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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Moorbrand bei Meppen: Von der Leyen kündigt Aufarbeitung von Fehlern an
 
Taskforce soll Moorbrand aufklären
Zwischenüberschrift:
Von der Leyen: Fehler der Bundeswehr / Feuer frisst sich langsam nach Stavern vor
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Meppen Persönlich um Entschuldigung gebeten hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei einem Besuch der von dem Moorbrand betroffenen Region im Emsland. Wir werden die Fehler, die wir hier gemacht haben, aufarbeiten″, sagte sie zu. Dies gelte auch für die anfangs holprige″ Weitergabe von Informationen. Von der Leyen dankte auch den Einsatzkräften unter anderem des Deutschen Roten Kreuzes sowie vielen weiteren, teils freiwilligen Helfern. Mehr als 1300 Einsatzkräfte versuchen, die Flammen auf dem Bundeswehrgelände einzudämmen. Das nun regnerische Wetter spielt mit, sodass sich die Lage leicht entspannt. Wir können aber nicht von einer nachhaltigen Entspannung sprechen″, sagte ein Sprecher des Landkreises Emsland.
Foto:
Lars Schröer

Mit einem Schuldeingeständnis der Bundeswehr hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Samstag bei einem Besuch der WTD 91 in Meppen Klartext gesprochen. Sie erwähnte das Fehlverhalten″ bei der Bekämpfung des Moorbrandes gleich mehrfach.

Meppen Jetzt soll eine bundeswehrinterne Taskforce die Ereignisse ab dem 3. September lückenlos aufarbeiten. Diese würden später öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Ermittlungen aufgenommen. Mit Blick auf die durch den heißen Sommer ausgedorrten Moorflächen stellte die CDU-Politikerin die Frage, ob man in Zukunft bei solch extremen Wetterlagen auf der Erprobungsstelle überhaupt Raketentests durchführen wird.

Dank an Emsländer

Ihre Analyse zum Schadensfall war eindeutig: Wir haben nicht schnell genug die Hilfen der Feuerwehren angefordert.″ So seien bis zum 14. September nur 30 bis 50 Feuerwehrkräfte im Einsatz gewesen. Erst dann forderte die Bundeswehr externe Kräfte an.

Die Ministerin dankte den Emsländern für ihre Vernunft und Gelassenheit″ in diesem Katastrophenfall. Zugleich versprach sie: Wir wollen die Scharte wieder auswetzen.″ Für die besonders betroffenen Einwohner im Dorf Stavern soll es sogar ein Dorffest geben.

Oberstes Ziel müsse es laut der Ministerin sein, den Moorbrand so schnell wie möglich zu löschen″. Dies könne aber noch Tage und Wochen″ dauern. Die Bundeswehr würde alle Depots öffnen und die notwendigen Kräfte und Geräte zur Verfügung stellen.

Der gestrige Regen half den Einsatzkräften nur bedingt. Bei einer Pressekonferenz sagte Bundeswehr-Einsatzleiter Andreas Sagurna: Wir hatten die dritte ruhige Nacht.″ Denn es gab keine offenen Brandstellen an der Mooroberfläche und somit keinen Funkenflug, der die Gefahr einer schnellen Feuerausbreitung mit sich bringt. Derzeit würden die am Samstag von Tornado-Aufklärungsflugzeugen gewonnenen Daten über Glutnester im Boden ausgewertet.

Das Feuer habe sich bis auf 1000 Meter an Stavern herangefressen, so Sagurna. Die Pioniere der Bundeswehr werden Brandschutzschneisen ziehen. Dafür müssen zunächst Räumtrupps die Bereiche nach Blindgängern absuchen. Am Sonntag standen 1331 Kräfte auf dem Gelände im Dauereinsatz, davon 571 zivile Feuerwehrleute, 483 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW), 65 Bundeswehrfeuerwehrkräfte sowie 212 Spezialpioniere. Weitere 200 Bundeswehrkräfte seien im Anmarsch.

Große Herausforderung

Die Unterbringung der ehrenamtlichen Helfer stellt den Landkreis vor große Herausforderungen. Da in Sporthallen und einigen Klassen der Berufsschule Meppen Einsatzkräfte von THW, DRK und Feuerwehr untergebracht sind, wird der Unterricht heute in Teilen umstrukturiert. Ein Großteil der Schüler aus den Teilzeitklassen, also klassische Berufsschüler, verbleiben in ihren Betrieben und gehen nicht zur Berufsschule. Nur für die Industriemechaniker, Bäcker sowie Verwaltungs- und Bankkaufleute sowie für alle Vollzeitklassen finde der Unterricht statt.

Mehr zum Moorbrand in Meppen lesen Sie im Internet auf noz.de/ meppen

Bildtext:
Schläuche und Absperrungen: Überall in den betroffenen Ortschaften wird weiter gegen den Moorbrand gekämpft.
Foto:
dpa/ Mohssen Assanimoghaddam
Autor:
Manfred Fickers, Hermann-Josef Mammes


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