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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Gaststube in der alten Schmiede
Zwischenüberschrift:
Das Landhaus Mehring an der Iburger Straße wurde 1891 eröffnet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Bis heute wird das Landhaus Mehring an der Iburger Straße betrieben. Seine Geschichte reicht mehr als 100 Jahre zurück

Auf dem Weg ins Waldesgrün wurde an Sonn- und Feiertagen im Kaffeehaus von Franz Mehring halt gemacht″, so schrieb ein Redakteur im März 1963 im Osnabrücker Tageblatt. Mehring war gelernter Schmied, der sich 1888 entschlossen hatte, Gastwirt und Besitzer eines Kaffeehauses zu werden.
Mehring, in Sutthausen geboren, erwarb die alte Schmiede, in der er gearbeitet hatte, und baute im Wohnhaus eine Gaststube ein. Am 28. März 1891 erwarb er die Konzession. Bald war das Haus sehr beliebt. Frauen kamen mit bunten Sonnenschirmen vorbei, Männer mit eleganten Spazierstöcken und die Kinder in Marinekleidchen und Matrosenanzügen. Nur wenige legten damals den Weg mit dem Veloziped″ genannten Fahrrad zurück. Vom Harderberg aus hatten sie eine gute Aussicht über die Felder und Wälder bis nach Osnabrück. Das Gasthaus liegt an der Iburger Straße kurz vor der Stadtgrenze nach Georgsmarienhütte.
Für angenehme Gastfreundlichkeit sorgte nach der Eröffnung nicht nur Franz Mehring mit seiner tüchtigen Art, sondern auch seine Frau Gertrud, geborene Dreckkötter. Nach ihrem Rezept wurde der Bauernstuten gebacken, den die Gäste gern bestellten. Gertrud führte das Kaffeehaus weiter und baute es aus, als ihr Mann 1915 gestorben war. Als sie zwanzig Jahre später bestattet wurde, übernahmen die Töchter Sophie und Anna die Schankwirtschaft.
Aus Altersgründen gaben sie ihr Elternhaus 1976 an Heinz Plate und seinen Sohn Werner ab. Heinz Plate führte bereits seit 1952 das Kaffeehaus Waldesruh. Vater und Sohn betrieben das Kaffeehaus Mehring ganz im Sinne der Schwestern weiter.
Seit das Gasthaus 1983/ 84 umfangreich renoviert und ausgebaut wurde, trägt es den Namen Landhaus Mehring″. Im April 1991 feierten die Wirtsleute ein Fest zum 100-jährigen Bestehen des Hauses. Damals, so verkündeten die Betreiber stolz, konnten die Gäste auch auf einer überdachten Terrasse Platz nehmen.
Zur Feier des Tages veranstaltete die Familie Plate eine Verlosung für Stammgäste, die einige Fragen zur Geschichte des Hauses beantworten mussten. Zu gewinnen gab es einen Gutschein über 30 Mark oder auch ein belegtes Brot nach Wahl zubereitet nach dem Rezept von Gertrud Mehring.

Bildtext:
Bis heute kehren Ausflügler im Gasthaus Mehring am Harderberg ein.
Foto:
Klaus Lindemann
Autor:
Marie-Luise Braun


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