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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
Der Dümmer trocknet aus
Zwischenüberschrift:
Niedrige Wasserstände in der Region
Artikel:
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Originaltext:
Hüde/ LembruchAm Dümmer und der Hunte stellen Naturschützer und Wasserverband derzeit niedrige Wasserstände fest, die unterhalb der Norm liegen. Franz Vogel vom Hunte-Wasserverband sieht an einer Messstelle der Hunte sogar den niedrigsten Wert der letzten zwölf Jahre.

Es ist kein gutes Jahr für den Dümmer. Der heiße Sommer hat ihm zugesetzt. Im Juli wurde dort von den Behörden vor einer starken Blaualgenbelastung gewarnt, die Anfang August sogar kurzzeitig dafür gesorgt hat, dass an zwei Badestränden in Lembruch das Schwimmen gänzlich verboten worden war. Mitte September steht es schlecht um seinen Wasserstand denn der ist niedriger als üblich für diese Jahreszeit. Der Dümmer trocknet aus. Und dies liegt an einem Fluss, von dem er sein Wasser bezieht der Hunte.

Der Hauptzuleiter zum Dümmer ist die Hunte″, erklärt Franz Vogel vom Hunte-Wasserverband und die stehe derzeit wegen der Hitze des Sommers und dem ausbleibenden Regen auf einem außergewöhnlichen Wasserstand″. Laut Vogel wird an der Hunte am Schäferhof-Café in Lemförde derzeit eine Tiefe von 36, 68 Metern über Normalnull gemessen. Zwischen 2006 und 2016 lag der tiefste Wert noch bei 36, 75 Metern. Frühere Daten für diese Stelle liegen dem Fachdienstleiter für Umweltkonzepte bei der Gemeinde Diepholz nicht vor.

Der Wasserstand der Hunte bedingt wiederum den des Dümmers. Denn während Wasser aus der Hunte in den Dümmer fließt, fließt aus dem Dümmer Wasser in zwei Nebenflüsse der Hunte: die Grawiede und die Lohne. In die Grawiede fließen 150 Liter pro Sekunde, in die Lohne sogar 300 Liter. Da der Zufluss über die Hunte derzeit aber geringer ist als der Abfluss in die beiden Nebenflüsse, sinkt der Wasserstand des Dümmers. Außerdem war die Verdunstungsrate bei den warmen Temperaturen in diesem Sommer hoch″, ergänzt Franz Vogel. Diese können den Wasserstand des Dümmers einen Zentimeter pro Tag senken. Im März betrug der Wasserstand noch 37, 2 Meter über Normalnull. Derzeit liegt er bei 36, 7 Metern ein Wert, der nicht der Norm entspricht.

Extreme Austrocknung

Franz Vogel erklärt, dass im Bewirtschaftungsplan des Dümmers die Wasserstände festgelegt sind, die der Dümmer im Laufe eines Jahres haben soll. Vom 15. März bis zum 31. August soll der Wasserstand bei 37, 2 Metern über Normalnull gehalten werden. Bis zum 30. September soll er auf 37, 1 Meter abgesenkt werden. Ende Oktober soll der Stand bei 37 Metern liegen, zum ersten November kann er bis auf 36, 8 Meter gesenkt werden. Mitte Februar sollte der Wasserstand wieder 37, 2 Meter über Normalnull erreichen. Für diese Jahreszeit liegt der Wert deutlich unter den 37, 1 Metern. Das ist schon eine extreme Austrocknung″, stellt Vogel fest, denn der derzeitige Wert liegt 40 Zentimeter darunter. Und ich sehe nicht, dass es durch kommende Niederschläge kurzfristig besser werden soll.″

Negative Auswirkungen habe dies vor allem für den Wassersport. Durch den niedrigen Wasserspiegel kann momentan weder auf dem Dümmer gesegelt werden, noch können Ruder- und Tretboote fahren. Lediglich das Surfen sei laut Vogel derzeit möglich. Und auch Robin Pilling von der Naturschutzstation Dümmer hat beobachtet, dass die Tretboote in ihren Häfen derzeit dort auf der Erde liegen, wo sonst eigentlich Wasser ist.

Bildtexte:
Niedrige Wasserstände werden derzeit am Dümmer gemessen, die unter der Norm liegen. Die Ruderboote liegen auf dem Trockenen.
Auch in Barkhausen ist der Wasserstand am naturnahen Oberlauf der Hunte niedrig.
Dürre am Dümmer: Ein Randkanal im Ochsenmoor ist ausgetrocknet.
Fotos:
Martin Nobbe, Frederik Tebbe
Autor:
Frederik Tebbe


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