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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zukunftsprojekt Stadtbahn
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel BOB ist gegen die Stadtbahn″ (Ausgabe vom 6. September).

Es bleibt dabei. Mit dem Bund Osnabrücker Bürger (BOB) […] ist kein Fortschritt zu erwarten. Bei unter zehn Prozent liege der Anteil des ÖPNV in Osnabrück, so [das BOB-Fraktions-Mitglied] Steffen Grüner. Welchen Schluss zieht er daraus? Wenn in unserer Stadt nur jede/- r Zehnte mit dem Bus fährt, brauchen wir für die ja schon mal nichts investieren.

Was Steffen Grüner vollkommen außer Acht lässt: Was ist, wenn viel mehr Leute den ÖPNV nutzen möchten, aber es für den dafür (dringend notwendigen) Ausbau an Mut und Entschlossenheit fehlt? Was, wenn viele Bürger/- innen eigentlich gar keinen Bock mehr auf ihr Auto haben, aber keine Alternative haben und im Rat eine Nischenpartei sitzt, die auch sie in ihr Auto-Nostalgie-Programm einfach mit eingemeindet?

Ja, es sind wohl tatsächlich nur unter zehn Prozent. Der Rest quält sich mit Fahrrad und Pkw durch die Baustellen-Menagerie der , autofreundlichsten′ City Norddeutschlands und muss wohl weiter wehmütig nach Regensburg oder anderen Kommunen schauen, wo man die Zeichen der Zeit längst erkannt hat.″

Thorsten Jansing

Osnabrück

Die Ratsfraktion des BOB lehnt eine Stadtbahn für Osnabrück ab. Die Begründung für die Ablehnung ist aber tatsächlich ein Argument, das dafür spricht, intensiv über eine Stadtbahn nachzudenken: Die BOB-Fraktion sagt, dass Osnabrück nur einen ÖPNV-Anteil von acht Prozent habe und hierfür die Kosten einer Stadtbahn zu hoch seien.

Genau das ist der Punkt: Osnabrück hat nur einen Anteil von acht Prozent. Dieser Wert muss erheblich gesteigert werden. In Städten mit Stadtbahnen fahren viel mehr Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, weil eine Bahn deutlich attraktiver ist als ein reines Bussystem. [...]

Osnabrück ist anziehend für junge Leute, die Einwohnerzahl steigt an, die Mitte wird dichter und höher bebaut werden. Da bietet eine Stadtbahn auf den Hauptstrecken, zum Beispiel vom Bahnhof zum Campus Westerberg und von Hellern nach Belm viel mehr Kapazitäten als die Diesel-Gelenkbusse.

Alle Osnabrücker stöhnen über den Verkehr, Staus und Gestank. Da helfen keine breiteren Straßen oder besseres Baustellenmanagement. Wer hier tatsächlich eine Besserung erreichen will, muss dafür sorgen, dass Pendler und Einkäufer Lust haben, am Stadtrand umzusteigen. Ich bin überzeugt: Nur mit einer Stadtbahn gelingt es endlich, , Park and ride′ in Osnabrück zu etablieren.″

Martin Büker

Osnabrück

Dass der BOB sich gegen die Stadtbahn ausspricht, kann nur auf Unkenntnis beruhen. Das Projekt würde nachweislich mit 90 Prozent (Bund, Land, EU) gefördert. Falls die fehlenden zehn Prozent, die Osnabrück beisteuern müsste, Probleme [...] bereiten würden, könnte das Vorhaben in eine andere Trägergesellschaft , outgesourct′ werden.

Gerade der geringe ÖPNV-Anteil von nur acht Prozent in Osnabrück sollte Grund genug sein, die Stadtbahn zu bauen. Städte mit einer Bahn haben eine wesentlich größere Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Und das ist gut für die Umwelt, vor allem weniger Abgase, weil weniger Autoverkehr.

Die Ringbuslinie wird hoffentlich an den Kosten scheitern, ob sie ausreichend angenommen würde, steht ohnehin in den Sternen. Das Gutachten [...], ob der Neumarkt busfrei sein könnte, hätte man sich sparen können. Menschen wollen ins Zentrum und nicht irgendwo am Wall ausgesetzt werden.

Vor dem Gesamthintergrund nicht immer plausibler Planungsansätze in unserer Stadt muss leider befürchtet werden, dass die Entwicklung des Ledenhofs unter Umständen nicht optimal ausgeht. Auf jeden Fall sollte der Neue Graben für die Durchfahrt einer Stadtbahn in Ost-West-Richtung freigehalten werden. Das auf dem Unigelände vorgesehene Gebäude, für das ein Spielplatz weichen muss, sollte hinsichtlich der tatsächlichen Notwendigkeit hinterfragt werden.″

Wolfgang Möller

Osnabrück
Autor:
Thorsten Jansing, Martin Büker, Wolfgang Möller


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