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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kooperation beim Biomüll
 
Hand in Hand beim Biomüll
Zwischenüberschrift:
Stadt und Landkreis wollen ab 2021 gemeinsam Bio-Abfälle verwerten
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Stadt und Landkreis Osnabrück wollen in Zukunft bei der Verwertung des Biomülls in der Region Osnabrück kooperieren. Nach dem Stadtrat beschloss nun auch der Kreistag die Gründung einer neuen kommunalen Gesellschaft.

Landkreis und Stadt Osnabrück wollen in Zukunft nun auch beim Bioabfall kooperieren: Am Montag stimmte der Kreistag einstimmig für die Gründung einer neuen Gesellschaft, der Stadtrat hatte sein Okay bereits in der Vorwoche gegeben.

Osnabrück Konkret beschloss das Kreisparlament mit allen Abgeordneten die Gründung der Entsorgung Osnabrücker Land GmbH (ENOS), an der die Landkreis-Tochter Awigo 75, 1 Prozent der Anteile halten soll und die Stadt durch ihre Tochter Osnabrücker Kommunalservice GmbH 24, 9 Prozent. Die ENOS wiederum beteiligt sich mit 51 Prozent an der noch zu gründenden Awigo Biomasse GmbH, die ab 2021 in Stadt und Landkreis Osnabrück für die Bioabfallverwertung zuständig sein soll.

Die Besonderheit: Die restlichen Anteile soll mit der Kompostierungsgesellschaft Region Osnabrück (KRO) ein Tochterunternehmen des Entsorgungskonzerns Remondis und damit ein Akteur aus der Privatwirtschaft halten. Landkreis und Stadt versprechen sich von diesem Modell einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) Vorteile bei der zukünftigen Verwertung von Biomüll in der Region.

Für die CDU/ FDP/ UWG-Gruppe lobte Bernhard Strootmann (CDU) das Vorhaben als weiteren sinnvollen Schritt einer gedeihlichen Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Osnabrück, das überdies gut für die Bürger sei. Jürgen Ebert (Grüne) kündigte zwar eine Zustimmung seiner Fraktion an, kritisierte aber die Beschlussvorlage als nicht ausreichend″. Er wünschte sich mehr Einblicke in wirtschaftliche Zahlen und eine detailliertere Beratung in weiteren Fachgremien. Eine andere Vorgehensweise im Vorfeld des Beschlusses hätte ich schon erwartet.″ Dieter Selige (SPD) hingegen hob für die SPD/ UWG-Gruppe ähnlich wie Vorredner Strootmann die gute neue Seite interkommunaler Zusammenarbeit″ hervor. Positiv bewertete der Sozialdemokrat die geplante Gewinnverteilung der Gesellschaft, die sich nach den konkreten Abfallmengen richten soll. Damit schaffen wir eine nachhaltige und optimale Abfallwirtschaft in der Region Osnabrück″, so Selige.

Gegenstand der Abstimmung war zunächst ausschließlich die Gründung der neuen Gesellschaft. Landrat Michael Lübbersmann informierte die Abgeordneten, dass letzte Einzelheiten im Gesellschaftsvertrag noch mit der Stadt ausgehandelt werden müssen. Auch in der Stadt ist der Grundstock für die Zusammenarbeit gelegt worden: Der ENOS-Gründung hatte in der vergangenen Woche schon der Osnabrücker Stadtrat zugestimmt. Allerdings hatten die Vertreter der Stadt ihren Kollegen aus dem Landkreis einige Zugeständnisse abgerungen. Aufgrund der Minderheitsbeteiligung hatte die Stadt keine bis kaum Mitspracherechte bei Entscheidungen in der Gesellschaft. Zumindest Einsichtrechte in Unterlagen und ein Ausstiegsrecht bei möglichen Defiziten ließ sich die Stadt unter anderem zusichern.

Es ist nicht die erste Kooperation nach einem ÖPP-Modell: Stadt und Landkreis arbeiten bereits seit 2017 bei der Sortierung, Vermarktung und Entsorgung der jährlich rund 15 000 Tonnen Sperrabfall in der Region zusammen. Die seinerzeit für diese Aufgabe gegründete Awigo Recycling GmbH wird laut Kreistagsbeschluss ebenfalls in die ENOS eingebracht.

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Bildtext:
Stadt und Landkreis Osnabrück wollen ab 2021 bei der Verwertung von Bioabfällen in der Region kooperieren. Dazu haben beide Parlamente grünes Licht für die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft gegeben.
Symbolfoto:
Michael Gründel
Autor:
Sebastian Philipp


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