User Online: 1 | Timeout: 06:00Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Läden zu, dennoch einiges los
Zwischenüberschrift:
Charity-Meile und Food-Festival in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zwar wurde der verkaufsoffene Sonntag vom Gericht untersagt, die Charity-Meile und das Street-Food-Fest lockten dennoch viele in die Stadt.

Osnabrück Die endgültige gerichtliche Entscheidung, dass die städtische Begleitveranstaltung Osnabrück tut Gutes″ kein Anlass für eine Ladenöffnung sei, fiel erst am Freitag. Damit musste der verkaufsoffene Sonntag ausfallen. Das weitere Programm für die Innenstadt war davon nicht betroffen: 29 Organisationen und Einrichtungen präsentierten sich auf der Charity-Meile zwischen Neumarkt und Theater. Die Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH (OMT) kooperiert dabei mit dem Zoo Osnabrück. Auszubildende aus dem Einzelhandel der Berufsbildenden Schulen (BBS) am Pottgraben beispielsweise hatten verschiedene Stände zugunsten des Spendenprojektes Löwen für Löwen″ aufgebaut.

Besonders gut kamen die Helium-Ballons der Berufsschüler bei Kindern an. Dennoch waren die Schüler teilweise frustriert: Für uns hat die Entscheidung unsere Planung umgeworfen, wir hatten alles bei L+ T untergebracht″, so Nicolas Bartling. Und wir hatten schon entsprechend Lebensmittel eingekauft″, so Vanessa Bredon. Anastasia Hermann meinte: Ich glaube, je mehr Leute kommen, desto mehr bleiben auch bei den Ständen stehen.″ Der Meinung war auch Hermann Große-Marke von der Osnabrücker Tafel, der dennoch zufrieden war und die Charity-Meile″ an sich als Einrichtung lobte.

Schüler Fred Bauland war zudem aufgefallen, dass viele Besucher von der Absage des verkaufsoffenen Sonntags nichts mitbekommen hätten. Das war auch die Erfahrung von Dolores Comiotto vom Eiscafé Dolomiti: Viele haben gefragt, wann denn die Läden öffnen würden, und waren enttäuscht, dass sie nicht einkaufen konnten.″ Comiotto war es auch, denn sie hatte extra viel Eis fürs Wochenende gemacht. Heike Köhler von der Krebsstiftung hingegen hatte den Eindruck, die Besucher seien gut informiert und mit dem Wissen in die Stadt gekommen, dass die Geschäfte geschlossen blieben. Uta Westerhold vom Prelle Shop berichtete von vielen expliziten Nachfragen und Anrufen aus dem Umland, ob der verkaufsoffene Sonntag stattfinde. Bei einem Großteil der Kunden ist insbesondere die kurzfristige Absage auf Unverständnis gestoßen″, so Westerhold.

Martha-Luisa (3) waren die Geschäfte egal. Ihre Eltern hatten für sie beim Stand des Zoos einen Spielzeug-Tiger ausgeliehen. Damit hoppelte sie glücklich durch die Fußgängerzone, während ihr Vater fand: Es wäre total schade gewesen, wenn die Geschäfte offen gewesen wären. Das wäre der Tod für die Charity-Meile gewesen.″ Auch für Mohamed Shaker war die Entscheidung des Gerichts in Ordnung″. Er lobte die gute Atmosphäre auf der Charity-Meile und das abwechslungsreiche Programm der Vereine, Verbände und Einrichtungen dort.

Eine Ausnahme in puncto Shoppen bildete am Sonntag die Theaterpassage: Dort konnten 20 Erzeuger, Modeschöpfer und Handwerker im Rahmen des Projektes Pop-up-Regionalladen″ des Projektbüros Wirtschaftsförderung 4.0 ihre Waren anbieten: Hier ist richtig was los″, stellte Hennig Tepe von Tepe Men″ fest. Viel los war auch in der Fußgängerzone. Doch so eng und voll wie an verkaufsoffenen Sonntagen war es diesmal nicht. Die meisten Besucher bummelten gemütlich in Gruppen oder mit der Familie durch die Fußgängerzone. Viele nutzten das gute Wetter, um noch einmal draußen zu sitzen. In den Straßencafés gab es vor allem in der Sonne kaum freie Plätze.

Voll war es auch auf dem Marktplatz, wo 25 Trucks und Stände unter anderem Getränke und Speisen aus Peru, Afrika, Indien oder Mexiko anboten. Der dortige Street-Food-Markt war auch das eigentliche Ziel von Marie Espinola und ihren Freunden. Dennoch war sie ein bisschen frustriert″, dass das Einkaufen ausfallen musste. Und auch Ignacio Espinola fand dies sehr schade″.

Andere hingegen hatten nichts vom Ausfall des verkaufsoffenen Sonntags mitbekommen: Dazu zählte Sängerin Mele, die ein Musikvideo mit zwei Männern in Badebekleidung in und vor einem Imbiss am Neumarkt drehte. Uns ist der verkaufsoffene Sonntag egal, wobei für den Dreh ist es wahrscheinlich von Vorteil, dass es nicht so voll ist″, urteilte die Musikerin, und Stefan Vollbrecht, der mit seiner Familie in der Stadt war, erklärte: Wir wussten gar nicht, dass in der Stadt was los ist. Das Street-Food-Fest gefällt uns gut.″

Bildtext:
Kümmert sich nicht darum, ob die Geschäfte geöffnet oder geschlossen sind: Die dreieinhalbjährige Martha-Luise reitet auf einem Tiger über die Charity-Meile in Osnabrück. Der geplante verkaufsoffene Sonntag wurde vom Verwaltungsgericht Osnabrück untersagt.
Gleich mehrere Stände zugunsten des Spendenprojektes Löwen für Löwen″ des Osnabrücker Zoos hatten Schüler der Berufsbildenden Schulen am Pottgraben.
Das Leben ist schön: In der Sonne am Nikolaiort in Osnabrück waren am Sonntag die Plätze in der Sonne sehr begehrt.
Im Gegensatz zum abgesagten verkaufsoffenen Sonntag startete das Street-Food-Festival wie geplant auf dem Marktplatz.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Claudia Sarrazin


Anfang der Liste Ende der Liste