User Online: 1 | Timeout: 18:11Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein Marsch gegen den Faschismus
Zwischenüberschrift:
Aktionen zum Antikriegstag / Gewerkschaft organisiert Demonstration für Frieden in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Unter dem Motto Zusammenkommen″ gestaltete der DGB-Stadtverband Osnabrück den diesjährigen Antikriegstag am 1. September mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt vom Theater zum Gewerkschaftshaus, wo eine Ausstellung eröffnet wurde.

OsnabrückOrdnungsgemäß eskortiert, zogen nach Angaben des Veranstalters 112 Teilnehmer vom Platz der Deutschen Einheit am Theater über die Georg- und Möserstraße zum Gewerkschafshaus am August-Bebel-Platz. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!″, lautete die Parole, die unterwegs auch lauthals skandiert wurde.

Im musikalischen Marschgepäck hatten die Demonstranten auch Joan Baez′ Anti-Kriegs-Hymne We Shall Overcome″. Mitglieder der Parteien Die Linke und Bündnis 90/ Die Grünen befanden sich ebenso unter den Teilnehmern wie solche aus pazifistischen, antifaschistischen oder kurdischen Vereinigungen. So wurde die Forderung plastisch, dass alle Gruppierungen zusammen das Engagement und den Widerstand gegen Krieg und Faschismus organisieren sollen.

Bildung allein reiche nicht aus, man müsse eben zusammenkommen″ und sich gemeinsam dagegen wehren″, erläuterte die DGB-Stadtverbandsvorsitzende Nicole Verlage am Zielpunkt vor dem Gewerkschaftshaus noch einmal die diesjährige Losung des Antikriegstags. Mit vielfältiger Kreativität deutlich machen, dass Grenzen überschritten werden″, beschrieb sie zudem mit Blick auf die heutigen Kriegsgewinnler″ und Populisten das Konzept und den Anspruch der offenen, wachsenden Ausstellung, die noch drei Wochen lang bis einschließlich Freitag, 21. September, im Treppenhaus des Gewerkschaftsgebäudes zu sehen und zu bereichern sein wird.

Ein über alle drei Etagen gespanntes rotes Netz soll dabei ganz unterschiedliche, nicht nur professionelle künstlerische Ansätze und inhaltliche Auffassungen miteinander verbinden. Jeder sei dazu eingeladen, in künstlerischer Form seinen eigenen Blickwinkel hinzuzufügen, um die Zusammenkommen″-Ausstellung und die mit ihr verknüpften Diskussionen in einer großen Bandbreite lebendig″ zu halten, betonte Verlage.

Waffenfreie Welt

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung mit anschließendem Antikriegsfest″ von Achim Bigus, der zu Dieter Süverkrüps Lied vom Tod″ daran erinnerte, dass Kriege nicht vom Himmel″ fallen, sondern gemacht″ sind und Interessen″ dahinterstecken. Auch die Tatsache, dass Kriege derzeit die häufigste Fluchtursache″ und zudem ein lukratives Geschäft″ seien, kam zur Sprache. Mit Unser Marsch ist eine gute Sache″ gab Bigus auf der Akustikgitarre noch ein weiteres altes, aber derzeit wieder hochaktuelles Lied aus der Pionierzeit der Ostermärsche in den 60er-Jahren zum Besten – „ für eine Welt, die von Waffen nichts mehr hält″, heißt es darin weiter.

Das dürfte den Teilnehmern des Demonstrationszuges aus der Seele gesprochen haben, die sich unter anderem auch explizit gegen Waffenhandel und für die Einhaltung des Völkerrechts″ und den Stopp aller Rüstungsexporte″ ausgesprochen hatten.

Bildtexte:
Mehr als 100 Teilnehmer zogen gegen Krieg und Faschismus vom Theater zum Gewerkschaftshaus.
Eine Antikriegsausstellung ist im Gewerkschaftshaus Osnabrück eröffnet worden.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Matthias Liedtke


Anfang der Liste Ende der Liste