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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Investoren übergeben Bauantrag für Speicher
Zwischenüberschrift:
Zahlreiche Proberäume entstehen am Hafen / Stadt zufrieden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Osnabrücks Kulturdezernent Wolfgang Beckermann hat am Mittwoch den Bauantrag von den Geschäftsführern der Osnabrücker Speicher GbR für einen der beiden alten Speicher am Hafen erhalten. Schon Ende des Jahres soll im lauten Speicher″ neues Leben einziehen.

Die Speicher GbR hatte die beiden Betonkolosse aus den 30er-Jahren an der Elbestraße von der Erschließungsgesellschaft ESOS gekauft, einer hundertprozentigen Tochter der Stadtwerke. Sie standen seit dem Abzug der Briten leer. Die Köpfe der dafür gegründeten Speicher GbR wollen aus den beiden 60 Meter langen und fünf Stockwerke hohen Kolossen einen lauten und einen leisen Speicher machen. Im lauten sollen viele Proberäume entstehen, die in Osnabrück dringend benötigt werden, aber auch etwa Ateliers. Im leisen Speicher könnten Künstler und Architekten unterkommen.

Die Geschäftsführer der Osnabrücker Speicher GbR, Max Lingens und Matthias Folkers, übergaben Kulturdezernent Beckermann bei dem Pressetermin eine Kiste voller Unterlagen der Bauantrag zur Umnutzung des lauten Speichers. Es ist der nördliche Speicher mit der Nummer 49.

Beckermann betonte, mit den Speichern könne das Problem der fehlenden und wegfallenden Proberäume entschärft werden. Zur Erinnerung: Am Güterbahnhof fallen die Proberäume Ende des Jahres weg, bis spätestens Mitte kommenden Jahres müssen die Proberäume am Limberg geräumt werden. Der Verkauf der Speicher sei eine Lösung, die langfristig trägt″, so Beckermann. Darin seien sich Stadtbaurat Frank Otte, Patricia Mersinger, Fachbereichsleiterin Kultur, sowie er einig.

Gekauft haben wir, weil wir uns in den Ort und die Gebäude verliebt haben″, sagte Matthias Folkers, einer der Geschäftsführer der Speicher GbR. Zum Kaufpreis schweigen ESOS und die Investoren weiterhin. ESOS-Prokurist Marcel Haselof ließ sich zumindest entlocken, dass Wertgutachten die Speicher auf je mehrere Hunderttausend Euro bezifferten.

Lingens sagte, ihm liege das Projekt am Herzen; dennoch müssen wir auch Geld verdienen″. Die Mehrkosten für die Bands gegenüber den Räumen am Güterbahnhof oder Limberg sollen jedoch gering bleiben.

Entsprechend sei schon jetzt die Nachfrage. Wir haben schon viele Anfragen″, sagte Lingens von Musikern, aber auch etwa Fotografen und Marketingagenturen. In etwa so habe er sich den Mix auch vorgestellt.

Lingens versicherte, die Speicher von Grund auf kernsanieren zu wollen. Wir wollen den alten Charme mit moderner Architektur kombinieren″, sagte er alles in Abstimmung mit dem Denkmalamt. Die Speicher stehen unter Denkmalschutz.

Wir wollen nun richtig Gas geben″, sagte Lingens. Schon Ende des Jahres könnten die ersten Bands in den Räumen proben passend zum Wegfall der Räume am Güterbahnhof. Weitere Räume sollen bis Mitte 2019 fertig sein passend zum Wegfall der Räume am Limberg. Auch die Arbeiten am leisen Speicher sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Schon vor Jahren hatte die Stadt den Hafen zum Kreativquartier erklärt. Das ist ein deutlicher Schub für das Kreativviertel″, so Beckermann.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich gegenüber von Speicher 49 die Petersburg mit ihrem K.A.F.F. niedergelassen. Das Gebäude mit dem Glockenturm hatte 1933 als Heereslager fungiert, später als Wache der britischen Militärpolizei. Das Institut für Musik der Hochschule ist nebenan in der alten Heeresbäckerei sowie der Studiengang Industrial Design.

Weitere Informationen zu den Speichern, ihrer Geschichte sowie Fotos auf www.noz.de/ os
Autor:
Jörg Sanders


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