User Online: 1 | Timeout: 24:16Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schwimmbad war nicht Ausgang der Deportationen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu Bedrückende Reise in die Vergangenheit Schüler gestalten Ausstellung über die Deportation von Juden nach Riga″ (Ausgabe vom 24. Mai).

Berichtet wird über eine Schülerausstellung der Thomas-Morus-Schule zu den Deportationen nach Riga, die [. . .] durch einen Wahlpflichtkurs Geschichte inhaltlich erarbeitet und umgesetzt wurde. Angeblich seien die zur Deportation vorgesehenen Osnabrücker Jüdinnen und Juden zuvor in der heutigen Alando-Diskothek, einer ehemaligen Turnhalle, gesammelt worden. Die mitwirkende Schülerin Lea berichtet daraufhin von ihrem Unbehagen, dort noch unbeschwert feiern zu können. Ich möchte auf diesem Wege der Schülerin gerne ihre Skrupel nehmen, denn das Alando war früher weder eine Turnhalle noch ein Sammelpunkt für die Deportationen. In dem Gebäude befand sich damals ein Schwimmbad, und die jüdischen Bürger wurden in der Turnhalle der gegenüberliegenden Schule am Pottgraben versammelt, um von dort später zum Bahnhof gebracht zu werden. Es verwundert schon sehr, dass [. . .] anscheinend sehr viel Wert auf eine szenische Darstellung der Ausstellung legte, es aber offenkundig unterließ, grundlegende Kenntnisse zu erarbeiten. Ein kurzer Blick in das Standardwerk Stationen auf dem Weg nach Auschwitz′ hätte diese kleinen Ungenauigkeiten rasch korrigiert. So aber konnten sich inhaltliche Fehler in die öffentliche Ausstellung einschleichen, die von der Mitarbeiterin der Neuen OZ leider auch noch unkritisch übernommen wurden. Den engagierten Schülerinnen und Schülern und ihrer begrüßenswerten Ausstellung ist mit diesem laxen Umgang mit der Materie seitens der Verantwortlichen leider kein Gefallen getan worden. Stattdessen werden falsche Mythen generiert und weiterverbreitet. Schade.″

Dr. Sebastian Weitkamp
Liebigstraße 1a
Osnabrück
Autor:
Dr. Sebastian Weitkamp


Anfang der Liste Ende der Liste