verantwortung prüft.
Autor:
Manfred Fickers


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