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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Wir haben ein Recht auf öffentlichen Nahverkehr″
Zwischenüberschrift:
Hörner wollen die Buslinie durch Hellern behalten / Diskussion im Bürgerforum Sutthausen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Fährt auch künftig ein Bus nach Hörne? Um diese Frage ging es im Bürgerforum Sutthausen ebenso wie um Platz für Kindergartenkinder und Nahrung für Wildbienen.

Eine Idylle an der Düte: Durch Hörne verläuft eine Stadtteilgrenze. Dort leben Helleraner und Sutthauser in direkter Nachbarschaft. Wer von dort aus mit dem Bus in die Stadt möchte, geht über den Hörner Weg, der über die Bahnstrecke zur Endhaltestelle der Buslinie 92 führt. Sie liegt gegenüber einem Bauernhof.

Der Nachteil dieser Idylle ist, dass dort nicht sehr viele Fahrgäste in den Bus ein- oder aussteigen. Die Stadtwerke haben deshalb erwogen, die Buslinie entlang des Hörner Weges zu streichen. Sie sollte im Liniennetz 2019 nicht mehr vorkommen. Aber seit Wochen regen sich Proteste. Im Bürgerforum machte Bärbel Wessel, die in Hörne wohnt, auf ihre Situation und die ihrer Nachbarn aufmerksam: Wir haben auch ein Recht auf öffentlichen Nahverkehr!

Doch werden die Hörner wirklich abgeschnitten? SPD-Ratsfrau Annette Harding, die das Bürgerforum leitete und auch im Stadtentwicklungsausschuss tätig ist, berichtete vom Stand der Dinge: Wir sind dabei zu verhandeln und überlegen, wie wir eine gute Anbindung hinbekommen.″ Demnach sieht es gegenwärtig so aus, dass die Stadtwerke die Möglichkeiten für längere Taktzeiten oder die Anbindung an eine neue Tangentiallinie und damit eine Verbindung über andere Stadtteilen prüfen. Damit wird sich demnächst der Stadtentwicklungsausschuss beschäftigen und Harding will sich für die Hörner engagieren. Anschließend fällt der Rat eine Entscheidung.

Wie sieht es mit der Belegung der Sutthauser Grundschule und der Kindergärten im Stadtteil aus? Diese Frage hatte der SPD-Ortsverein in das Bürgerforum eingebracht. Und der Fachbereich Bildung, Schule und Sport″ antwortete: Demnach teilen sich die 180 Sutthauser Grundschüler auf 43 bis 48 pro Jahrgang auf. Die gleichmäßige Verteilung bedeute weiterhin eine stabile Zweizügigkeit″ also zwei Klassen pro Jahrgang.

Die Kindergärten sind demnach voll belegt: In der katholischen Kita Maria Königin des Friedens″ ist im Kindergarten ein Halbtagesplatz frei, aber kein Krippenplatz, die evangelische Apostel-Kindertagesstätte und der Hort der evangelischen Jugendhilfe an der Grundschule sind voll belegt. Aber wie sieht es mit künftigen Kapazitäten aus? SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Wilkewitz befürchtet, dass Kinder abgewiesen werden oder in anderen Stadtteilen unterkommen müssen. Kämmerer Thomas Fillep hatte sich vor dem Bürgerforum mit dem Fachdienst Kinder, Jugendliche und Familien″ kurzgeschlossen und die Antwort erhalten, dass es ausreichend Plätze″ gebe.

Mehr Sicherheit für Radfahrer: Die SPD regt für die Linksabbiegerspur der Straße Am Wulfter Turm″ hin zur Hermann-Ehlers-Straße einen roten Wartebereich für Fahrradfahrer″ an. Das fand auch Hermann Pabst vom Sutthauser Bürgerverein: Da muss eine Aufstellspur hin.″

Zu wenig Nahrung für Bienen: Christiane Balks-Lehmann vom Fachbereich Klima- und Umweltschutz″ stellte die Osnabrücker Wildblumenmischung mit 40 Kräutern und drei Gräsern vor. Es handelt sich um ein- und mehrjährigen Pflanzen, die ein- bis dreimal im Jahr gemäht werden und ab dem zweiten Jahr auch etwas für die Vase″ bieten. Balks-Lehmann und ihren Kollegen geht es aber vor allem um das Pollen- und Nektarangebot von März bis November. Sie appellierte an die Sutthauser, auch an Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für Wildbienen zu denken.
Autor:
Jann Weber


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