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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein millionenschweres Spektakel
 
Windenergie vom Westerberg
 
Hopp baut die Arena
 
Cherusker-Punsch
Zwischenüberschrift:
Varusschlacht wird mit lokalen Promis nachgespielt – Oscar-Preisträger führt Regie
 
Geheimes Gutachten: Standort Botanischer Garten ist geeignet
 
Osnabrück soll bald in der 1. Liga spielen
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Normalerweise begegnen sich Boris Pistorius und Manfred Hugo auf dem politischen Parkett. Doch bald werden sich der Oberbürgermeister und der Landrat auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen. Weil sich die Varusschlacht zum 2000. Mal jährt, wird das historische Scharmützel nachgespielt. Mit Pistorius, Hugo, rund 2500 Statisten in historischen Kostümen und einer echten Hollywood-Legende.

Die künstlerische Leitung übernimmt ein Spezialist für eindrucksvolle Inszenierungen: Joseph Rottmann, Geschäftsführer der Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH, gab gestern die Verpflichtung des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson bekannt. Der dreifache Oscar-Preisträger hat in der Fantasy-Saga Der Herr der Ringe″ bereits monumentale Schlachten in Szene gesetzt. Kaum weniger prominent ist der Urheber des Textbuches: Frank Schätzing („ Der Schwarm″) steuert die Dialoge bei.
Wie viel die Hollywoodgröße und der Bestsellerautor für ihren Ausflug ins Osnabrücker Land kassieren? Darüber wurde Stillschweigen vereinbart. Rottmann nannte lediglich die finanzielle Größenordnung des gesamten Projekts: Etwa 1, 8 Millionen Euro soll das Spektakel kosten, das am Ostersonntag in Kalkriese über die Bühne gehen und live im ZDF zu sehen sein wird. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt übernimmt rund ein Drittel. Den Rest teilen sich Stadt und Landkreis Osnabrück sowie die Stadt Bramsche. Hinter den Kulissen ist derweil ein veritabler Streit darüber entbrannt, welcher Politiker die prestigeträchtige Rolle des siegreichen Germanenführers Arminius („ Hermann der Cherusker″) übernehmen darf und wer den Verlierer Varus mimen muss.
Sie haben doch einen lateinischen Namen, Herr Pistorius, also sind Sie der Varus″, spottete Hugo gestern. Tatsächlich sieht es wohl nach dieser Rollenverteilung aus. Nach Informationen unserer Zeitung sind außerdem die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte Susanne von Garrel (als Hermannsgattin Tusnelda) und Ministerpräsident Christian Wulff (als Kaiser Augustus) bereits fest gesetzt.
Es gibt aber auch kritische Stimmen. Den kaiserlichen Ausspruch Varus, gib die Legionen zurück″ zitierte in abgewandelter Form Linkspartei-Ratsherr Christopher Cheeseman: Varus, gib die Millionen zurück.″ Seiner Ansicht nach sollte das Geld in soziale Projekte fließen. Kommentar Pistorius: Dieser Spielverderber ist bloß sauer, weil in der Varusschlacht keine Briten vorkommen.″

1500 Neue-OZ-Leser können als Statisten mitwirken. Gesucht werden männliche und weibliche Darsteller jeden Alters. Bewerbungen (mit Foto und Angabe der Wunschrolle) sind nur per E-Mail möglich. Adresse: varus@ neue-oz.de.

Bildtexte:
Noch sind es Playmobil-Figuren, die die Varusschlacht nachstellen. Zu Ostern sollen Statisten aus Fleisch und Blut an ihre Stelle treten.
Peter Jackson
Boris Pistorius
Manfred Hugo
Fotos:
Michael Hehmann, Elvira Parton, ddp, privat

OSNABRÜCK. Die Stadtwerke Osnabrück wollen den Anteil an regenerativer Energie weiter steigern. Geplant ist, spätestens 2010 ein Riesenwindrad auf dem Westerberg in Betrieb zu nehmen.
Nach Informationen unserer Zeitung hat der Rat imnicht öffentlichen Teil seiner Dezembersitzung dem Genehmigungsverfahren zugestimmt. Der Plan, im kommenden Jahr auf dem Piesberg drei neue große Windräder aufzustellen, hatte in Pye zu Protesten geführt. Das wollte die Stadt durch die Geheimhaltung des Westerberg-Windrades eigentlich verhindert. Wir wollten die Anlieger nicht frühzeitig aufschrecken″, räumte Oberbürgermeister Boris Pistorius auf Nachfrage ein. Bei abschlägigen Gutachten sollten die Pläne wieder in der Schublade verschwinden.
Die Bodenbeschaffenheit scheint nach den ersten Analysen keine Probleme zu bereiten. Das zwölf mal zwölf Meter große Fundament für den Koloss könnte demnach in unmittelbarer Nähe des Botanischen Gartens gegossen werden. Die gigantischen Rotoren würden sich dann 150 Meter über den Gewächshäusern drehen. Aus Sicherheitsgründen würden die Flügelspitzen mit rot-weißen Markierungen gekennzeichnet: Der Westerberg ist Anflugschneise für den Flugplatz Atterheide, auf dem etliche Bewohner des Westerbergs starten und landen.
Im Gegensatz zum Piesberg gäbe es auf dem Westerberg keine unmittelbare Bedrohung für die Tierwelt: Am Piesberg geht es um den Erhalt der Fledermauspopulation in einem alten Stollen. Sollte sie gefährdet sein, könnten die Windräder dort zu bestimmten Zeiten stillstehen müssen. Die Hunde, die auf dem Westerberg Gassi geführt werden, könnten sich wie ihre Besitzer schnell an die Bewegung und die Geräusche gewöhnen. Das Rauschen der Rotoren ist im Gegensatz zu Silvesterknallern für Hunde verträglich″, wird ein Tierschutz-Experte zitiert.
Ein Windrad dieser Größe kann jährlich fünf Millionen Kilowattstunden erzeugen und damit 1000 Haushalte versorgen. Im Gegensatz zu Öl und Kohle setzt Windkraft keine schädlichen Gase frei. Dadurch würden mehrere Tonnen Kohlendioxid eingespart, die Energiebilanz der Stadt würde deutlich besser ausfallen. Das belegen Zahlen aus den ersten Kurzgutachten: Um ähnlich viel Kohlendioxid einzusparen, müssten 1000 Mittelklassewagen stillgelegt werden oder 350 Autos der gehobenen Westerberg-Klasse.

Bildtext:
So könnte der Ausblick auf den Westerberg künftig sein. Unser Fotograf Michael Hehmann zeigt in seiner Fotomontage den Koloss in unmittelbarer Nähe zum Botanischen Garten.

OSNABRÜCK. Die Entscheidung in puncto Veranstaltungshalle ist gefallen: Dietmar Hopp, Mitbegründer des Software-Unternehmens SAP und Förderer des Bundesligisten TSG Hoffenheim, konnte nach Informationen unserer Zeitung als Sponsor gewonnen werden.
Ziel des Milliardärs ist ersten Planungen zufolge, das Erfolgsrezept der Hoffenheimer Mannschaft auch in der Friedensstadt umzusetzen: Hopp möchte den VfL Osnabrück künftig in der 1. Bundesliga sehen und gleichzeitig am Standort verstärkt den Nachwuchs fördern. Noch unbekannte Talente sollen auch hier für den Erfolg sorgen. Langfristig will Hopp so zwei Mannschaften in der 1. Bundesliga und der Champions League etablieren.
Ort für die Multifunktionshalle soll die Osnatel-Arena sein, die der Milliardär nach amerikanischem Vorbild umgestalten möchte. Verhandlungen mit dem VfL laufen bereits, wie Präsident Dirk Rasch gestern bestätigte. Baubeginn ist nach vorsichtigen Planungen in der Sommerpause der Bundesliga, die Ende Mai beginnt. Die geschätzte Bauzeit beträgt ein Jahr. Ein Hamburger Architekturbüro wurde mit der Planung der Arena betraut. Der VfL Osnabrück soll für eine Saison nach Meppen ausweichen.
Künftig sollen die Fußballspiele dann, ähnlich wie bereits heute beim FC Schalke 04, überdacht in einer großen Arena ausgetragen werden. Dort wird auch Platz für weitere sportliche Begegnungen etwa Basketballspiele oder Konzerte sein. Ziel ist laut Rasch eine Eventkultur, die Sponsoren stärker an die Arena und den VfL bindet″. Ersten Planungen zufolge soll nach dem Bau der Arena auch ein Personalwechsel stattfinden: Erfolgstrainer Peter Neururer, derzeit Coach des MSV Duisburg, soll Pele Wollitz beim VfL ablösen. Der Osnabrücker soll sich dann verstärkt der Nachwuchsförderung widmen. Die Gespräche über den Wechsel laufen bereits.
Oberbürgermeister Boris Pistorius zeigte sich erfreut über Hopps Zusage. Damit gewinnt Osnabrück als Wirtschaftsfaktor weiter an Attraktivität″, sagte er. Wirtschaftlich und sportlich gesehen, wird der Standort so langfristig in der Ersten Liga spielen.″

Bildtext:
Steht im ständigen Kontakt zur Friedensstadt: Dietmar Hopp will eine Arena bauen.

Nach gutem alten Brauch hat Till im Kollegenkreis schon mal am Silvesterpunsch genippt. Dabei herausgekommen ist diese Seite. Mit Blick auf das 2000. Jubiläum der Varusschlacht hat Till in diesem Jahr einen Cherusker-Punsch ausgewählt. Er ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber da müssen wir durch, wenn wir Neujahr einen Kater ausführen wollen. Für vier Personen nehme man 1/ 2 Liter Starkbier, 1 Esslöffel Honig, 3 Nelken, 1 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale, je 1 Prise Muskat und Ingwer, 1 Schnapsglas Rum, 125 Milliliter süße Sahne, 1 unbehandelte, in Scheiben geschnittene Orange. Das Bier mit Honig und Gewürzen zum Kochen bringen, Sahne und Rum unterrühren, Orangenschreiben in einen Krug geben, Bier darüber gießen und sofort heiß servieren. Till hofft mit Blick auf diese Seite, dass es auch im nächsten Jahr trotz Wirtschaftskrise und Wahlkämpfen immer wieder etwas zu lachen gibt. In diesem Sinne erhebt Till sein Punschglas und ruft feierlich, aber lauthals:
Prosit Neujahr!

Wahr & unwahr

Wahr ist, dass Orang-Utan Buschi im Zoo Bilder malt.
Unwahr ist, dass er demnächst zum Ehrenvorsitzenden des Bundes Bildender Künstler (BBK) in Osnabrück ernannt werden soll.
Wahr ist, dass bis zur Spitze des Piesberges die längste Freitreppe der Region errichtet wird.
Unwahr ist, dass sich dort künftig die Verwaltungsspitze einmal pro Woche zur sportlichen Ertüchtigung trifft.
Wahr ist, dass die Firma Alba künftig die Zahl der ausgegebenen gelben Säcke pro Haushalt rationiert.
Unwahr ist, dass die Abfallentsorger nach der Produktion reißfester Kunststofftüten jetzt mit der Herstellung von Kondomen ein neues Geschäftsfeld eröffnen.
Autor:
Claudia Kolbeck, Ulrike Schmidt, Arne Köhler, Michael Schwager, Michael Hehmann.


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