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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Feinstaub ist ein natürliches Phänomen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Feinstaub lässt die Bäume austrocknen″ (Ausgabe vom 23. Juli).

Anders als im Artikel vermutet, ist Feinstaub ein eher natürliches Phänomen und die Entstehung im Sommer sehr leicht nachvollziehbar: Die Sonne erwärmt den Boden, dadurch steigt warme Luft auf und sinkt nach Abkühlung wieder zu Boden. Durch diese , Walze′ wird auch Feinstaub aufgewirbelt, wenn der Boden trocken ist. So lassen sich bis zu 40 Mikrogramm Feinstaub (50 Mikrogramm ist der Grenzwert) direkt auf die Sonneneinwirkung zurückführen.

Dazu kommen noch andere meteorologische Effekte (Inversionswetterlagen). Nur fünf bis acht Mikrogramm sind tatsächlich durch den Autoverkehr bedingt, wobei nur zwei bis vier Mikrogramm durch die Verbrennungsprozesse verursacht werden: Auch Autos wirbeln, unabhängig ob elektrisch, mit Diesel oder Benzin angetrieben, selbst Feinstaub auf. Diese Abgasbelastung ist also minimal gegenüber der natürlichen, bei Inversionswetterlagen können die Feinstaubwerte auf 100 bis 150 Mikrogramm pro Kubikmeter steigen. Somit sind auch Fahrverbote nutzlos: Selbst wenn der komplette Verkehr gesperrt werden würde, reduzieren sich die Belastungen maximal um fünf bis acht Mikrogramm dies hätte auf die wetterbedingten Spitzenbelastungen faktisch keine Auswirkungen.

Insofern forderte das Fraunhoferinstitut bereits 2011 richtigerweise eine Abschaffung der Umweltzonen, da die Umweltzonen keinen nachweisbaren Beitrag zur Verminderung der Feinstaubwerte herbeigeführt hätten. Die derzeit gültige Plakettenregelung der Umweltzonen führt bei Stickstoffdioxiden (NO2) sogar zu einem höherem Ausstoß (Gutachten des Fraunhoferinstituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IV im Auftrag der IHK Ulm).″

Christina Boom-Grüner

Steffen Grüner

Osnabrück

Bildtext:
Sind Umweltzonen wirklich sinnvoll?
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Christina Boom-Grüner, Steffen Grüner


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