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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Für bessere Luft und den Ausbau des Busverkehrs
 
In Sekunden zum Big Apple
 
Nicht ohne meinen Schläger
 
Fernreisen im Wohnzimmer
Zwischenüberschrift:
Benno Bals ist jüngstes Mitglied im Osnabrücker Jugendparlament und setzt sich für die Interessen seiner Generation ein
 
Unsere Autorin berichtet von ihren ersten Erfahrungen mit einer VR-Brille
 
Carlotta über ihre Hockey-Liebe
 
Michael Hoffmann von der Uni Münster über die Zukunft der Kommunikation
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Ich wollte ins Jugendparlament, weil ich denke, dass man für Kinder und Jugendliche in Osnabrück viel verbessern muss und vor allem kann.″ Benno Bals ist im November 2017 neu in das Osnabrücker Jugendparlament gewählt worden und mit 14 Jahren das jüngste Mitglied dort.

Das Osnabrücker Jugendparlament besteht seit 2013 und hat 25 Mitglieder, die alle zwei Jahre gewählt werden. Kandidieren können alle Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren, die in Osnabrück wohnen, zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Die Wahlberechtigten im gleichen Alter haben dabei fünf Stimmen, die sie frei auf die Kandidaten verteilen können. Ziel des Parlaments ist, dass Jugendliche Einfluss auf die lokale Politik nehmen können. Benno Bals möchte sich so zum Beispiel für Generationengerechtigkeit und Chancengleichheit sowie für die Gleichstellung von Männern und Frauen einsetzen. Die Entschlüsse des Jugendparlaments müssen in den zuständigen politischen Fachausschüssen der Stadt behandelt werden, und außerdem haben Vertreter des Jugendparlaments Rede- und Antragsrecht im Jugendhilfe- sowie im Schul- und Sportausschuss der Stadt Osnabrück.

Schon vor seiner Wahl ins Osnabrücker Jugendparlament hat sich Benno Bals in der SPD engagiert. Ich interessiere mich in erster Linie dafür, dass, was nicht gut läuft, zu verbessern″, sagt er. Ein wichtiges Thema ist für ihn der öffentliche Nahverkehr. Er möchte die Busanbindungen in den ländlichen Regionen verbessern: Denn es ist nicht in Ordnung, dass man abends, geschweige denn am Wochenende, nirgendwo alleine hinkommt, wenn man außerhalb der Stadtgrenzen wohnt.″ Ein weiteres Anliegen ist für ihn, dass sich die Luftqualität deutlich verbessert″. Dies sei nur möglich, so Benno, wenn der öffentliche Nahverkehr eine gute Alternative zum Auto ist″. Darum müssten auch die Preise für das Busfahren deutlich sinken.

Auf dem Weg ins Jugendparlament ist Benno stark von seiner Familie und seinen Freunden sowie seiner Politiklehrerin unterstützt worden. Wichtiger Weggefährte war auch ein Freund, der mit ihm für das Jugendparlament kandidiert hat, dann aber den Einzug verpasste. Im Wahlkampf ist er auf seine Mitschüler und Freunde zugegangen, hat ihnen seine politischen Ziele erläutert und um die Stimmen geworben. Wie ist es für Benno nun als jüngstes Mitglied im Jugendparlament? Hat er Sorgen, dass er nicht ernst genommen wird? Da sieht er kein Problem: Ich denke, dass man sich den Respekt der anderen immer erarbeiten muss.″ Außerdem gehe es im Jugendparlament nicht um ihn, sondern um seine Ideen, Vorschläge und Ziele″. Benno ist überzeugt davon, durch seine Arbeit im Jugendparlament etwas bewirken zu können: Ich bin mir sicher, dass die Stimme der Kinder und Jugendlichen immer eine wichtige Stimme ist. Deshalb denke ich, dass wir im Jugendparlament etwas bewirken können.″

Bildtext:
Benno Bals möchte durch seine Arbeit im Jugendparlament etwas verändern.

Foto:
Britta Wulfhorst

Einmal New York an Weihnachten erleben oder die Startetappe der Tour de France mitfahren ich habe beides gemacht, ohne mich von der Stelle zu bewegen. Möglich wurde das durch eine neuere Form der Technik, der virtuellen Realität (VR)

Osnabrück. Meinen ersten Kontakt mit der virtuellen Realität hatte ich im Dezember 2016 i n Düsseldorf. Ich schlenderte mit meiner Familie über den Weihnachtsmarkt, überall hing Reklame für ein besonderes Event: der Grand-Départ der Tour de France im Juni des nächsten Jahres. Ich habe die Tour de France schon oft im Fernsehen verfolgt, doch bisher hatte ich noch keinen Kontakt mit diesem Event.

Das änderte sich allerdings schnell und zwar an einem Werbestand der Tour de France. Dort waren drei Rennräder aufgebaut, zwei für Erwachsene, eins für Kinder. Das klingt erst mal nicht besonders. Doch konnte man schon von Weitem erkennen, dass die Menschen, die dort auf den Rennrädern saßen, eine VR-Brille trugen. Das sind die großen Brillen, die vor allem auf dem Videospielmarkt recht neu sind. Dort konnte man einen Teil der Strecke mitfahren. Nachdem zwei Personen das Rennen absolviert hatten, stieg ich aufs Rad. Zum ersten Mal setzte ich dort diese große Brille auf und sah mich fahrend auf den Straßen der Stadt. Automatisch fuhr ich mit und blickte zuerst starr nach vorne. Nach und nach bewegte ich meinen Kopf nach rechts und nach links, ich sah den Rhein und ein paar Häuser. Es war ein seltsames Gefühl, ich habe meine Umgebung komplett vergessen, ich habe den Stand vergessen. Dieses Gefühl des Verlierens in eine andere Realität dem Ziel der VR wurde allerdings erst richtig deutlich, als mein virtuelles Ich sich in eine Kurve stark zur Seite neigte. Ich neigte mich mit und fiel fast vom Fahrrad. Ich spürte beim Fahren leicht den Widerstand, dass ich keine Kurve fahren konnte, doch versuchte es mein Körper trotzdem. Nachdem ich einen Teil gefahren war, wurde der Bildschirm weiß, das Rennen war vorbei. Als ich die Brille absetzte, wurde mir kurz schlecht, ich stieg vom Fahrrad und verließ mit zittrigen Knien den Stand. Doch diese Übelkeit legte sich nach kurzer Zeit.

Im Winter stand ich dann mitten auf dem Times Square in New York ohne auch nur vorher ein Flugzeug betreten zu müssen. Ich war noch nie zuvor dort und war beeindruckt von den Hochhäusern und der großen Fläche, mein Nacken tat vom Hoch- und Umsehen schon weh. Als das Video vorbei war, befand ich mich wieder im heimischen Wohnzimmer. Ich habe die Zeit komplett vergessen und bekam Fernweh zum Big Apple. Die Reise konnte ich dank der VR-Brille meines Bruders machen.

Bildtext:
Mit der VR-Brille kann man ganz bequem von zu Hause aus Fernreisen unternehmen.

Symbolfoto:
Michael Gründel

Osnabrück. Endlich war es wieder so weit! Die neue Hockeyhallensaison begann, und das erste Turnier stand an. Wir, die weibliche A-Jugend des Osnabrücker SC, fuhren nach Werne und trafen dort auf drei andere Mannschaften.

Unser erstes Spiel absolvierten wir gegen Hüls. Im Vorfeld dachten wir, wir hätten eine Chance, da wir voller Energie waren. Doch schon nach der ersten Halbzeit stellte sich heraus, dass wir es mit einem sehr starken Gegner zu tun hatten. Schon zur Halbzeit lagen wir zurück. Auch in der zweiten Halbzeit konnten wir das Spiel nicht mehr drehen.

Beim Hockey spielen zwei Teams aus unterschiedlichen Vereinen gegeneinander. Pro Team gibt es fünf Feldspieler und einen Torwart. Hockey spielt man mit einem Schläger und einem Ball, der einen Durchmesser von etwa sieben Zentimetern hat. Ein Spiel ist in zwei Halbzeiten aufgeteilt. Bei unserem Turnier in Werne dauerte eine Halbzeit pro Spiel zwölf Minuten.

Das zweite Spiel gegen den Gastgeber Werne verloren wir nur knapp mit 2: 3. Uns fehlte am Ende etwas die Power, denn im Gegensatz zu den anderen Mannschaften mussten wir an diesem Tag ohne Auswechselspieler auskommen. Unsere Torhüterin ist von oben bis unten immer mit einer gepolsterten Ausrüstung geschützt. Dies ist notwendig, da der Ball sehr hart ist und schnell fliegt. Wir Feldspieler tragen ein Trikot, einen Rock, Stutzen samt Kniebeinschoner, einen Mundschutz und einen Handschuh links. Das Spielfeld beim Feldhockey ist so groß wie ein Fußballfeld.

Nach den Herbstferien spielen wir immer in der Halle. Das Besondere beim Hallenhockey ist, dass das Spielfeld durch eine Bande begrenzt ist, sie aber mit zum Spielfeld gehört und sich somit bestens für trickreiche Pässe eignet.

Münster ist die mit Abstand stärkste Mannschaft im Turnier. Als wir gegen sie gespielt haben, wollten wir kämpfen und uns nicht haushoch abziehen lassen. Zur Halbzeit stand es 0: 0. Für uns eine echte Sensation, denn Münster hat acht Auswechselspielerinnen und nutzt sein volles Potenzial. Am Ende haben wir leider doch hoch verloren. Aber wir haben als Team toll gekämpft und waren nicht enttäuscht. Denn auch wenn wir mal verlieren, nehmen wir das Ganze mit Humor und haben den Ehrgeiz, es beim nächsten Mal besser zu machen. Wir sind im ersten Jahr in der A-Jugend. Das bedeutet, dass wir gegen ältere und erfahrene Teams antreten müssen.

Bildtext:
Spielerin Carlotta in ihrem Hockey-Outfit.
Foto:
Romberg

Osnabrück/ Münster. Durch den technischen Fortschritt verändert sich die Art und Weise, wie wir kommunizieren. Die digitalen Kanäle sind zum unverzichtbaren Teil unseres Alltags geworden, und man kann davon ausgehen, dass sie nicht die einzigen bleiben werden. Welche technischen Erneuerungen werden als Nächstes Einzug halten, und wie werden sie zwischenmenschliche Kommunikation verändern? Michael Hoffmann ist Lehrbeauftragter für den Bereich Social Media und Unternehmenskommunikation in Münster. Im Interview erzählt er von virtuellen Fernreisen und einer Matrix.

Was würden Sie sagen, wenn Sie die Funktion von Kommunikation für unsere Gesellschaft beschreiben sollten?
In unserer heutigen Gesellschaft ist Kommunikation komplexer und vielfältiger geworden. Sie geschieht in Echtzeit, ist transparent, allgegenwärtig und sehr schnelllebig. Deswegen muss man heute genau abwägen, was man kommuniziert. Die Folgen können viel weitreichender sein als früher, wo es weniger Kanäle und eine geringere Reichweite gab.″

Und wie lautet Ihre Prognose für die Zukunft? Wie sieht Kommunikation in 50 Jahren aus?
Ich bin der Überzeugung, dass die Plattformen sich noch verändern werden. Es werden immer neue Geräte produziert. Dabei überlegt man inzwischen, ob es überhaupt noch ein Smartphone sein wird, das als Nächstes auf den Markt kommt. Vielleicht wird es eine Virtual-Reality-Brille sein oder ein Armband oder ein Bildschirm, der auf den Arm gebeamt werden kann. Neben der Veränderung der Plattformen wird sich die weltweite Kommunikation intensivieren.

Das heißt, wir werden alle noch mehr kommunizieren, als wir es momentan tun?
Das kann noch mehr werden, doch der Mensch hat Aufnahmegrenzen. Selbst wenn es eines Tages rein technisch möglich sein sollte, ununterbrochen zu kommunizieren, werden sich dem durch gesundheitliche Aspekte Schranken setzen.

Sie hatten Virtual-Reality-Brillen und Bildschirme auf dem Arm erwähnt. Welche dieser technischen Neuheiten werden in Ihren Augen den größten Einfluss nehmen?
In der Medizinforschung, der Weltraumforschung und dem Gaming-Bereich ist virtuelle Realität schon angekommen. Sie wird jedoch auch in sozialen Netzwerken eine wachsende Bedeutung erlangen. Man könnte sich zum Beispiel in der virtuellen Realität treffen und den persönlichen Austausch so noch stärker ersetzen. Im Umkehrschluss heißt das, dass der Austausch mit Personen, die man im echten Leben nicht sehen kann, noch intensiver wird. Jeder Mensch kann sich in der virtuellen Realität einen digitalen Avatar erschaffen, den andere dann direkt vor sich sehen. Das alles ist keine Fiktion, sondern wurde auf der letzten Entwicklerkonferenz von Facebook bereits vorgeführt.

Denken Sie, dass Kommunikation in der virtuellen Realität die persönliche Interaktion verdrängen kann ?
Das kann natürlich sein. Man kann in der virtuellen Realität präsent sein, wenn es in der echten Welt zeitlich nicht machbar ist. Ärzte in den USA stellen Ferndiagnosen in der virtuellen Realität, ohne wirklich vor Ort zu sein. Dasselbe ist auch in anderen Bereichen vorstellbar. So könnten etwa Studenten ihre Präsentationen in der virtuellen Realität statt live im Universitätsgebäude halten.

Das klingt, als würden große Veränderungen auf uns zukommen. Wo sehen Sie bei der virtuellen Realität Chancen und Risiken?
Chancen sehe ich einige, zum Beispiel in der Berufswelt. Durch die virtuelle Realität können Fehler vermieden werden. Möchte man zum Beispiel auf einer Baustelle etwas reparieren, so kann man das vorher in der Virtual Reality simulieren und sicherstellen, dass es auch funktioniert. Die gesteigerte Erlebnisqualität ist ein weiterer großer Fortschritt. Personen und Orte können in der virtuellen Realität hautnah erlebt werden. Das sind Dinge, die bis zu einem gewissen Grad eine große Bereicherung sein können.

Bis zu einem gewissen Grad?
Genau, jetzt komme ich zu den Risiken. Die Flut an Kommunikation und Information übersteigt schon jetzt die Kapazitäten des Menschen. Außerdem kann es zur Ausgrenzung kommen, falls einige Menschen mit den neuen Trends nicht mitgehen wollen und dadurch am gesellschaftlichen Leben nicht länger teilhaben können. Das ist besonders für die ältere Generation gefährlich.

Halten Sie es für möglich, dass wir komplett in der virtuellen Realität leben und uns unsere eigene Matrix erschaffen?
Das würde ich nicht als unmöglich betrachten, aber für wahrscheinlich halte ich es nicht. Ich bin überzeugt davon, dass das Persönliche immer eine große Rolle spielen wird, genauso wie das Haptische. Trotzdem kann es gut sein, dass Teile unserer Realität ersetzt werden. Das kann positiv sein, zum Beispiel für Menschen, die sich keine Fernreise leisten können. Diese könnten in Zukunft ein Gebäude aufsuchen, in dem eine digitale Welt erschaffen wurde, und so in der virtuellen Realität Zeit in Australien oder anderen Ländern verbringen.

Bildtext:
Michael Hoffmann beschäftigt sich mit der digitalen Welt.
Foto:
Peter Lessmann

Klasse!- Projekt

Diese Seite ist während des Klasse!- Projekts entstanden. Auf den Klasse!- Seiten schreiben Schüler die Artikel. Denn sie sind Teil des Projekts von NOZ Medien. Sie schreiben ihre Texte entweder im Unterricht oder sind Mitglied der Jugendredaktion. Bei der Themenauswahl helfen Redakteure der NOZ. Informationen unter Tel.: 05 41/ 310-685 oder E-Mail:
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Autor:
Moritz Herrmann, Ayleen Over, Carlotta Meyer, Lara Lawniczak


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