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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
König Fußball wird zum Konkurrenten
Zwischenüberschrift:
Das Schlossgarten-Open-Air spürt den Einfluss der WM / Trotzdem ist das Festival ein Marketingfaktor
Artikel:
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Originaltext:
Rund 18 000 Gäste werden dieses Jahr das Schlossgarten-Open-Air erleben. Die Veranstalter sind damit zufrieden.

Osnabrück. Klar läuft der Kartenvorverkauf für das Schlossgarten-Open-Air übers Internet. Und er läuft, so viel kann Christoph Hengholt vom Veranstalter Goldrush schon mal sagen, gut: 7500 bis 8000 Gäste erwarten wir für den Freitag, 10 000 für den Samstag″, sagt er. Das liegt im Rahmen der Erwartungen.″ Dabei hat Goldrush auch schon volles Haus vermeldet: 2016 kamen zu Max Giesinger, Rea Garvey und Cro jeweils 12 000 Gäste pro Abend.

Das Festivaljahr 2018 läuft hingegen weniger gut. Hengholt führt das auf die Fußball-Weltmeisterschaft zurück. Im WM-Jahr sind viele Bands nicht auf Tour.″ Das hättem auch die ganz großen Festivals gespürt: Beim Hurricane Festival und bei Rock am Ring habe es noch Tagestickets gegeben. Entspannt ist Hengholt trotzdem: Den Break-even″ hat er erreicht, den Punkt, ab dem die Unkosten gedeckt sind und die Gewinnzone beginnt.

Nun fließen beim Kartenvorverkauf im Netz bekanntermaßen nicht nur Euro, sondern auch jede Menge Informationen. So weiß Hengholt dank seiner Analyse-Tools, dass am Freitag rund 60 Prozent Männer im Publikum sind und das Durchschnittsalter bei 36 Jahren liegt. Am Samstag kehrt sich das Geschlechterverhältnis um: Für Sarah Connor und Nena interessieren sich 60 Prozent Frauen. Und das Durchschnittsalter liegt bei 43 Jahren.

Solche Fakten für sich genommen, bedeuten vielleicht noch nicht allzu viel. Aber in Kombination mit weiteren Daten könnten sie interessant werden, und das nicht nur für die Macher des Schlossgarten-Open-Airs. Die Leute geben 50 Euro fürs Ticket aus, fahren mit dem öffentlichen Personennahverkehr oder parken in unseren Parkhäusern″, sagt die Geschäftsführerin der Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH (OMT), Petra Rosenbach. Damit wird das Open Air zum Marketing-Faktor, könnte man meinen. Tatsächlich bewirbt die OMT das Festival auf ihren Produkten, von Print bis Online″, sagt Rosenbach. Eigene Zahlen habe die OMT aber noch nicht erhoben.

Dafür betreibt Goldrush das umso intensiver. Ab 1. Februar haben die Veranstalter beobachtet, wie der Vorverkauf merklich angezogen hat″, sagt Hengholt. Der Grund: Ab diesem Datum durfte er die Donots als Festivalact bekannt geben. Vorher hatte das der sogenannte Gebietsschutz″ untersagt, den das Hurricane-Festival beansprucht hat: Dort haben die Donots in diesem Sommer ebenfalls gespielt. Offenbar haben die Westfalen aus Ibbenbüren in Osnabrück eine große Fangemeinde; 3000 Gäste kämen allein ihretwegen, vermutet Hengholt. Ein Nachbarschaftsbonus?

Tatsächlich erreicht der Freitag zwar ein kleineres Publikum, aber einen größeren Wirkungskreis: Das Einzugsgebiet der Donots, Dropkick Murphys und Fiddler′s Green beträgt 80 Kilometer, aber auch aus Hamburg reisen Fans an. Für Nena, Sarah Connor und Wirtz kommen Fans aus einem Umkreis von 20 Kilometern. Anders gesagt: Der zweite Festivaltag ist ein Tag für Osnabrück und das nächste Einzugsgebiet. Was das für die Stadt bedeutet? OMT-Chefin Rosenbach hat darauf keine aktuelle Antwort. Aber sie begrüßt auf jeden Fall die Planungssicherheit″, die Goldrush erhält, wenn der Veranstalter und die Stadt am Montag einen Vertrag unterzeichnen, der die Zukunft des Festivals für die nächsten fünf Jahre sichert.

Schlossgarten-Open-Air: Mehr lesen Sie auf noz.de/ kultur-regional

Bildtext:
Volle Wiese bei Beginner″: Bis zu 12 000 Besucher pro Abend machen das Schlossgarten-Open-Air zu einem Marketingfaktor der Stadt.
Foto:
Katharina Leuck
Autor:
Ralf Döring


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