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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Moorbrand außer Kontrolle
Zwischenüberschrift:
Grüne nennen Schießübungen bei Meppen „fahrlässig″ / Anfrage an Bundesregierung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Seit zwei Wochen brennt es auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD). Während das THW weitere 350 Einsatzkräfte ins Emsland schickt, um den Moorbrand unter Kontrolle zu bekommen, heizt sich auch die politische Debatte um die Waffentests, die den Brand verursacht haben, immer mehr auf.

Meppen Der seit zwei Wochen andauernde Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition 91 (WTD) in Meppen zieht Kreise bis ins politische Berlin: Filiz Polat, Bundestagsabgeordnete von Bündnis90/ Die Grünen, fordert von der Bundesregierung Auskunft über die Schießübungen, die zu dem Brand geführt haben. Vor dem Hintergrund der monatelangen Trockenheit und Hitze halte ich die Schießübungen der Bundeswehr bei Meppen für äußerst fahrlässig″, sagte Polat im Gespräch mit unserer Redaktion. Polat forderte Auskunft von der Bundesregierung, wie sie diese Schießübungen, die zum Brand führten, bewertet″, und schickte eine dementsprechende schriftliche Anfrage an die Bundesregierung.

Die Grünen-Politikerin sieht vor allem die Verteidigungsministerin in der Pflicht: Insbesondere auch vor dem Hintergrund der mangelnden Brandschutzsicherheit am Ort erwarte ich hier Aufklärung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und vorerst ein Ende der Schießübungen.″ Auch der ehemalige Landwirtschaftsminister und jetzt stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Christian Meyer, nannte die Waffentests unverantwortlich″.

Seit rund zwei Wochen versuchen Einsatzkräfte der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerks (THW) und mehrerer Ortsfeuerwehren, den Brand im Moor zu löschen, bisher vergeblich. Weil das Moor unter der Grasnarbe vor sich hinkokelt, ist das Löschen langwierig.

Ausgelöst wurde der Moorbrand, der sich auf fünf Quadratkilometern ausgebreitet hat, durch Waffentests. Experten schätzen, dass durch den Brand rund 500000 Tonnen CO2 freigesetzt wurden. Mittlerweile sind 800 Einsatzkräfte vor Ort. Das THW schickte 350 Einsatzkräfte, ein Logistikzentrum versorgt die Helfer. Der Löscheinsatz ist schwierig, unter anderem, weil Wasserquellen nur in größerer Entfernung zur Verfügung stehen.

Kritik an den Waffentests wies die Bundeswehr zurück: Es sei Hauptaufgabe, Waffensysteme zu testen, so Dieter Gröninger, Technischer Regierungsdirektor auf der WTD 91. Nach der üblichen Gefahrenanalyse hielt man das Restrisiko für gering″.

Bildtext:
Den Qualm riecht man bereits in Bremen und Hamburg: Seit zwei Wochen brennt es auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen. Bisher gelang es nicht, den Schwelbrand zu löschen.
Foto:
WTD 91/ Bundeswehr/ dpa
Autor:
Julia Mausch, Melanie Heike Schmidt


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