User Online: 1 | Timeout: 23:25Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bürgermeinung zum Busnetz gefragt
Zwischenüberschrift:
Beteiligungsverfahren zu den Stadtwerke-Plänen beginnt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wie soll das Osnabrücker Busnetz der Zukunft aussehen? Die Stadtwerke haben dazu einen Plan vorgelegt. Jetzt sind die Bürger dran, ihre Meinung zu sagen und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Osnabrück Gestern wurde der Entwurf für das Osnabrücker Busnetz 2019 dem Stadtentwicklungsausschuss präsentiert, nächsten Dienstag folgt der Fahrgastbeirat. Am kommenden Mittwoch findet ein Sonder-Mobilitätsforum für jedermann statt. Parallel startet die Bürgerbeteiligung im Internet: Bis zum 15. August haben die Osnabrücker dann Gelegenheit, sich auf swo.de/ busnetz2019 zu dem Vorhaben in allen Einzelheiten äußern. Schon jetzt sind dort Karten mit Detailbetrachtungen einsehbar.

Alle eingehenden Anregungen werden aufbereitet″, verspricht Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes weist aber zugleich darauf hin, dass Extrawünsche auch extra kosten″. Wer mehr wolle, müsse entweder mehr Geld geben oder Einsparungen an anderer Stelle in Kauf nehmen. Vorgabe für die Planer sei gewesen, alle Veränderungen aufwandsneutral″ umsetzen zu können also ohne das gegenwärtige 36-Millionen-Euro-Budget für die Dienste des Verkehrsbetriebs zu überschreiten. Außerdem müsse der Schülerverkehr so bleiben, wie er ist.

Das Busnetz 2019 in seiner endgültigen Form soll der Rat am 30. Oktober beschließen, damit es im Herbst kommenden Jahres wirksam werden kann. Erste Rückmeldungen aus der Politik sind positiv. Die Grünen loben wesentliche Neuerungen wie Metrobus-Linien und Nordtangente, die SPD bezeichnet die gesamte Vorlage als großen Wurf″.

Zum Start des Beteiligungsverfahrens stellt unsere Redaktion die wichtigsten Punkte noch einmal genauer vor.

Pye, Haste, Dodesheide: Das Busnetz 2019 sieht Haste-Ost als Endpunkt der ersten vollelektrischen Metrobus-Linie (M1) vor, die planmäßig bereits im Dezember oder Januar an den Start geht und bis Düstrup reicht. Auch die Metrobus-Linie M5 (Dodesheide/ Waldfriedhof Kreishaus/ Zoo) bedient den Osnabrücker Norden. Mit der neuen, tangentialen Bananenlinie″ 110 (verkehrt montags bis freitags im 30-Minuten-Takt) werden auf den Abschnitten Dodesheide–Eversburger Platz–Klinikum Finkenhügel sowie Haste–Dodesheide–Schinkel bislang fehlende Querverbindungen geschaffen.

Bereits ab August gibt es mit Stadtbus-Linie 32 eine direkte Verbindung zwischen Haste, Nettebad und Dodesheide. Pye bleibt im 20-Minuten-Takt angebunden. Heutige Kapazitätsprobleme auf Stadtbus-Linie 5 in Dodesheide sind den Plänen zufolge spätestens mit der Umstellung auf elektrische Gelenkbusse beseitigt. Der Pendelbus Widukindland soll laut Stadtwerken wegen sehr geringer Nachfrage″ wegfallen.

Schinkel, Schinkel-Ost, Gretesch, Lüstringen: Diesen Bereich kreuzen die Metrobus-Linien M4 (Belm/ Astruper Heide–Ikea) und M3 (Schinkel-Ost–Sutthausen– Hagen). Linienbegradigungen im Bereich Schinkel/ Gretesch sollen nicht nur die Stadtteile besser anbinden, sondern vor allem Fahrzeiten deutlich verringern. Von drei bis sechs Minuten Zeitgewinn allein auf der Strecke Schinkel–Neumarkt ist die Rede.

Dank der geplanten Nordtangente wären Fahrgäste zwischen Schinkel und Dodesheide nicht mehr 28 Minuten, sondern nur noch 7 Minuten unterwegs. Die Endhaltestelle Gretesch″ wird im Entwurf aufgegeben. Eine Verlängerung der neuen Linie 110 über Rosenburg hinaus bis Hasepark ist möglich, sobald Busse wieder über die derzeit kaputte Hamburger Brücke fahren dürfen.

Fledder, Voxtrup: Diese Gegend profitiert ebenfalls von den Metrobus-Linien M1 und M5. Der stark industriell geprägte Fledder soll zudem eine eigene Stadtbus-Linie bekommen. Die 171 reicht, vom Industriegebiet West (Hafen) kommend, zunächst bis zur Hettlicher Masch, wäre aber bis Voxtrup-Mitte verlängerbar. Die neu deklarierte Stadtbus-Linie 71 (Hauptbahnhof–Stresemannplatz– Voxtrup) fährt auf geradem Weg über die Hannoversche Straße. Auf dem Abschnitt Voxtrup–Innenstadt ist ein klarer 20-Minuten-Takt vorgesehen.

Wüste, Kalkhügel, Sutthausen, Nahne, Schölerberg: Bestimmend sind hier die Metrobus-Linien M3, M4 und M5. Wo heute auf der Iburger Straße teils Taktlücken bestehen, soll im Busnetz 2019 mithilfe des Regionalverkehrs ein klarer Zehn-Minuten-Takt geschaffen werden. Die Anbindung von Oesede befindet sich noch in Planung und ist voraussichtlich erst 2020 möglich.

Geprüft wird auch eine zeitgerechte Bedienung des Gewerbegebiets Sutthausen, wo unter anderem die Behindertenwerkstätten liegen. Die Direktanbindung von Kreishaus und Zoo an den Hauptbahnhof entfällt. Auch der Stadtteilbus Berningshöhe wird mangels Auslastung gestrichen. Die Endstation Berningshöhe bleibt aber im 20-Minuten-Takt über die künftige Stadtbus-Linie 41 (über Neumarkt bis Darum) angebunden.

Hellern, Hörne, Atterfeld: Die fehlende Integration des Regionalverkehrs aus Hasbergen macht einen Zehn-Minuten-Takt zwischen Innenstadt und Hellern weiterhin schwierig. Eine Finanzierung ist nicht aufwandsneutral realisierbar″, stellen die Stadtwerke fest. An wirtschaftlichen Lösungen werde gearbeitet.

Die Haltestelle Ikea″ wird im Busnetz 2019 zum Knotenpunkt aufgewertet. Sie bietet als designierter Endpunkt der Metrobus-Linie M4 gute Umstiegsmöglichkeiten von und nach Atterfeld, Hellern sowie in Richtung Lotter Straße. Auf die Anbindung Hörne soll künftig verzichtet werden.

Atter, Eversburg: Das entstehende Wohnquartier Landwehrviertel soll mit einer bis zum Hauptbahnhof reichenden Metrobus-Linie (M2) im Zehn-Minuten-Takt angebunden werden. Die neue Nordtangente, die vom Heger Friedhof (Weststadt) aus halbkreisartig über Haste und Dodesheide bis zur Rosenburg (Schinkel) führt, bedient mit dem Eversburger Platz auch in dieser Ecke eine wichtige Drehscheibe. Fahrtzeiten auf der Achse Wersener Straße/ Natruper Straße– Innenstadt sollen sich deutlich verkürzen. Außerdem scheint eine gute Anbindung des geplanten Park-&- Ride-Platzes am Rubbenbruchsee möglich.

Bildtext:
Lauter bunte Striche: Fahrplanleiter Thomas Schniedermann von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) bei der Vorstellung der Entwürfe für das neue Busnetz.
Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
Sebastian Stricker


Anfang der Liste Ende der Liste