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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Grab-Attrappe im Schlossgarten
Zwischenüberschrift:
Mahnmal für ertrunkene Flüchtlinge
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Noch immer ertrinken zahlreiche Flüchtlinge im Mittelmeer bei ihrem Versuch, von Afrika nach Europa zu gelangen. Im Osnabrücker Schlossgarten hatten Unbekannte in den vergangenen Tagen ein Kreuz aufgestellt. Es ist ein Mahnmal für die vielen Toten.

Mitten auf der großen Rasenfläche des Schlossgartens stand einsam das Kreuz. Blumen wurden gepflanzt, Kerzen standen auf dem symbolischen Grab. An dem Kreuz ein Zettel mit der Aufschrift: Den Toten an Europas Außengrenzen″. Unklar ist, wer das Kreuz aufstellte ein Hinweis fehlt. Der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni (Asta) teilte auf Anfrage mit, er habe es dort nicht aufgestellt und wisse auch nicht, wer es war.

Das Grab war aber unzweifelhaft als Erinnerung an die zahlreichen im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge gedacht. In diesem Jahr starben bereits mehr als 1400 Menschen. Erst vergangene Woche ertranken mindestens 30 Flüchtlinge vor der Küste Zyperns. Am Freitag war das Kreuz schon wieder entfernt worden.

Unabhängig von der Gedenk-Aktion im Schlossgarten wird heute an einem Infostand ab 10 Uhr vor dem Dom über die Arbeit der Hilfsorganisation Seawatch berichtet und Spenden gesammelt. Um 12 Uhr soll ein Flashmob an die 1405 im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge erinnern. Dazu sollen alle Teilnehmer rote oder orangefarbene Warnwesten mit der Zahl 1405 auf dem Rücken anziehen. Am Dom wollen sich die Teilnehmer fünf Minuten schweigend auf die Straße stellen. Weitere Informationen zu der Aktion auf 50ausidomeni.de.

Bildtext:
Ein Grab haben Unbekannte im Schlossgarten als Mahnmal für tote Flüchtlinge aufgebaut.
Foto:
Jörg Sanders
Autor:
Jörg Sanders


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