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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Umweltschutz und Umweltbildung
Zwischenüberschrift:
Die Biologische Station Haseniederung in Alfhausen bietet Programme für alle Altersklassen an
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Seit 1991 gibt es die Biologische Station Haseniederung, die in den ersten Jahren auf dem Biesthof im Wittefelder Ort in Rieste angesiedelt war und jetzt an der Alfseestraße in Alfhausen zu finden ist. Wir treffen uns dort mit dem Leiter der Station, Jürgen Christiansen, um mehr über das aktuelle Wirken zu erfahren.

Alfhausen Der Diplom-Biologe leitet seit 1998 die Station, deren aktuelle Aufgabe das Gebietsmanagement für den Alfsee, die Haseniederung und drei Naturschutzgebiete in Bramsche ist. Zu Letzteren gehören der Darnsee, der Feldungelsee und das Fallenmoor, allesamt Erdfallseen, erklärt Christiansen. Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zum Schutz von Tieren und Pflanzen sind das oberste Ziel. Lebensräume sollen sich verbessern und ausbreiten. Die Tiere zum Beispiel der neuerdings im Winterhalbjahr am Alfsee anzutreffende Singschwan sollen möglichst wenig gestört werden. Der Mensch breitet sich immer weiter aus, um so wichtiger sind Schutzgebiete″, konstatiert der 58-Jährige.

Freilaufende Hunde

Nicht immer verstehen die Menschen das. Bei Patrouille-Gängen müssen des Öfteren Leute vom Ufer fortgeschickt werden, die manchmal sogar im Vogelschutzgebiet baden oder ihre Hunde frei zum Ufer laufen lassen, obwohl auf dem kompletten Alfseegebiet Anleinpflicht besteht. Neue deutlichere Warntafeln seien daher in Arbeit, erklärt Jürgen Christiansen, der nicht gleich Anzeige erstatten möchte. Man wolle die Touristen nicht vergällen″, sagt er, aber die Leute müssen Bescheid wissen″. Das 24-Stunden Mountainbike-Rennen rund um den Alfsee sieht der Biologe kritisch, weil es ausgerechnet während der Brut- und Setzzeit stattfindet. Gut klappe die Absprache allerdings mit dem Schäfer, der das Uferröhricht in der Brutzeit nicht beweiden lasse. Auch der Landwirt, der die Wiesen im Reservebecken extensiv beweiden lässt, sei ein Guter″, lobt der Biologe.

Der zweiten Aufgabe der Station der Umweltbildung kommt eine große Bedeutung zu. Das Programmangebot ist umfangreich und für alle Altersklassen gedacht. So werde den Grundschulen in der Region das Programm zugesandt und viele beteiligten sich. Gut laufe der Hühnerstall im Klassenzimmer″. Im Rahmen des Landwirtschaftsprojektes Transparenz schaffen von der Ladentheke bis zum Erzeuger″ können die Schüler das Ausbrüten und Schlüpfen der Küken beobachten. Die Eier stammen von ortsansässigen Geflügelzüchtern, die alle Küken anschließend zurücknehmen, erklärt Jürgen Christiansen. Auch die Imkerei werde den Kindern nähergebracht. Kleine Imkeranzüge liegen für die Jüngsten bereit. Mit dem Schwänzeltanz″ lernen sie dabei zu kommunizieren wie die Bienen, berichtet der Biologe.

Eine sehr gute Kooperation laufe mit der Jugendherberge am Alfsee, erfahren wir. Mit Abi-Klassen werde ebenfalls gearbeitet. Zurzeit gehe es oft in den Auwald in Malgarten, denn das Abiturthema 2019 sei der Wald. Zwei abgeordnete Lehrkräfte arbeiten mit der Biologischen Station zusammen und haben ein Stundenkontingent für praktischen Unterricht vor Ort. Eine Bereicherung für uns″, freut sich Jürgen Christiansen.

Reißen und Beißen

Aktuell in Planung ist die Versetzung des Zauns an der Biologischen Station in Richtung Wiese, um den Schulgarten zu erweitern. Der Antrag laufe bereits. Zur Pflege der gesamten Anlage treffen sich die Mitglieder des 1996 gegründeten Vereins je nach Bedarf. Der Stationsleiter lädt dann zum Reißen und Beißen″ ein, denn nach der Gartenarbeit gibt es Verpflegung in gemütlicher Runde. Um die 100 Mitglieder habe der Verein zurzeit.

Wer um den Naturteich wandert, findet am Eingang das Schild Anneliese-Thesing-Forynski-Weg″. Er ist der 2017 verstorbenen Gründerin der Nabu-Ortsgruppe Rieste gewidmet, die 1986 mit einer Handvoll junger Leute die Naturschutzarbeit in Rieste startete. 1996 wurde daraus der Verein, in dem Jürgen Christiansen zusätzlich zu seiner Angestelltentätigkeit auch ehrenamtlich mitarbeitet. Neben einer Kindergruppe gibt es auch den Backhaustag″, einen Offenen Natur- und Umweltschutztreff jeden ersten Donnerstag im geraden Monat um 19 Uhr. Wir haben hier so viele verschiedene Facetten″, betont Jürgen Christiansen.

Weitere Informationen unter www.haseniederung.de

Bildtexte:
Um die Hautflügler kümmert sich der Vorsitzende des Vereins Ronald Siegmund-Stuckenberg.
In den Beeten blüht und summt es.
Das kleine Backhaus dient als Büro- und Versammlungsraum für die Biologische Station.
Fotos:
Ilona Ebenthal
Autor:
Ilona Ebenthal


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