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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Warten aufs Schwein
 
Zu lange Zähne bei Nagern ein Problem
 
Fußball gegen Rugby
 
Müde zur Meisterschaft
Zwischenüberschrift:
Jäger brauchen viel Geduld auf dem Hochsitz und Whatsapp für kurze Absprachen vor der Jagd
 
Welcher Sport ist beliebter? Ein Streitgespräch zwischen zwei Spielern
 
Beim Hip-Hop müssen Eyeliner und Choreografie sitzen
Artikel:
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Originaltext:
Frühmorgens, noch in der Dunkelheit des Erntetages, treffen sich sieben Jäger in Linne, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Seit Längerem gibt es Meldungen zu Wildschäden und Beobachtungen von einer größeren Anzahl von Wildschweinen in der Gegend. Einer der Jäger heißt Marco Knost.

Osnabrück Er weiß, dass für eine erfolgreiche und vor allem sichere Jagd detaillierte Absprachen zwischen Landwirten und Jägern notwendig sind. Dies geschah schon Tage vorher im persönlichen Dialog, aber auch kurz und knapp über Whatsapp. Zudem verwenden die Jäger Karten von Google Maps, welche die Ansitze im Revier markieren.

In Linne wird ein 14 Hektar großes Maisfeld geerntet. Landwirte fahren mit großen Maschinen über das Feld. In den Maisreihen könnten Wildschweine sein. In den vergangenen Tagen wurden Spuren gesehen. Auf dem Feld starten nun die Motoren des Häckslers, zeitgleich haben die Jäger ihre orangefarbenen Westen angezogen und sich auf ihren Ansitzen platziert.

Es geht los. Der Häcksler vertilgt Reihe um Reihe den Mais. Die Jägergruppe wird stundenlang auf ihren Ansitzen verharren, ohne dass etwas passiert, doch sie müssen permanent hoch konzentriert sein. Jagd ist Teamarbeit. Jeder sollte seine Aufgabe, seinen Platz und seine Position in der gemeinschaftlichen Ausübung dieser Tätigkeit kennen″, so Jäger Marco Knost.

Auf dem Feld wird ihnen neben der Aufregung auch der kalte Westwind erschweren, sich zu konzentrieren und eine ruhige Hand zu behalten. Die Jäger sind sich im Klaren, dass sie von einem 50 bis 150 Kilogramm schweren Keiler mit gebogenen, langen Eckzähnen lebensgefährlich verletzt werden können.

Sie müssen Situationen binnen Sekunden einschätzen. Ein unbedachter Schuss kann Folgen haben. Darum ist es sinnvoll, dass nicht jeder in Deutschland auf Jagd gehen und Tiere erlegen darf. Jeder der sieben Jäger ist im Besitz eines sogenannten Jagdscheines. Er wird in sechs unterschiedlichen Kategorien geprüft. Der Prüfling muss volljährig sein, ein makelloses Führungszeugnis besitzen und bereit sein, neben wochenlangem Lernen tief in die Tasche zu greifen.

Das grüne Abitur

Neben Kurs- und Prüfungsgebühren kommen schnell mit allen Nebenkosten vierstellige Summen zusammen. Die Jagdprüfung wird auch gerne das Grüne Abitur″ genannt. Fragt man Jäger, dann sagen sie, dass es sehr wichtig und sinnvoll sei, dass Wildschweine geschossen und gejagt werden. Wildschweine gelten als Überträger der ansteckenden Schweinepest und seien die Verursacher von großen Wildschäden auf Weizen- und Maisfeldern, so der Jäger. In jedem Frühjahr werden ganze Wiesen von Wildschweinrotten regelrecht umgepflügt, in der Jägersprache aufgebrochen, auf der Suche nach Mäusen und Engerlingen. Dies geschieht auch auf den Feldern um Linne, einem Dorf mit 215 Einwohnern. Zu den Aufgaben des Jägers gehören nicht nur das Erlegen des Wildes und das gelegentlich fragwürdige Erweitern der heimischen Trophäensammlung, sondern auch und vor allem das Einstehen für den Naturschutz und die Mitwirkung an dem Versuch, ein Gleichgewicht in der Natur wiederherzustellen. Hege und Pflege von Wild und Natur ist Ehrensache der Jäger″, sagt Marco Knost.

Der erste Schuss

Mittlerweile ist es Mittag. Auf dem Feld stehen nur noch wenige Reihen Mais. Auf einmal gibt der Fahrer das vereinbarte Zeichen für Schwarzwild, die Rundumleuchte des Maishäckslers blinkt. Die Wildschweine hetzen aus dem Mais. Sofort fällt der erste Schuss, dann noch einer, vier weitere folgen. Innerhalb weniger Sekunden sind Entscheidungen über die Abgabe eines sicheren Schusses gefallen. Nach wenigen Minuten ist alles vorbei. Für die Jäger hat sich das stundenlange Warten schließlich gelohnt: Vier Wildschweine wurden geschossen und auf den Hof der Familie Knost gebracht. Dort werden die Tiere waidgerecht aufgebrochen. Marco Knost und die anderen Jäger schneiden die Bauchdecken der Wildschweine auf und entnehmen die Innereien. Es werden auch Proben entnommen, um im Labor Krankheiten festzustellen. Erst danach wird das Fleisch zum Verzehr und Verkauf freigegeben.

Zum Schluss gratulieren die Jäger sich untereinander für ihren Erfolg. Müde und stolz auf die Leistung, verabschiedet man sich voneinander. Für einige Jäger geht es gleich weiter. Denn auch auf anderen Feldern wird an diesem Tag noch Mais geerntet.

Bildtexte:
Geduld ist gefragt: Jäger müssen durchaus mal lange in einer Position verharren, um überhaupt etwas zu schießen. Mitunter warten sie stundenlang auf ihrem Hochsitz.
Die Jäger haben einige Schweine erlegt. Die Tiere haben sich in einigen Regionen stark vermehrt.
Fotos:
dpa/ Bernd Wüstneck, Hagen Knost

Osnabrück Hattest du schon einmal Hunger und konntest dann nichts essen bestimmt! Doch dies lag sicherlich nicht daran, dass deine Zähne zu lang gewachsen waren, oder? Bei Nagetieren ist das jedoch keine Seltenheit. Häufig kommen Besitzer mit ihren Nagetieren in Tierarztpraxen, um die Zähne der Tiere abschleifen zu lassen. Doch wie kommt dies zustande? Es gibt keine Zähne, die zu schnell wachsen″, erklärt Dr. Signe Königshaus, Tierärztin aus Osnabrück. Es gibt nur Zähne, die eine Fehlstellung haben und dann aber Probleme machen, weil sie keinen Gegenzahn zum Abrieb haben.″ Doch ist die einzige Lösung hierfür, die Tiere monatlich oder sogar wöchentlich in die Praxis zu bringen? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel Kieferorthopädie für Nager? Tatsächlich ist der regelmäßige Besuch des Tierarztes die einzige Lösung, wenn einem etwas an dem Tier liegt. Jedoch ist es nicht ausgeschlossen, dass das geliebte Haustier, zum Beispiel das Kaninchen, die Maus oder das Meerschweinchen, trotz der ständigen Arztbesuche abmagert und letztendlich daran stirbt. Oft wird diese Krankheit weitervererbt. Doch es ist auf jeden Fall empfehlenswert, neben der richtigen Ernährung und Stallhaltung darauf zu achten, dass sich genug Knabbermaterial aus Holz oder auch Heu im Stall befindet.

Osnabrück Fußball und Rugby, zwei Sportarten, zwei Meinungen. Wir haben
Vertreter der beiden Sportarten zu einem Streitgespräch eingeladen. Fußballer Johann Janßen vertritt fol-
gende Meinung: Fußball ist besser als Rugby! Rugbyspieler Viktor von Pappenheim ist der Auffassung: Rugby ist eine tolle Sportart und könnte Fußball in Zukunft ablösen.″

Viktor: Rugby ist zwar noch nicht so verbreitet in Deutschland, aber es ist ein stetig wachsender Sport.

Johann: Was redest du da? Die meisten haben ja noch nie etwas von Rugby gehört. Sie verwechseln es mit American Football.

Viktor: Ob du es glaubst oder nicht, Rugby und Fußball haben auch ein paar Gemeinsamkeiten.

Johann: Was denn zum Beispiel?

Viktor: Fußball und Rugby kommen beide aus England, auch wenn es beim Fußball schon früher ähnliche Sportarten gab, wie zum Beispiel im Frühmittelalter, als eine frühe Art des heutigen Fußballspiels praktiziert wurde, bei dem die Bewohner von zwei Orten versuchten, einen Ball in das gegnerische Stadttor zu befördern.

Rugby soll aus dem Fußball entstanden sein. Bei einem Spiel der Stadt Rugby soll William Webb Ellis und sein Team eine Niederlage bevorgestanden haben, er jedoch packte den Ball und legte ihn in das gegnerische Tor.″

Johann: Da siehst du, dass Fußball cooler ist als Rugby, weil Rugby aus dem Fußball entstanden ist.

Viktor: Wie kommst du eigentlich darauf, dass Fußball cooler ist als Rugby? Rugby ist eine der besten Sportarten. Viele spielen Fußball doch nur wegen des Geldes.

Johann: Aber ihr mit euren komischen kaputten Bällen. Wie ist es euch denn möglich, damit zu spielen?

Viktor: Tja, das ist ja das Schwierige an der Sache. Und auch einer der Gründe, warum es so viel Spaß macht. Man kann nie wissen, wohin der Ball springen wird.

Johann: Ja, okay. In den Regeln unterscheiden sich die beiden Sportarten, oder?

Viktor: Ja, da hast du recht. Beim Rugby muss ein ovaler Ball hinter die sogenannte Tryline getragen oder gelegt werden. Man darf nur nach hinten passen und natürlich nur mit der Hand spielen. Aber es gibt auch eine Ausnahme: Ich darf den Ball nach vorne kicken.

Tackeln ist einer der spektakulärsten Spielzüge, aber auch einer der brutalsten. Tackeln ist, wenn man den gegnerischen Spieler umwirft, indem man seine Beine oder seinen Körper festhält. Wichtig dabei ist, nicht über die Schulter zu tackeln. Das waren die wichtigsten Regeln von Rugby. Schon anders als Fußball, aber da ist noch etwas, was die beiden Sportarten gemein haben. Es geht um das Spielfeld. Das Fußballfeld ähnelt dem Rugbyfeld, nur dass es weniger Markierungen gibt. Am Kopfende befinden sich bei beiden Sportarten die Tore.

Johann: Ich verstehe schon, dass du Rugby so sehr verteidigst. Es ist ja eigentlich ein schöner Sport. Fußball ist so sehr verbreitet, dass er bei uns als Nationalsportart zählt. Bei Rugby ist das noch nicht der Fall.

Diese Seite ist während des Klasse!- Projekts mit dem Medienprofilkurs der Ursulaschule entstanden. Auf den Klasse!- Seiten schreiben Schüler die Artikel. Denn sie sind Teil des Projekts von NOZ Medien. Sie schreiben ihre Texte entweder im Unterricht oder sind Mitglied der Jugendredaktion. Somit gibt es für alle Schüler eine Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und zu schreiben. Bei der Themenauswahl helfen Redakteure der NOZ. Informationen unter Tel.: 05 41/ 310-685 oder E-Mail:
k.pohlmann@ noz.de.

Bildtext:
Zwei Bälle, zwei Spieler, und doch gibt es große Unterschiede, da sind sich Johann und Viktor einig.
Foto:
Lea Böttger

Osnabrück Schon immer haben es die Menschen geliebt, sich gegenseitig herauszufordern. Egal, ob alleine oder in Teams, im Sport oder anderweitig. Für ziemlich jede Aktivität gibt es Meisterschaften, um sich zu messen. So auch im Hip-Hop.

Seit ungefähr sechs Jahren besteht schon die Crew, in der wir tanzen. Wir heißen Created″ und gehören zum Osnabrücker Sportclub (OSC). Seit einigen Jahren nehmen wir regelmäßig an Meisterschaften teil. Im März trat unsere Gruppe bei der Westdeutschen Meisterschaft an.

Pünktlich um 9 Uhr stieg unser Team in den gemieteten Reisebus, und die Fahrt ging los. Jetzt war noch Zeit, alle Frisuren zu flechten, die letzten Eyeliner zu ziehen und sich noch kurz zu entspannen, bevor es endgültig losging. Die Stimmung im Bus war etwas angespannt. Ob es an der Müdigkeit oder der Aufregung lag? Wahrscheinlich an beidem ein bisschen. Wochenlang hatten wir uns auf diesen Tag vorbereitet und sogar in Kauf genommen, am Wochenende mal nicht auszuschlafen, um stattdessen zu trainieren.

Nach eineinhalb Stunden waren wir in Ratingen angekommen. Wir gingen zur Stadthalle, in der die Meisterschaft stattfand. Zeitgleich kam auch unsere Trainerin dort an und gab uns erste Anweisungen. Wir waren in unserer Kategorie Teens (unter 18) schon als fünfte Gruppe dran, weswegen wir nur noch wenig Zeit hatten, um uns umzuziehen und aufzuwärmen.

Kurz bevor wir dran waren, standen wir aufgeregt, aber konzentriert an der Bühnentreppe. Die Moderatoren kündigten uns an und wurden vom lauten Gejubel des Publikums übertönt. Fünf weitere Teams unserer Tanzschule waren da und feuerten uns lautstark an.

Unser Auftritt dauerte knapp zwei Minuten. Doch es kam uns wie nur wenige Sekunden vor. Wir waren ziemlich zufrieden mit unserer Leistung, doch die nächsten acht Stunden mussten wir die Zeit totschlagen, um auf das Ergebnis des Wettbewerbs zu warten. In der Halle herrschte gute Stimmung. Nicht nur auf, sondern auch neben der Bühne und in den Seitengängen wurde getanzt und gefreestylt. Einige von uns schauten sich die Konkurrenz an, die extrem stark war. Irgendwann standen die Platzierungen fest. Die ersten fünf Plätze wurden verkündet. Leider waren wir nicht darunter. Also mussten wir zur Anmeldung gehen, um unsere Platzierung zu erfragen. Wir waren auf dem sechsten Platz und haben uns somit für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Als wir in der Nacht zurückgefahren sind, hat wohl niemand mehr daran gedacht, unseren Erfolg zu feiern. Alle haben den Großteil der Fahrt geschlafen, bis wir alle stolz und vor allem müde um zwei Uhr nachts in Osnabrück ankamen.

Bildtext:
Hip-Hop ist ihre Leidenschaft: Die Girls tanzen auch bei Meisterschaften mit.
Foto:
Greta Heutling
Autor:
Hagen, Amelie, Greta


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