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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wo bleiben Umweltschützer und Gesundheitsamt?
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu den Artikeln Deutschland tut zu wenig fürs Wasser Nitrat-Belastung: Europäischer Gerichtshof verurteilt Bundesrepublik″ (Ausgabe vom 22. Juni) und Deutschland reißt Ammoniak-Grenzwerte″ (Ausgabe vom 30. Juni).

In der letzten Zeit hat die Zeitung sehr oft und intensiv über die Massentierhaltung und ihre negativen Folgen berichtet, unter anderem Tierwohl, Insektensterben, Rückgang der Vogelarten und insbesondere Verunreinigungen unseres höchsten Lebensmittels, des Grundwassers. Nun wurde auf der Titelseite der NOZ vom 22. Juni berichtet, dass der Europäische Gerichtshof Deutschland verurteilt habe, weil die Bundesrepublik das Grundwasser nicht ausreichend geschützt hat.

Ich warte seit einigen Tagen auf einen Aufschrei! Wo bleiben die Umweltschützer, die Landwirtschaftskammern, und vor allem das Gesundheitsamt? Gesundheitsamt, es geht um Lebensmittel! Was tun Sie? Jetzt berichtet die NOZ am 30. Juni, dass auch die Ammoniak-Grenzwerte überschritten sind Hauptverursacher ist die Landwirtschaft.

Als Gipfel erscheint dann in der NOZ vom 27. Juni ein Bild von unserer Agrarministerin, Frau Julia Klöckner, auf dem sie ein Kälbchen liebkost. Da denke ich an einen Vergleich aus meinem Geschichtsunterricht die potemkinschen Dörfer –; hat nicht da vor circa 80 Jahren ein Politiker einigen ein X für ein U vormachen wollen? Hoffnung hatte ich, als vor circa einem halben Jahr in Niedersachsen Herr Schulte to Brinke als neuer Bauernverbandsvorsitzender erklärte: , Ich suche oder stelle mich dem Dialog.′ Dieses doch insbesondere, als er meines Erachtens seine Mitglieder, die Bauern und nicht nur die die Agrarindustriellen unterstützen sollte.

Was ist passiert? Vorschlag: Alle Subventionen nur noch an Bauern bis 80 Hektar Eigentum, bis 120 Hektar nur noch die Hälfte, darüber nichts. Ich denke, dann wird es mittelfristig einen gesunden bäuerlichen Betrieb (nicht nur Stallhaltung mit Spaltenböden) geben mit angemessener Viehzahl, sodass die Landwirte nicht mehr von den Profitinteressen der Kaufleute und Handelsketten aufgerieben werden. Denn eins gilt noch immer: Das Angebot regelt den Preis. Ich denke, es wäre gut, wenn der Bauernverbandsvorsitzende einmal entsprechend vorangehen würde.″

Dieter Hübner

Belm
Autor:
Dieter Hübner


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