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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wenn der Servicebetrieb nicht mehr hinterherkommt, greifen Freiwillige ein
Zwischenüberschrift:
Bürger pflegen den Friedhof in Atter und entwickeln neue Ideen für die Ruhestätte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Zum vierten Mal seit Jahresbeginn haben sich jetzt freiwillige Helfer aus dem Stadtteil auf dem Friedhof von Atter getroffen, um dort auf Hauptwegen Unkraut zu jäten. Auf die Idee, ihren Friedhof in Intervallen mitzupflegen, waren Mitglieder des örtlichen Runden Tisches bereits vor Jahren gekommen.

Die Aufgaben waren klar verteilt: Sylvia Bönninghaus-John als Vertreterin des Kirchenkreises Nord-West zählte alle Helfer und machte sich danach auf den Weg zur Bäckerei, um Brötchen zu kaufen, diese anschließend zu belegen und Kaffee zu kochen. Heinz-Hermann Tormöhlen als Vertreter des Runden Tisches begrüßte alle Freiwilligen und dankte ihnen für die zuverlässige Mitarbeit. Denn trotz der Urlaubszeit fanden sich gegen 10 Uhr zehn Freiwillige jeden Alters ein, um zur Tat zu schreiten.

Mit Schaufeln, Harken und Schiebkarren ausgerüstet, rückten sie dem Unkraut auf drei Hauptwegen des Friedhofs zu Leibe. Dieses, seit der jüngsten freiwilligen Reinigungsaktion vor sechs Wochen wieder wuchernd, bot vielen Friedhofsbesuchern einen unschönen Anblick und den Helfern mit dem grünen Daumen sowieso.

Unser Friedhof galt unter städtischen Gärtnern vor Jahren noch als Perle der Friedhöfe″, sagte Tormöhlen und ergänzte, dass dann irgendwann der bis dahin gepflegte Friedhof immer mehr zu verwildern begonnen habe. Bänke, zum Verweilen unter Bäumen oder am Wegrand aufgestellt, waren nach seinen Angaben so schmutzig, dass sich niemand mehr traute, auf ihnen Platz zu nehmen. Rasenflächen, seit Wochen ungemäht, boten ein wenig repräsentatives Bild, und einst regelmäßig gestutzte Büsche breiteten sich in alle Himmelsrichtungen aus, sodass die Wege immer enger wurden.

Grund genug für die Mitglieder des Runden Tisches, diesen Pflegenotstand″ im Bürgerforum zu kritisieren und Verantwortliche um Abhilfe zu bitten. Nachdem sie vergeblich auf eine Verbesserung gewartet hatten, wurde die Idee geboren, im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements selbst aktiv zu werden und Friedhofspflege in Eigenregie zu betreiben.

Seitdem arbeiten in Intervallen von vier bis sechs Wochen im Mittel zehn Freiwillige auf dem waldnah gelegenen Friedhof und bringen so abgestimmt mit Verantwortlichen des Osnabrücker Servicebetriebs die letzte Ruhestätte vieler Atteraner Bürger nach Plan auf Vordermann.

Neue Helfer seien den Friedhofsgärtnern aus Atter immer willkommen, sagte Tormöhlen. Er betonte, dass die Mitglieder des Helferkreises aber nicht nur gärtnerten, sondern sich auch Gedanken um die Friedhofsgestaltung gemacht hätten: So gründe der Plan, demnächst Wiesengräber auf dem Friedhof auszuweisen, auf Ideen der Freiwilligen.

Bildtexte:
Engagierte Freiwillige: Georg Blum, Heinz-Hermann Tormöhlen und Marcel Oechel.
Hier sollen nicht anonyme Wiesengräber entstehen.
Fotos:
Thomas Osterfeld
Autor:
Michael Luttmer


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