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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nächstes Jahr in Jerusalem?
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Wirtschaftsdelegation hat in Israel erste Kontakte geknüpft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nächstes Jahr in Jerusalem″, lautet ein traditioneller jüdischer Abschiedsgruß. Die Osnabrücker Delegation von Stadt und IHK hat in Israel erste Kontakte geknüpft, im Fokus liegt vor allem die boomende Start-up-Szene.

Tel Aviv Bislang ist der wirtschaftliche Austausch zwischen der Industrie- und Handelskammerregion Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und Israel nicht der Rede wert. Von den Unternehmen, die mitgefahren sind, sehen einige jedoch Potenzial in diesem Hightech-Land und das gilt auch für die Stadt.

Man könnte israelischen Start-ups für einige Monate im ICO Raum zur Verfügung stellen, damit sie Kontakt zu den Hochschulen herstellen können″, überlegt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU). Osnabrück hat mit dem Innovationscentrum (ICO) Büroräume für Gründer von Start-ups Israel hat so etwas im erheblich größeren und professionelleren Maße, wie die Delegation beim Besuch des Mindspace″ in Tel Aviv feststellen konnte.

Wenn Steuerberater und Rechtsanwälte sich schon vor Ort schlaumachen und Kontakte zu ihren israelischen Pendants knüpfen, ist das ein Zeichen, dass sich in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern doch etwas anbahnt sie sind es schließlich, die Kooperationen, Übernahmen und Beteiligungen maßgeblich begleiten.

Technologiesprünge

Ich habe zwei Kontakte geknüpft, die ich für sehr werthaltig halte″, sagt Rechtsanwalt Professor Heiko Hellwege von der international tätigen Wirtschaftskanzlei Schindhelm. Künstliche Intelligenz, Bewässerungstechnik, Text- und Personenerkennung, Internetsicherheit: Genau die Hightechbereiche hier werden europaweit Technologiesprünge herbeiführen″, ist er sich sicher. Da sind die uns eine Generation voraus.″ Auch Steuerberaterin Vera Goebel von der Osnabrücker Steu-Dat Steuerberatungsgesellschaft nimmt einige neue Kontakte mit. Man braucht den israelischen Steuerberater genauso wie die deutsche Expertise″, sagt sie. Interesse an einer Zusammenarbeit zwischen deutschen und israelischen Firmen nimmt sie bereits wahr, bislang steht die konkrete Umsetzung aber noch aus. Die Aktivitäten, die entstehen, wollen wir als Akzelerator unterstützen im steuerlich-rechtlichen Bereich.″

Mögliche Kooperationen angebahnt haben auch der Osnabrücker Autoteilehändler Wessels und Müller und die TKT-Kunststoff-Technik aus Bad Laer. Und für Christian Bertram, technischer Leiter beim Wallenhorster Anlagenbauer Purplan, hat sich zumindest die Möglichkeit eröffnet, einen Blick nach Israel zu werfen, wenn das Unternehmen mal neue Software-Technologien benötigt.

Fensterbauer Thomas Richert aus Wallenhorst träumt derweil weiterhin davon, Fenster mit Drohnen in die Höhe zu fliegen und so den Einbau ins Gebäude zu erleichtern. Er sprach dafür mit der israelischen Firma Colugo-Systems, die bereits Drohnen mit einem Tragevermögen von 70 Kilogramm produziert. Inwieweit die Anwendung solch einer Technik in Deutschland genehmigt würde, steht auf einem anderen Blatt.

Lebensmitteltechnik

Hightech gibt es in Israel auch im Lebensmittelbereich. Clemens Hollah vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück nimmt von allen Delegationsteilnehmern am meisten mit. Das DIL kooperiert bereits mit der Universität in Haifa jetzt geht es darum, den Austausch mit dem Land noch weiter zu intensivieren.

Und dann wäre da noch die politische Seite des Besuchs. Wir dürfen nicht vergessen, auch die palästinensische Seite in den Blick zu nehmen″, so der OB. Bei mehreren Besuchen erwähnte Griesert seine Begegnung mit dem palästinensischen Gouverneur von Gaza, Abdallah Frangi, der sich für die Zwei-Staaten-Lösung einsetzt. Die Reaktionen der Israelis: verhalten. Die meisten ignorierten Grieserts Einwurf schlichtweg.

Bildtexte:
Was nehmen Stadt, Unternehmer und IHK Osnabrück mit aus Israel außer Fotos (zentral im Bild: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert) und einem Schwall an Eindrücken?
Anflug auf Tel Aviv.
Die Faszination für das Hightech-Land Israel hat alle Mitglieder der Delegation gepackt.
Fotos:
Sandra Dorn
Autor:
Sandra Dorn


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