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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Jetzt wächst Gras über die Sanierung
Zwischenüberschrift:
Wüste ist keine Altlast mehr: Nach zwei Jahren beendet die Stadt die Arbeiten im Stadtteil
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die letzten Bagger sind weg, es wird jetzt nur noch eine Weile dauern, bis auch im letzten Garten im Stadtteil Wüste Gras über das Thema Sanierung von Altablagerungen gewachsen ist. Die Verantwortlichen bei der Stadt Osnabrück jedenfalls sind mit dem jetzigen Ende der Sanierung zufrieden.

Es ist alles zur allgemeinen Zufriedenheit gelaufen″, freute sich gestern Projektleiter Karsten Timmermann, nachdem er gemeinsam mit Oberbürgermeister Boris Pistorius an der Sandstraße den letzten sanierten Garten inspiziert hatte.
Dort, wo wie auch andernorts in der Gegend vor kurzem noch üppiges Grün wuchs, bestimmt derzeit eine fast wüste Landschaft das Bild. Für den letzten Schritt, aus der kargen Erde wieder schöne Gärten zu machen, sind die Anwohner selbst zuständig.
Mit den jetzigen Arbeiten endet eine mehr als zwei Jahre währende Sanierung von insgesamt 76 Grundstücken. Die in drei Bauabschnitten realisierte Sanierung war notwendig geworden, nachdem 1992 bei Bodenuntersuchungen gefährliche Schadstoffrückstände im Boden entdeckt worden waren: Polizyklische Kohlenwasserstoffe waren ebenso nachgewiesen worden wie Blei und Cadmium.
Nach einer umfangreichen Bürgerbeteiligung wurden mit Hilfe von rund 10 000 Bohrungen etwa 1700 Grundstücke genauer untersucht.
In den Boden gelangt waren die Schadstoffe bei der Trockenlegung des ehemaligen Sumpfgebietes mit Asche und Schlacke sowie bei der Deponierung von Gewerbeabfällen auf einer Flächevon rund 200 Hektar, als Ende der 1920er Jahre die öffentliche Müllabfuhr eingerichtet worden war. Der Sanierungsaufwand sei ziemlich hoch gewesen, zogen Pistorius und Timmermann Bilanz. Alles habe wegen der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten aber gut funktioniert.
Auf den betroffenen Grundstücken wurde in den vergangenen Jahren auf rund 17 200 Quadratmeter der Boden bis in eine Tiefe von bis zu einem Meter komplett abgetragen und durch unbelasteten Boden ersetzt. Für den Transport der rund 12 500 Kubikmeter alten Bodens und ebenso viel neuen Bodens waren laut Timmermann rund 2000 Lkw-Ladungen notwendig.
Jetzt ist der Boden dort, wo er im Prinzip auch früher schon einmal war: auf einer ehemaligen Mülldeponie. Diesmal allerdings auf dem Piesberg, wo er als Ausgleichsmaterial für die Profilierung des Geländes der ehemaligen Zentraldeponie dient.
Einen Erfolg konnten die Verantwortlichen nach eigenen Angaben bei den Kosten erzielen. Mit rund 2, 3 Millionen Euro sei die Sanierung etwa ein Drittel günstiger ausgefallen als geplant, hieß es.

Bildtext:
Sanierung beendet: Oberbürgermeister Boris Pistorius (links), Karsten Timmermann (2. v. r.) und Detlef Gerdts (rechts) übergaben drei Pflanzen an die Anwohner Günter Zipper und Herbert Düsing zur Begrünung der sanierten Gärten.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
slx


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