User Online: 1 | Timeout: 19:52Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mit der Hand aufgezogen
Zwischenüberschrift:
Drei Monate altes Flamingo-Küken Donny lebt sich im Zoo ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der kleine Donny ist der jüngste Zuwachs im Osnabrücker Zoo. Das Flamingo-Küken ist etwa drei Monate alt, hat großen Hunger und ist ziemlich wasserscheu. Aber die Angst vor dem kühlen Nass wird der Kleine, dessen Federn noch grau sind, noch überwinden da sind sich die Tierpfleger sicher.

Osnabrück Als Donny nun der Öffentlichkeit vorgestellt wird, ist er aufgeregt und neugierig zugleich. Seine dünnen Beine zittern zwar wie Espenlaub, aber er begrüßt fast jeden Journalisten persönlich. Doch es sind nicht die guten Manieren, die Donny zu der Schar treiben, sondern der Hunger. Er ist sehr zutraulich″, sagt die Tierpflegerin in Ausbildung Sophie Bernhold. Sie hat auch das, was das Flamingoküken-Herz begehrt: einen Topf mit einem Gemisch aus Eigelb und Wasser. Mittlerweile bekommt Donny auch Pellets, in denen Shrimps enthalten sind. Dadurch erhielten seine Federn die typische rosa Färbung, erklärt Zoo-Kurator Andreas Wulftange, der das Küken in den ersten Wochen nach seiner Geburt am 2. Juli bei sich zu Hause in seine Obhut genommen hatte. Da war er ein kleines, weiches Fellknäuel, das etwa 70 bis 89 Gramm gewogen hat″, erinnert er sich.

Wer die Eltern des kleinen Donny sind, weiß keiner im Zoo nicht mal die Eltern selbst. Wulftange berichtet, dass das Ei, aus dem Donny schließlich schlüpfte, in den Brutkasten gelegt wurde, nachdem es die Tierpfleger gefunden hatten. Dies sei zum Schutz der Aufzucht geschehen, da es am Schölerberg Marder gebe, die sich nicht um die Zäune um den Zoo scherten und für die so ein Flamingo-Ei ein Leckerbissen sei.

Für ihn sei es die dritte Handaufzucht gewesen, sagt Wulftange. Seit Ende August lebt Donny aber im Flamingo-Haus im Zoo. Am Dienstag in dieser Woche machte er seine ersten Schritte ins Außengehege. Da hatte er auch seinen ersten Kontakt mit dem Wasser im Teich. Allerdings haperte es noch an der Koordination, die Türschwelle nach draußen zu überschreiten, berichtet Sophie Bernhold. Ich habe es dann mit ihm geübt.″

Manche Dinge kann Donny von allein. So konnte er schon im Alter von drei Wochen auf einem Bein stehen, und er tippelte mit seinen Füßen auf den Boden. Damit wühlen Flamingos in der Natur den Schlamm auf dem Boden auf, um Krebse zu finden″, erklärt Andreas Wulftange. Von den Krebsen erhalten Flamingos sonst ihre Färbung.

Für Donny steht jetzt auf dem Programm, sich in die Gruppe der Flamingos einzufügen, was nicht so einfach ist. Wulftange berichtet, die anderen haben ihm schon seinen Platz in der Gemeinschaft gezeigt und mit den Schnäbeln auf ihn gepickt.

Wulftange lüftet schließlich auch das Geheimnis um Donnys Namen. Das Vorbild sei ein Minion gewesen, also einer jeder Helden aus dem vor allem bei Kindern derzeit schwer angesagten Animationsfilm Minions″. Die sind allerdings gelb und nicht rosafarben.

Bildtexte:
Tierpfleger-Azubi Sophie Bernhold füttert den jungen Flamingo regelmäßig.
Donny schlüpfte Anfang Juli.
Fotos:
Gert Westdörp
Autor:
Thomas Wübker


Anfang der Liste Ende der Liste