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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Streit um hohe Karmann-Löhne
Zwischenüberschrift:
Auszüge aus dem Internet-Forum – Nordhorn hat es vorgemacht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Im Forum von Neue OZ online tobt die Diskussion über die Ursachen des Karmann-Niedergangs. Einige machen die hohen Löhne mitverantwortlich, andere werfen der Chef-Etage und dem Insolvenzverwalter Versagen vor. Aus den Beiträgen spricht aber nicht nur Wut, Trauer und Hoffnungslosigkeit.

Die Löhne: Wenn Karmann-Inhaber und Gewerkschaft schon vor 10 Jahren mal über niedrigere Löhne gesprochen hätten, wären die ganzen Aufträge der letzten Jahre nicht an Magna gegangen. Jetzt ist es fünf nach zwölf, und der Laden ist zu″, schreibt D. Benrath aus Wallenhorst. Er steht mit dieser Meinung nicht allein. Markus Dreher aus Melle ist der Meinung, dass der Lohnverzicht der Belegschaft von 15 Prozent nur einen minimalen Schritt in Richtung Normalverdienst″ darstellte.
Ein Schreiber appelliert, das Lohnniveau richtig einzuordnen: Regional gesehen konnte man sicher gutes Geld verdienen″ Aber innerhalb der Autoindustrie hätten die Karmänner eher schlecht abgeschnitten″.
Die Verantwortung: Den Versagern in der Chef-Etage″ wirft Dennis Kurth vor, die Entwicklung nicht rechtzeitig erkannt zu haben. Während ein anonymer Schreiber an das soziale Gewissen der Gesellschafterfamilien appelliert, wirbt ein ehemaliger Auszubildender um Verständnis für die Eigentümer: Jeder, der in der Position des Gesellschafters gewesen wäre, würde in diese Firma keinen einzigen Cent mehr investieren. Gerechtigkeit und Verantwortungsbewusstsein hin oder her.″ Und wer den Insolvenzverwalter kritisiere, der lebt in seiner eigenen Welt weit weg von der Realität″. Zu seiner Zeit, so der Ex-Azubi weiter, hätten sich viele nach anderen Jobs umgesehen. Das sei schlau″ gewesen.
Hans Albert Salden aus Bramsche bedauert, dass die kleine Hoffnung, die nach dem Einstieg von Magna bei Opel gekeimt war, zerplatzte. Magna ist durch die Opel-Übernahme zum Konkurrenten von VW oder Mercedes geworden. Das hätte Karmann als Zulieferer wieder interessant machen können. Aber: Ausgeträumt″.
Die Chancen: Ein Michael aus Osnabrück″ sieht Chancen für Karmann. Der Verdeckbau sei weiterhin gut ausgelastet″. Das Unternehmen müsse gesundschrumpfen durch den Verkauf an einen chinesischen Betreiber oder durch Hauslösung einzelner Unternehmensteile″. Osnabrück sollte seine Chancen nutzen und sein Profil als Umweltstadt (mit der Bundesstiftung Umwelt) und als Technologiestandort schärfen. Aufgerufen sind alle Osnabrücker, dabei tatkräftig mitzuwirken und ihren Individualwillen hinter die Ziele einer sich neu entwickelnden Stadt zu stellen.″
Andreas aus Emsbüren″ nennt Nordhorn als Beispiel: Die Firma Nino beschäftigte einst 4000 Mitarbeiter in der Stadt mit 50 000 Einwohnern. Erst nachdem der jahrelange Niedergang, staatlich subventioniert, gestoppt wurde, ist der Umschwung gelungen. Heute steht die Grafschaft Bentheim mit aktuell 5, 5 Prozent Arbeitslosigkeit für die Region relativ gut da.″ Osnabrück habe nach Abzug der Briten und einem etwaigen Ende bei Karmann innerstädtische Entwicklungsmöglichkeiten wie kaum eine andere Stadt″.

Bildtext:
Der Karmann-Niedergang wird im Internet hitzig diskutiert.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
ich


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