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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Solar-Kraftwerk schaltet ohne Licht in „Murmeltier-Modus″
Zwischenüberschrift:
Arbeitskreis Schule und Wirtschaft besucht Tronos GmbH im ICO
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Osnabrücker Tronos GmbH ist erst 2016 gestartet und bringt mittlerweile schon das dritte Hightech-Produkt auf den Markt. Der Arbeitskreis Schule Wirtschaft des Arbeitgeberverbandes Osnabrück Emsland Grafschaft Bentheim hat das Unternehmen im Innovationszentrum Osnabrück jetzt besichtigt.

Osnabrück Der Arbeitskreis trifft sich in wechselnder Zusammensetzung drei- bis viermal im Jahr, um sich Unternehmen anzusehen. Das Jahresmotto 2018, Accelerator & Co. mit Innovationen in die Zukunft″, führte die Gruppe, darunter vor allem Lehrer, jetzt ins Innovationszentrum am Fuße des Westerbergs zur Tronos GmbH.

Geschäftsführer Martin Weisser erläuterte den 16 Teilnehmern, wie sein auf mobile Solaranlagen spezialisiertes Unternehmen arbeitet und wie es sich entwickelt hat. In Osnabrück habe man ideale Bedingungen für die Unternehmensgründung vorgefunden, lobte er. Neben einer vorbildlichen Unterstützung durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFO machte er das an der Präsenz geeigneter Zulieferer fest: Tronos arbeite mit vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammen, die auch kleine Stückzahlen hoch technisierter Bauteile ganz nach Wunsch anfertigten. Alles made in Germany″, alles aus der Region, so sein Credo allerdings mit Ausnahme der für seine Produkte maßgeblichen Lithium-Eisenphosphat-Akkus. Deren Rohstoff werde zwar in Deutschland aufbereitet, die Akkus selbst kämen aber aus China und hielten rund zehnmal länger als Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in Mobiltelefonen verwendet würden. Außerdem, auch darauf legte Weisser Wert, lassen sich seine Akkus zum Großteil recyceln.

Angefangen hatte Tronos mit dem Smart Table″, einer Art Gartentisch mit Solarzellen, Akku und 230-Volt-Stromanschluss. Das neueste Produkt ist ein 200 Kilogramm schwerer Aluquader namens Advergy″, der es in sich hat. Sein Dach besteht aus ausklappbaren Solarpaneln. Diese bieten bis zu 800 Watt Leistung und laden die Akkus im Innenraum. Die sorgen dafür, dass in der Spitze bis zu 3000 Watt verfügbar sind. Die komplizierte Elektronik ermöglicht es, dass Akkus und Solarzellen optimal miteinander harmonieren und immer genügend Stromkapazität aufgespart wird, um Schäden am Akku auszuschließen.

Notfalls fällt der Container in einen bis zu fünf Jahre dauernden Murmeltiermodus, um hochzufahren, sobald die Sensoren wieder eine verwertbare Lichtquelle entdecken.

Ob das nicht ideal für Entwicklungshelfer sei, wollte einer der Teilnehmer wissen und traf damit ins Schwarze. Tatsächlich erprobten gerade zwei Hilfsorganisationen die Technik in der kleineren Variante, der SBox Pro″, sagte Weisser. Ein anderer aus der Gruppe würde sich die Technik gerne in sein Wohnmobil einbauen und einzelne Komponenten kaufen. Doch da winkte Weisser ab. Es gelte: ganz oder gar nicht. Für die kleineren Varianten bietet Tronos fertige Energielösungen nur mit externem Ladeteil an. Das erspare komplexe Sicherheitsauflagen: Bis 48 Volt ist das Leben leichter″, sagte er, ein Spruch, der die Arbeitskreis-Vorsitzende Sigrid Kippelt ebenso beeindruckte wie der Murmeltiermodus. Beide Formulierungen griff sie in ihrem Dankeswort auf.

Bereitwillig hatte sich Weisser zuvor viel Zeit genommen, selbst sensible Fragen wie die nach Wagniskapital beantwortet und erklärt, dass er statt auf Patentschutz auf Innovationsvorsprung setze. Dabei verriet er den Lehrern auch seine wesentlichen Erfolgsgeheimnisse: Kunden haben uns dahin gedrängt, was wir heute sind″, sagte Weisser, man müsse ihnen sehr genau zuhören. Als eine seiner wichtigsten Managementaufgaben sehe er zudem die Mitarbeiterzufriedenheit an, denn vom Gehalt her könne er nicht mit der Industrie konkurrieren.

Bildtext:
Gründer Martin Weisser erklärt den Arbeitskreis-Mitgliedern vor dem Innovations-Centrum Osnabrück (ICO) sein mobiles Solar-Kraftwerk Tronos Advergy.
Foto:
David Ebener
Autor:
Andreas Wenk


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