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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hightech für die Tierrettung
Zwischenüberschrift:
Drohne mit Wärmebildkamera hat seit Anfang Mai 28 Rehkitze aufgespürt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hightech zum Schutz von Tieren: Durch den Einsatz einer Drohne mit Wärmebildkamera spürt die Rehkitzrettung Osnabrücker Land″ die Tiere im hohen Gras auf.

Osnabrück Dadurch rettet sie die Kitze vor dem grausamen Tod durch fahrende Mähdrescher. Am Samstag stellte die Initiative ihre Drohne in Lüstringen vor.

Summend zieht die Drohne in 15 Meter Höhe über der Wiese ihre Bahnen. Gesteuert wird der Multikopter, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, von Carsten Kemna. Er und sein Mitstreiter Sven Pots sind die Begründer der Rehkitzrettung Osnabrücker Land″.

Wir arbeiten für die Rehkitze″, erklärt Sven Pots sein ehrenamtliches Engagement. Zusammen mit der privaten Initiative Bambi in Not″ und der Jägerschaft Osnabrück-Stadt versuchen sie gemeinsam, so viele Rehkitze wie möglich zu retten.

Sven Pots und Carsten Kemna klären an diesem frühen Samstagmorgen über die Arbeitsweise und die Handhabung der Hightech-Drohne auf. Auch machen sie sich dabei für einen verbreiteten Einsatz dieser Technik bei Tier-Rettungsaktionen stark.

Mit der Drohne können Rehkitze, die am Boden liegen, viel besser aufgespürt werden. Die Kitze drücken sich in den ersten vier bis sechs Wochen instinktiv an den Boden und können bei Gefahr noch nicht weglaufen″, sagt Kurt-Peter Ehlers von der Jägerschaft Osnabrück-Stadt. Ein schnell herannahender Mähdrescher bedeutet daher den sicheren Tod für die Jungtiere. Wir bitten die Landwirte, sich bei der Frühjahrsmahd mit unseren Wildtierrettungsaktionen abzustimmen″, sagt Ehlers. Denn auch Feldhasen und Bodenbrüter werden von den Mähdreschern bedroht.

Während die Drohne summend weiterfliegt, können die Helfer die Aufzeichnungen der Wärmebildkamera auf einem Monitor des Fernbedienungsgerätes oder mit einer Video-Brille verfolgen. Ist ein Kitz gefunden worden, so wird das Tier an einen sicheren Ort gebracht. Oder der Helfer stülpt einen Korb über das Kitz und befestigt eine Fahne daran″, sagt Sven Pots. Auf diese Weise kann der Landwirt diesen nun sichtbaren Fundort mit dem Mähdrescher weiträumig umfahren. Carsten Kemna lässt die Drohne nach ihrem Flug sicher wieder auf der Erde landen. Ihr Summen verstummt. Es ist kein Kitz auf der Wiese. Dass der technische Einsatz wirksam ist, beweisen die Kitzretter eindrucksvoll. Insgesamt 28 Rehkitze konnten sie seit Anfang Mai mithilfe der Drohne retten. Und ihr Einsatz ist noch nicht vorbei.

Bildtexte:
Rehkitz-Rettung mittels Hightech: Sven Pots erklärt Karin Gellermann und Ludger Pott zusammen mit Carsten Kemna die Funktion der Drohne, ein Hexakopter mit Wärmebildkamera.
Die Wärmebildkamera zeigt, wo sich Lebewesen im Feld verstecken.
Fotos:
André Havergo
Autor:
Birgit Nipkau


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