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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Im Rollstuhl durch die Baumkronen
 
Mit dem Bus zum Pflegeeinsatz
 
Akzente im Schattengarten
Zwischenüberschrift:
Senioren und Junioren haben gemeinsam viel Spaß auf der Laga
 
Initiative „Offenes Gartentor″ und Schülergruppen kümmern sich um eigene Gärten auf der Laga
Artikel:
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Originaltext:
Bemerkenswerte Erkundungstour auf der Laga: Schüler begleiteten Senioren über das Gartenschaugelände. Dank guter Laune und leckerem Essen wird ein Abstecher über die Baumwipfel auch mit Rollstuhl zur leichtesten Übung.

Bad Iburg Die zwei Busse, die Senioren aus Hasbergen und Hagen an diesem Freitagmorgen nach Bad Iburg zur Landesgartenschau bringen, werden an der Ortsgrenze von einer dichten Nebelwand verschluckt. Während in allen angrenzenden Orten die Sonne strahlt, scheint es, als wolle der Nebel die Landesgartenschau vor seinen begeisterten Besuchern verstecken.

Die etwa vierzigköpfige Gruppe lässt sich davon nicht einschüchtern. 15 Schüler der Realschule Bad Iburg wollen mit 16 Senioren aus dem Tagesdomizil an der Schulstraße die schönsten Neuerungen der Gartenwelt erkunden. Mit dabei sind ein halbes Dutzend Helfer und der Leiter der Tagespflege, Karl Bröker, sowie die Lehrerin Marianne Schmalen, die dieses Projekt betreut.

Nach einer kurzen Besprechung vor den Toren und dem Kennenlernen der Paare werden die Rollstühle der Senioren schon von den eifrigen Junioren die Wege hochgeschoben. Erklärtes Ziel: die Outdoorküche.

Die Kälte, die die dicke Nebelschicht mit sich gebracht hat, hat so manchen Teilnehmer des Projekts überrascht. Da ist es gut zu wissen, dass eine weitere Schülergruppe der Realschule Bad Iburg in der Freiluftküche gegen eine kleine Spende warme Speisen verteilt. Und so wärmen sich Schüler und Rentner schon bald an warmer Kürbissuppe und selbst gemachtem Apple-Crumble die Hände.

Durch den kurzen Zwischenstopp zerstreut sich die Gruppe zusehends. Einige haben die Gunst der Stunde genutzt, um sich als Erste am Aufzug des Baumwipfelpfades anzustellen.

Martha Meyer und ihre Begleitung des Tages, Schülerin Gina Gessner, erreichen schon bald die Spitze. Ach du dickes Ei″, ruft Martha und lacht herzlich auf, als sie sieht, wie hoch dieser Pfad tatsächlich ist. Gemeinsam mit Karl Bröker laufen sie bis zum anderen Ende. Da durchbricht der erste Sonnenstrahl die Wolkendecke. Martha lacht: Wenn Engel ausgehen, scheint am Himmel die Sonne.″

Ausgelassene Stimmung

Die ausgelassene Stimmung überrascht Bröker nicht. Er erklärt, die Tagespflege sei eigentlich ein Unterhaltungsinstitut. Die Damen und Herren kämen gerne, denn dort träfen sie Freunde und Bekannte, hätten Zeit zu scherzen und sich auszutauschen.

Alle Schüler, die sich für diesen Ausflug gemeldet haben, sind freiwillig dabei, berichtet die 15-jährige Marie Arndt. Sie findet es gut, dass bei diesem Projekt junge Leute Senioren eine Freude machen können. Sie begleitet heute Margarethe Kassing über die Baumkronen.

Im Anschluss an das Projekt bekommt jeder Schüler eine Urkunde von der Landesgartenschau. In der Vergangenheit fand eine solche Kooperation bereits viermal statt. Jedes Mal war die Resonanz von Schülern und Senioren durchweg positiv, berichtet Friederike Pellengahr-Dannenberg, Gästeführerin auf der Landesgartenschau.

Um 13 Uhr kommen alle wieder zusammen, um gemeinsam im Schatten der Bäume, die ihre ersten roten Blätter tragen, Frikadellen mit Kartoffelsalat zu essen, von den bisherigen Erlebnissen zu erzählen und sich für die nächsten zwei Stunden zu stärken.

Bildtext:
Außergewöhnliches Projekt: Bad Iburger Realschüler begleiten Senioren aus Hasbergen auf der Laga.
Foto:
Jörn Martens

Bad Iburg Auf der Laga sind zwei Gärten allein unter der Regie von Ehrenamtlichen entstanden: der Schulgarten und der Garten des Offenen Gartentors Osnabrück und Umgebung″.

Den Schulgarten betreuen das Gymnasium Bad Iburg und die Ludwig-Windthorst-Schule in Glandorf. Das Gymnasium präsentiert modellhaft die im Freeden wachsenden Pflanzenarten und informiert über den Botaniker Prof. Matthias Brinkmann, der den Freeden erforschte. Die Ludwig-Windthorst-Schule zeigt einen Teil ihres Nutzgartens: Gemüse-Hochbeete, den selbst renovierten Bauwagen und einige Hühner. Verbindendes Element ist eine Mini-Streuobstwiese mit Blumen und Bienen.

Die Schüler beider Schulen teilen sich die Pflege: Jeden Tag ist eine Gruppe vor Ort. Die Glandorfer reisen dafür sogar mit dem Bus an. Bei der Arbeit werden sie oft von Besuchern angesprochen, berichtet Maren Tetenborg, Lehrerin der Oberschule: Das erzählen sie stolz, stellen aber auch fest, dass die Besucher viel wissen möchten.

Ein Besucher hat in den Bauwagen ein Gästebuch gelegt, weil er unsere Arbeit so toll findet.″ Das freut sie: Darin findet man viel Lob und Bestätigung für unser Engagement das entschädigt für vieles.″ Denn so schön das Projekt auch sei, es stecke viel Arbeit und Zeit darin.

Auch die Hobbygärtner der Offenen Gartenpforte sind mit Freude dabei. Ihr Garten liegt zwischen Baumwipfelpfad und Waldkirche. Die Herausforderung: der Schatten. Bei der Gestaltung setzten sie so vor allem auf Schatten liebende Arten mit einer interessanten Blattstruktur und mehrfarbigen Blättern. Eine weitere Besonderheit: Wir haben überwiegend Leihpflanzen aus unseren eigenen Gärten auf der Laga″, erzählt Dorothee Dohm. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie im Verein Offene Gartenpforte aktiv, und sie öffnen den heimischen Garten für Besucher.

Da die Mitglieder der Gruppe im ganzen Osnabrücker Land verstreut leben, kümmern sich 15, die in Laga-Nähe wohnen, um die Pflege. Die anderen haben dafür etwas mehr gespendet, als es darum ging, den Staketenzaun für den Laga-Garten anzuschaffen.

Die größte Herausforderung war der trockene Sommer″, so Dohm, die beim Wässern oft mit Besuchern ins Gespräch kam: Die interessierten sich für ganz banale Pflanzen wie den großen Beinwell und Fadenknöterich oder auch für unseren Verein.″ Der eine oder andere besuchte anschließend sogar einen der Privatgärten des Offenen Gartentores.

Bildtext:
Schattengewächse dominieren den Garten der Initiative Offenes Gartentor″. Besucher bewundern unter anderem den Staketenzaun.
Foto:
PR/ Imma Schmidt

Die Hosta sieboldii Alba ist eine Schmalblattfunkie und gehört zur Familie der Agavengewächse. Ihre grünen Blätter sind leicht herzförmig. So sorgt die Zwergfunkie für Akzente selbst in schattigen Gärten (auf der Laga am Einstiegsturm des Baumwipfelpfades). Ein Blickfang sind die filigranen, glockenförmigen, weißen Blüten, die zudem zart nach Jasmin duften. Die Pflanze wird 20 bis 50 Zentimeter hoch und eignet sich gut für die Unterpflanzung von Gehölzrändern, aber auch als Bodendecker. Die winterharte Staude liebt einen tiefgründigen, sandigen bis lehmigen Boden und fühlt sich im Halbschatten wohl. Sie wird durch Teilung vermehrt und muss sofort nach der Blüte zurückgeschnitten werden.
Autor:
Greta Lenzing, sarr, pm, is


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