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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Erfrischungen für Zootiere
Zwischenüberschrift:
Wasserspiele und Eis auf dem Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Hitze ist kaum noch auszuhalten. Nicht nur wir Menschen haben unter den dauerhaft hohen Temperaturen zu leiden, auch die Tiere im Zoo finden die Affenhitze langsam nicht mehr lustig und brauchen jeden Menge Abkühlung.

Osnabrück Dabei ist die Hitzeverträglichkeit auf beiden Seiten der Gehegezäune ähnlich verteilt: Die einen können die tropischen Temperaturen besser vertragen als die anderen. Besonders leidensfähig müssen derzeit jene Tiere sein, deren ursprünglich Heimat eher im kühlen Norden zu verorten ist.

Grundsätzlich ist es natürlich wichtig, den Tieren ausreichend Schatten und Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, dann regeln die Tiere auch viel alleine. Insbesondere die nordischen Tierarten verbringen tagsüber die meiste Zeit schlafend im Schatten und werden erst gegen Abend aktiver″, sagt Tobias Klumpe, Biologe und wissenschaftlicher Kurator im Osnabrücker Zoo.

Auch die Speisekarte haben die Tierpfleger auf Hochsommer umgestellt. Während die Zoobesucher vor den Anlagen genussvoll ihr Vanilleeis schlecken, vergnügen sich die Tiere gerne mal mit Eisbomben in verschiedenen Geschmacksvariationen. Ob nun die vegetarische Variante mit eisigem Obst und Gemüse oder lieber die Geschmacksrichtungen Fleisch und Fisch die kühle Abwechslung ist ein stets willkommener Leckerbissen. Bei den beiden Schwarzbären Leo und Thea nehmen die Eisbomben den ersten Platz auf der Genussskala ein. Wenn die großen Klumpen dann auch noch in ihrem Pool serviert werden, kennt das Wohlbefinden kaum noch Grenzen.

Fröhliche Poolpartys können die Humboldtpinguine feiern. Denen sind zwar aus ihrem Herkunftsland Chile durchaus höhere Temperaturen bekannt, bei der derzeit lang anhaltenden Hitze genießen aber auch sie die zusätzliche Dusche, die ihnen die Pfleger montiert haben. Da sitzen die befrackten Herrschaften gerne mal im Kreis und lassen sich von dem feinen Sprühnebel kühl befeuchten. Revierleiterin Kerstin Bischoff kennt ihre Pappenheimer und sieht ihnen sofort an, wenn es den Pinguinen zu warm wird. Die Tiere haben am Kopf keine Federn, da sieht man, dass sie ein rotes Gesicht bekommen, wenn es ihnen zu heiß wird.″ Da wird dann auch schon mal ein Tier per Hand in das Wasserbecken verfrachtet, wenn Bischof meint, dass es nun mal Zeit für eine Abkühlung ist.

Die Pfleger beobachten ihre Schützlinge bei einer Extremwetterlage, wie sie im Moment herrscht, noch etwas genauer. Während den Elefanten der Wasserstrahl aus dem Brunnen mit seinen etwa acht Grad zu kühl ist und sie sich lieber in der Lehmkuhle suhlen, um ihre Haut vor der Sonne zu schützen, hat vor allem Tapirnachwuchs Mateo einen Mordsspaß, wenn ihn die Tierpfleger mit dem Wasserschlauch abspritzen. Er wird dann so ungestüm, dass er temperamentvoll über die Anlage stürmt und alle umrennt, was ihm vor den kurzen Rüssel kommt. Die Erfrischung gibt es für die Tapire übrigens nur im Schatten, da sie in der prallen Sonne einen Sonnenbrand bekommen würden.

Ansonsten gilt für die Tiere, was auch für die Menschen richtig ist: Immer schön im Schatten bleiben, nicht zu viel bewegen, viel trinken und so abwarten, bis die große Hitze vorüber ist.

Bildtexte:
Die Schwarzbären bekommen Eisbomben mit Obst und Gemüse als Erfrischung.
Die Orangs bekommen Flaschen mit Orangensaft und Früchten. Einziger Haken: Der Flascheninhalt ist gefroren.
Einmal Wasser marsch bitte″: Flachlandtapir Mateo bekommt eine Dusche aus dem Wasserschlauch.
Erst eine erfrischende Sprühnebeldusche, dann einen Fisch und zum Schluss der Sprung ins kühle Becken die Humboldtpinguine haben auch bei der Hitze keine Not.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Dietmar Kröger


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